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Denkmalschutz und Brandschutz – Sicherheit soll vorgehen?

Schutzmaßnahmen und ihre Auswirkungen, wenn alte Gebäude nach heutigem Standard nachgerüstet werden müssen

Eric Mozanowski, führte in Berlin / Leipzig sowie Stuttgart im Rahmen von Seminarveranstaltungen die Vertragsreihe zum Thema Denkmalschutz in Deutschland fort. Aus dem Kreis der Teilnehmer kam der Wunsch, wichtige Wissensmodule auch im Internet zu veröffentlichen. Dies ist Teil 41, welcher sich mit dem Brandschutz betrug.

Brandschutz

Gottfried Kiesow, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, schreibt zum Verhältnis zwischen Denkmalschutz und Brandschutz: „Es kommt zum Glück selten vor, dass Baudenkmale durch Feuer zerstört werden, leider aber sehr häufig, dass dies durch Brandschutzverhütungsvorschriften geschieht. Da wird verlangt, offene barocke Treppenhäuser feuerfest abzuschotten, verputzte Fachwerkwände durch massive zu ersetzen und dafür den originalen Stuck zu opfern, neue Treppenhäuser als Fluchtwege einzubrechen, Brandabschnitte durch neue, über die Dachhaut hinausgehende Wände zu schaffen.“ Das sind starke Worte für die zwischen Brand- und Denkmalschutz bestehenden Differenzen. Fakt ist: Der Brandschutz bemüht sich oft wenig um bestandsverträgliche Schutzmaßnahmen und verlangt ausdrücklich, dass die Brandsicherheit vor allem mit baulichen Mitteln zu verwirklichen ist.

Prüfung durch Brandgefahrenbegehung

Spätestens bei genehmigungspflichtigen Umbauten wird dies zum Problem. Dann muss das jeweilige Gebäude „brandschutztechnisch wirksam ertüchtigt“ werden. Vor Beginn der Modernisierungsmaßnahmen erfolgt daher eine Brandgefahrenbegehung durch einen Sachverständigen des Bauamtes, die am besten zusammen mit der ersten Baubestandsaufnahme durchgeführt wird. Das Bauamt erstellt daraufhin ein Brandschutzkonzept. Dies beinhaltet den Katalog der festgestellten Brandschutzmängel, die Planung der erforderlichen Brandschutzmaßnahmen, auch für die Brandschutzsicherung des Bauablaufs mit seinen verschiedenen Bauphasen, sowie Kompensationsmaßnahmen. Das Konzept wird meist in Abstimmung mit dem Denkmalamt und dem Bauherrn entwickelt, wobei unter anderem auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden, so dass es von dieser Seite kaum „böse Überraschungen“ gibt: Kompromisse bei einzelnen Vorgaben sind möglich, aber keineswegs die Regel.

Bauherren sollten jedoch wissen, dass viele Umbauten meist durch andere technische Maßnahmen kompensiert werden können. Stimmt beispielsweise das Bauamt dem Erhalt eines hölzernen Treppenhauses zu, wird meist verlangt, dass die Wohnungstüren nachgebessert werden. Der Treppenraum muss darüber hinaus mit einem Rauchabzug ausgestattet werden.

Weitere kompensatorische Maßnahmen sind:

– der Einbau einer automatischen Brandmeldeanlage bestehend aus Rauch- und Wärmemeldern,
– deren Aufschaltung zur Feuerwehr, Polizei oder einem Wachdienst,
– die Erneuerung der elektrischen Anlage inklusive des Einbaus einer Fehlerstromschutzeinrichtung,
– der Einbau von Einbruchsicherungen und Bewegungsmeldern zur Verhinderung von Brandstiftung und
– die Verwendung schwer entzündlicher und möglichst nicht brandleitender Baumaterialien.

Eric Mozanowski hierzu: „Insgesamt können technische Kompensationsmaßnahmen viele der baupolizeilich erforderlichen Brandschutzmaßnahmen durchaus ersetzen und unverhältnismäßige Umbaumaßnahmen vermeiden helfen. Da jedoch, wo das Leben und die Gesundheit einzelner Menschen konkret gefährdet sind, wird es kaum Abweichungen von den geltenden Bestimmungen geben können. An der baulichen Sicherung von Rettungswegen, beispielsweise durch zusätzliche Außen- oder Innentreppen, wird auch in Zukunft kein Bauherr vorbeikommen.“

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanowski
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Eric Mozanowski führte in Berlin / Leipzig sowie Stuttgart im Rahmen von Seminarveranstaltungen die Vortragsreihe zum Themengebiet Denkmalschutz in Deutschland fort. Wichtige Wissensmodule werden auf Wunsch auch im Internet veröffentlicht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Geschichte von Denkmalimmobilien und der Wandel in die heutige Zeit mit den gegebenen Veränderungen und Ansprüchen, die Modernisierung und Sanierung von Denkmalimmobilien mit sich bringen. Weitere Informationen unter: www.immobilien-news-24.org

Kontakt:
Mozanowski
Eric Mozanowski
Theodor-Heuss-Strasse 32
70174 Stuttgart
+49 (0)711 220 631 73
mozanowski@yahoo.de
http://www.immobilie-news-24.org

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Brandschutz-Forum München informiert aktuell

Die Premiere des Brandschutz-Forum-München steht kurz bevor und wird in den exklusiven Räumen des Hotels Vier Jahreszeiten Kempinski München am 21.9.2012 stattfinden.

Brandschutz-Forum München informiert aktuell

Brandschutz-Forum-München

Das Münchner Brandschutz-Forum richtet sich mit einer hochkarätigen Themenauswahl in erster Linie an alle am Bau Beteiligten wie Architekten, Bauherren, beratende Ingenieure, Fachplaner und ausführende Firmen, die alle im Spannungsfeld zwischen baurechtlichen Anforderungen auf der einen und der praktischen Realisierung auf der anderen Seite stehen.

In München soll nun einmal im Jahr über die jeweils aktuellen brandschutztechnischen Herausforderungen debattiert und anschließend fachlich sachlich analysiert werden. Immer den Blick in die Zukunft gerichtet und auf internationale Erfordernisse in einer immer globaleren Bauwelt ausgerichtet.

Achtung: Zur Premiereveranstaltung 2012 werden die derzeit noch zur Verfügung stehenden Plätze nur auf vorherige Anfrage und anschließender schriftlicher Einladung vergeben. Fragen Sie gerne nach Restplätzen bei der Siegestor Ideen & Strategien.

Die SIEGESTOR Ideen & Strategien GmbH ist ein national und international tätiges Beratungsunternehmen mit den Schwerpunkten Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Imagebildung und Training. Wir erarbeiten für unsere Mandanten zielführende Ideen und entwickeln gemeinsam tragfähige Strategien für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Wir sorgen u.a. die Eventbetreuung des Brandschutz-Forum-München und organisieren die Anfragen, Teilnehmeranmeldungen und Reservierungen.

Kontakt:
SIEGESTOR Ideen & Strategien
Thomas J. Wiendl
Weiglstrasse 14
80636 München
Tel 089 127 007 38
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Politik Recht Gesellschaft

Haftung und Verantwortlichkeit des Compliance-Beauftragten

Im Gegensatz zum normalen Arbeitnehmer ist ein Compliance-Beauftragter dafür verantwortlich, Rechtsverstöße und besonders Straftaten durch Unternehmensangehörige zu verhindern. Auch die Grundsätze zur internen Haftungsprivilegierung für Arbeitnehmer gelten für ihn nur eingeschränkt.
Haftung und Verantwortlichkeit des Compliance-Beauftragten
Barba & Partner Rechtsanwälte, München

Da sich alle Unternehmen an geltendes Recht ihres Landes halten müssen, haben viele Unternehmen begonnen, sich eine Compliance-Organisation aufzubauen. Hiermit soll sichergestellt werden, dass das Unternehmen sich gesetzeskonform verhält und Haftungsrisiken vermindert werden.

Viele Unternehmen haben hierzu einen Compliance-Beauftragten im Unternehmen installiert, der zunächst die Compliance-Organisation aufbauen wird. Danach ist er dafür zuständig, dass diese Organisation eingehalten und weiterentwickelt wird. Durch seine Aufgabe, Rechtsverstöße durch das Unternehmen bzw. dessen Mitarbeiter zu verhindern, wird ihm die schwerwiegende Verantwortung übertragen, aktiv Straftaten und andere rechtliche Verstöße abzuwenden. Sofern ihm dies nicht gelingt, kann es ihm passieren, dass er selbst und nicht das Unternehmen bzw. dessen Unternehmensleitung in die strafrechtliche Verantwortung genommen wird. Auch die interne Haftungsfreistellung durch das Unternehmen wird ihm nicht in dem Ausmaß zu Teil wie es bei gewöhnlichen Arbeitnehmern der Fall ist, da er ja gerade damit beauftragt ist, Haftungsrisiken zu minimieren.

Aus diesem Grund ist es wichtig, die dem Compliance-Beauftragten übertragenen Aufgaben und Verantwortungsbereiche klar zu definieren und abzugrenzen. Der Compliance-Beauftragte selbst ist im eigenen Interesse gehalten, die Compliance-Organisation und deren Durchführung genau zu dokumentieren und zu überwachen, die Mitarbeiter entsprechend zu schulen und zu informieren sowie rechtliche Verstöße umgehend an die Geschäftsleitung zu melden. Problematisch kann es jedoch werden, wenn der Compliance-Beauftragte die Vermutung oder sogar Indizien für Rechtsverstöße durch das Leitungsorgan des Unternehmens hat. Selbst bei diesen ist es seine Pflicht, diesen nachzugehen und je nach Sachlage weitere Geschäftsleitungsmitglieder oder das Aufsichtsorgan etc. zu informieren. Eine Verpflichtung zur Meldung an externe Behörden besteht jedoch nicht.
Barba & Partner Rechtsanwälte berät im Wirtschaftsrecht, Compliance und Deutsch-Italienischen Rechtsverkehr.

Barba & Partner Rechtsanwälte
Salvatore Barba
Landshuter Allee 8-10
80637 München
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