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Asahi Kasei Corporation erwirbt Sage Automotive Interiors, Inc.

– Strategische Expansion in der Automobilindustrie –

Asahi Kasei Corporation (Tokyo) hat heute den Erwerb von Sage Automotive Interiors, Inc. (HQ South Carolina; CEO Dirk Pieper; nachfolgend „Sage“), einem US-amerikanischen Hersteller von automobilen Innenraummaterialien, für ca. 700 Millionen USD (ca. 79,1 Milliarden JPY*1) in bar verkündet. Die Vereinbarung wurde mit der Muttergesellschaft von Sage, Clearlake Sage Holdings, LLC (HQ Delaware), getroffen.
*1 1 USD = 113 JPY (am 18. Juli)

Im Rahmen des mittelfristigen Geschäftsplans „Cs for Tomorrow 2018“ legt Asahi Kasei in der Business Unit „Materials“ den Schwerpunkt auf die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in der Automobilindustrie. Daher beschleunigt das Unternehmen den Ausbau seiner Beziehungen zu Automobil- und Komponentenherstellern und die Verstärkung der globalen Präsenz.

Die durch „CASE“ (Connected, Autonomous, Shared, Electric) symbolisierten einschneidenden Veränderungen in der Automobilindustrie bieten Asahi Kasei große Möglichkeiten zum Wachstum in der Automobilindustrie. Zusammen mit diesen Trends wächst auch das Bedürfnis nach einer komfortablen und innovativen Fahrzeuginnenraumausstattung. Es wird daher ein mittel- bis langfristiges Wachstum im Markt für Innenraummaterialien erwartet.

Asahi Kasei beliefert Sage mit dem Kunstleder „LamousTM“ (Markenname in Europa: DINAMICATM), und beide Parteien unterhalten bereits langfristige Geschäftsbeziehungen. Sage ist ein führendes Unternehmen in der Entwicklung und Produktion von Textilprodukten für Fahrzeuginnenraummaterialien sowie globaler Marktführer bei Textilien für Sitzbezüge (Autositzbezugstoffe aus Textilien, Natur- und Kunstleder nicht enthalten). Durch seine umfassenden Lösungen und Designmöglichkeiten sowie einer fortschrittlichen Verarbeitungstechnik für Innenraummaterialien hat Sage ein gutes Netzwerk zu Automobil- und Komponentenherstellern. Asahi Kasei wird Sage in die Asahi Kasei Gruppe eingliedern, um die Expansion der Gruppe in der Automobilindustrie zu beschleunigen. Beide Parteien haben im Oktober 2017 mit den Verhandlungen begonnen.

Mit dem Erwerb verstärkt Asahi Kasei seine Position in der wachsenden Industrie für Fahrzeuginnenraummaterialien und erlangt gleichzeitig einen verbesserten Zugang zu den Automobilherstellern und deren Zulieferern, um Trends und Bedürfnisse in der Automobilindustrie schnell und präzise zu ermitteln. Das Unternehmen zielt mit dem Erwerb weiter darauf ab, OEMs und Tiers ein umfassendes Angebot für Fahrzeuginnenraummaterialien zu präsentieren. Die Stärken von Sage in den Bereichen Design und Marketing werden dabei mit Asahi Kaseis Produkten aus den Bereichen Fasern, Kunststoffe und Sensoren kombiniert. Des Weiteren werden Sages globale Produktions- und Vertriebsstandorte zur weltweiten Expansion von Asahi Kasei beitragen.

Der voraussichtliche Transaktionsbetrag ist ca. 700 Millionen USD, welcher sich zum Zeitpunkt des Abschlusses abhängig von der Fluktuation des Barguthabens sowie Verschuldung, Arbeitskapital, usw. ändern kann. Der Kaufpreis einschließlich Nettoschulden beträgt 1,06 Milliarden USD. Die Akquisition steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung der zuständigen Behörden.

Überblick über Sage

(1)Name: Sage Automotive Interiors, Inc.
(2)Standort: Greenville, South Carolina, USA
(3)CEO: Dirk R. Pieper
(4)Operatives Geschäft: Forschung, Herstellung und Vertrieb von verschiedenen Textilprodukten für automobile Innenraummaterialien
(5)Kapital: 82,5 Millionen USD (konsolidiert zum 31. Dezember 2017)
(6)Gründung: Abspaltung vom amerikanischen Textil- und Chemikalienhersteller Milliken & Company im Jahr 2009
(7)Produktionsstandorte: USA, Italien, Polen, Rumänien, Brasilien, China
(8)Mitarbeiterzahl: ca. 2.200 (konsolidiert zum 31. März 2018)
(9)Hauptgesellschafter und Anteil: % Clearlake Sage Holdings, LLC 100,0%
(10)Konsolidiertes Gesamtvermögen: und Umsatz der letzten drei Jahre

Finanzjahr Dezember 2015
Gesamtvermögen (Millionen USD) 426,8
Umsatz (Millionen USD) 359,3

Finanzjahr Dezember 2016
Gesamtvermögen (Millionen USD) 474,0
Umsatz (Millionen USD) 415,6

Finanzjahr Dezember 2017
Gesamtvermögen (Millionen USD) 504,7
Umsatz (Millionen USD) 474,9

Zukunftsaussichten
Nach Abschluss der Transaktion wird Sage zu einer konsolidierten Tochtergesellschaft von Asahi Kasei. Asahi Kasei wird den Einfluss des Erwerbs auf die Geschäftsergebnisse, wie erforderlich, nach Abschluss der Transaktion veröffentlichen.

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Die Asahi Kasei Corporation ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern mit den drei Geschäftsbereichen Material, Homes und Health Care.
Mit mehr als 30.000 Beschäftigten in aller Welt betreut die Asahi Kasei Gruppe Kunden in mehr als 100 Ländern. Mit „Creating for Tomorrow“ verweist die Asahi Kasei Gruppe auf die gemeinsame Mission all ihrer Unternehmen, mit nachhaltigen Produkten und Technologien Menschen in aller Welt zu einem besseren Leben und Wohnen zu verhelfen.

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Neue Provisionssysteme in Autohäusern gefordert

Horváth-Studie identifiziert Veränderungsbedarf und Anforderungen an das Provisionssystem der Zukunft

Die Mehrheit der Geschäftsführer und Verkaufsleiter in Autohäusern spricht sich für eine Anpassung oder Weiterentwicklung ihrer Provisionsmodelle aus, so das Ergebnis einer aktuellen Expertenbefragung der Managementberatung Horváth & Partners. Nur ein Drittel der befragten Entscheider bewertet ihr Provisionsmodell als transparent genug. Weiterer Anpassungsbedarf besteht bei der Steuerung zur Zielerreichung und der Vereinfachung der Provisionssysteme. Durch die fortschreitenden Digitalisierung des Autohandels und die zunehmende Elektrifizierung von Fahrzeugen ändert sich auch die Rolle des klassischen Autoverkäufers hin zum Mobilitätsberater.

Die Befragung zeigt, dass die Bruttoertragsprovision nach wie vor die vorherrschende Grundlage der Leistungsprovision als wichtigster Einkommensbaustein darstellt. Andere Elemente sind ein Fixum in Höhe von 10 bis 25 Prozent der Gesamtvergütung sowie weitere Bonusbestandteile für Zusatzleistungen. „Im deutschen Automobilhandel gibt es kein Standard-Provisionsmodell. Selbst innerhalb einzelner Automobilmarken hat nahezu jedes Autohaus eine eigene, über Jahre entwickelte Vergütungsstruktur“, sagt Dr. Thomas Becker, Studienleiter und Automobilexperte bei Horváth & Partners. „Trotz der Unterschiede haben die meisten Autohäuser eines gemeinsam: Sie verhalten sich abwartend gegenüber neuen Entwicklungen wie Digitalisierung oder innovativen Mobilitätskonzepten und verharren in alten Strukturen“. Der Handlungsbedarf spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Befragung wider. Drei von vier Befragten geben an, dass sie die Notwendigkeit erkannt haben, ihre Provisionssysteme weiterzuentwickeln.

Bedarf für faire Entlohnung unterschiedlicher Funktionen im Autohaus

Nur drei von zehn der befragten Entscheider sind der Meinung, dass ihr Provisionssystem transparent ist und Leistungen vergleichbar macht. Entsprechend nennen sieben von zehn Befragten diese Aspekte als notwendige Anforderungen an ein neues Provisionssystem. Die Mehrheit nennt die Differenzierung der verschiedenen Verkaufs- und Beraterfunktionen als weitere zukünftige Anforderung. „Die Produkte und Services werden erklärungsbedürftiger, und die sogenannte Customer Experience verlagert sich zunehmend auf Onlinekanäle. Daher müssen Anreizsysteme den unterschiedlichen Rollen und Kompetenzanforderungen durch beeinflussbare quantitative, aber auch qualitative Einkommensbestandteile gerecht werden. Damit wird die Transparenz und Vergleichbarkeit der verkäuferischen Leistung hergestellt“, sagt Becker.

Gestaltungsansätze für das zukünftige Provisionssystem

Neben der Differenzierung der Leistungsanreize nach funktionalen Rollen nennen die befragten Geschäftsführer und Verkaufsleiter die individuelle Bonifizierung mit qualitativen sowie quantitativen Faktoren als einen Ansatz für das Provisionssystem der Zukunft. Zudem erachten sie eine baureihenbezogene Nachlass-Staffelung für den Neuwagenverkauf als sinnvoll. Auch der Faktor der Kundenorientierung sollte bei der Bonifizierung berücksichtigt werden. Als weitere Aspekte nennen die befragten Entscheider eine vom Nettoumsatz abhängige Provision bei Gebrauchtwagen und die cross-funktionale Verknüpfung der unterschiedlichen Bonifizierungsbestandteile für unterschiedliche Funktionen.

Die wesentlichen Ergebnisse sind in einer Infografik veranschaulicht, die hier heruntergeladen werden kann: https://hrvth.com/2tONUzB

Über die Studie

Für die Studie „Anforderungen an das Provisionssystem der Zukunft im Automobilhandel“ wurden mehr als 30 Geschäftsführer und Verkaufsleiter von Autohäusern deutscher Automobilmarken in persönlichen Interviews befragt. Die Teilnehmer der Studie stammen aus Ein- oder Mehrmarken-Betrieben. Als Auswahlkriterien der Unternehmen wurden sowohl Umsatzgröße als auch die Regionalität berücksichtigt.

Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 800 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Ungarn, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beraterallianz „Cordence Worldwide“ unterstützt die Fähigkeit, Beratungsprojekte in wichtigen Wirtschaftsregionen mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten durchzuführen.

Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die Geschäfts- und Funktionsbereiche Strategie, Innovation, Organisation, Vertrieb, Operations, Controlling, Finanzen und IT. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Die „Boxenstoppfertigung“ als wichtiger Teil der Lösung

Ingenics entwickelt die Zukunft des Karosseriebaus: maximal flexibel und unabhängig

Die "Boxenstoppfertigung" als wichtiger Teil der Lösung

Visualisierung der Ingenics Boxenstoppfertigung (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Als entscheidende Hemmnisse für die Flexibilisierung, Wandlungs- und Integrationsfähigkeit von Karosseriebauanlagen gelten die Aufbaulinien und die Logistik der Anlieferung von Bauteilen. Ingenics ist es nun gelungen, das Szenario eines zukunftsorientierten Karosseriebaus, der allen absehbaren Anforderungen gerecht wird, in einem Layout zu beschreiben. Dafür wurden Restriktionen und Hemmnisse analysiert, Alternativlösungen ermittelt und zu einem schlüssigen Gesamtbild entwickelt. Diese „Boxenstoppfertigung“ ermöglicht die Unabhängigkeit der Karosseriefertigung von spezifischen Produktanforderungen bei maximaler Flexibilität.

Unter dem Druck neuer Rahmenbedingungen, gesetzlicher Vorgaben und des in Bewegung geratenen Konsumentenverhaltens ändert sich die Automobilindustrie rapide. E-Mobilität, Autonomes Fahren, kundenindividuelle Fahrzeuge, kürzer werdende Lebenszyklen bei weitgehend stabilen Preisen – Materialien, Prozesse und Kosten stehen im Zeitalter der Digitalisierung kontinuierlich auf dem Prüfstand. Da kann es nicht verwundern, dass auch die Fähigkeiten bezüglich des Karosseriebaus eine zunehmend große Rolle spielen.

Das Bild aktueller Karosseriebauanlagen wird durch vollautomatisierte, taktgebundene Routineabläufe bestimmt, die mit hoher Wiederholgenauigkeit Bauteilpositionierungen, Geometriebildung und Fügetechnologien beherrschen. Der herstellerübergreifende Konsens wurde für eine effiziente, qualitativ hochwertige und operativ beherrschbare Produktion entwickelt und weltweit etabliert – eine Quasi-Standardisierung, die der gesamten Supply Chain zugutekommt, da sich sämtliche Zulieferer auf gut planbare Anforderungen verlassen und entsprechend kalkulieren können. Allerdings hat dieser Konsens Einschränkungen zur Folge. „Einmal konzeptionell auf bestimmte Produktanforderungen ausgelegt, zeigen sich die Fertigungsanlagen unflexibel gegenüber produkt- oder prozessbedingten Änderungen bzw. Anpassungsbedarfen“, erklärt Martin Cüppers, Director Center of Competence bei Ingenics. „Deshalb können Karosseriebauanlagen häufig nur für einen Modellzyklus verwendet werden.“ Produktseitige Merkmale von Nachfolgerbaureihen, seien kaum wirtschaftlich integrierbar; doch durch die zunehmende Zahl von Karosserievarianten und die Elektromobilität sei ein neuer Bedarf an Produktionsflexibilität entstanden. „Gerade die Einführung der E-Mobilität auf dem hohen qualitativen und quantitativen Standard existierender Technologien ist noch eine Gleichung mit mehreren Unbekannten“, so Martin Cüppers. „Die Frage, ob heutige Fertigungssysteme auf diese Änderungen vorbereitet seien, muss im Interesse der Zukunftsfähigkeit der Automobilindustrie gestellt werden. Die entschiedene Antwort lautet: Nein, sie sind es nicht, denn es fehlt ihnen an mehreren Ausprägungen von Flexibilität – von der Produkt- und Nachfolgeflexibilität bis hin zur Wandlungs-, Integrations- und Anpassungsfähigkeit.“

Die Kombination mehrerer Innovationen ermöglicht die Boxenstoppfertigung

Unter Berücksichtigung sämtlicher Anforderungen hat Ingenics das Szenario eines zukünftigen Karosseriebaus in einem Layout beschrieben, das allen absehbaren Anforderungen gerecht zu werden verspricht. Um Flexibilität, Wandlungs- und Integrationsfähigkeit als Erfolgsfaktoren für die Fabrik der Zukunft zu berücksichtigen, wurden alle bekannten Hemmnisse analysiert, Alternativlösungen ermittelt und zu einem schlüssigen Gesamtbild entwickelt. Insbesondere Restriktionen in den Bereichen Intralogistik, Werkzeugwechsel und Aufbaulinien, die einer Flexibilisierung geradezu konzeptionell entgegenstehen, wurden detailliert untersucht.

Das Konzept der Boxenstoppfertigung geht konsequent neue Wege, ohne elementare Erfolgsfaktoren wie Durchlaufzeit, Wirtschaftlichkeit oder Qualität zu vernachlässigen. Ihr Prinzip beruht auf der Kombination von:
-der Abkehr von linearen Rollenbahnsystemen hin zu vollflexiblen fahrerlosem Transportsystemen
-der Beschreibung von standardisierten und modularen Fertigungszellen
-einer intelligenten, flächenoptimalen Anordnung und Ansteuerung der Modulzellen
-der Abkehr von taktzeitgebundenen, dezentral programmierten Programmabläufen zugunsten cloudbasierter Fügedatenbanken und einer selektiven Zuweisung von Informationen
-der mehrfachen Durchströmung der Modulzellengruppen zur Erhöhung des Nutzungsgrads
-der schrittweisen und vernetzten Erweiterungsmöglichkeiten.

Die zentrale Boxenstoppfertigung als Gesamtheit von Fertigungsmodulen kann jederzeit auch in Bestandsgebäuden realisiert werden, die vorher nicht für Karosseriebauanlagen ausgelegt waren. Und sie geht noch einen Schritt weiter, indem sie die Potenziale innovativer Industrie 4.0-Ansätze wie Predictive Maintenance, Vernetzung von Bauteil- und Produktionsinformationen zwischen Logistik und Produktion in Echtzeit, cloudbasierte Stammdatenhaltung, zentrale Anlagensteuerung durch künstliche Intelligenz und Big-Data-Anwendungen zu einem stimmigen Gesamtkonzept integriert. „In einer für die Zukunft der Automobilindustrie entscheidenden Phase streben die Hersteller an, die gesamte Wertschöpfungskette – Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service – selbstständig digital zu überblicken und den maximalen Nutzen aus dieser Transparenz zu ziehen“, sagt Martin Cüppers. „Während die etablierten Geschäftsmodelle überfordert sind, leistet die Boxenstoppfertigung einen wesentlichen Beitrag, um bisherigen wie zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.“

Über Ingenics
Ingenics ist eine internationale Beratung für Produktion, Logistik, Organisation und Digitalisierung mit weltweiten Standorten und mehr als 35 Jahren Erfahrung am Markt. Der Fokus liegt auf den Feldern Managementberatung, Fabrikplanung, Logistikplanung und Effizienzsteigerung.
Als eines der ersten Consultingunternehmen hat sich Ingenics eine dezidierte Industrie 4.0-Expertise erarbeitet und in Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen zukunftsweisende Lösungen für Industrie 4.0-Anwendungen in der Wirtschaft entwickelt.

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Vayyar Imaging bietet weltweit fortschrittlichsten Chip für 3D-Imaging

Neuer Hochleistungschip von Vayyar bietet eine hochauflösende, mobile und kostengünstige Lösung für die 3D-Imaging-Technologie.

TEL AVIV, Israel – 3. Mai 2018 – Vayyar Imaging, der weltweit führende Anbieter von 3D-Imaging-Technologie, bietet künftig das weltweit fortschrittlichste „System on a Chip“ (SOC) für die mmWave 3D-Imaging-Technologie an. Dieser Chip integriert eine bislang noch nie dagewesene Anzahl von Transceivern und einen hoch leistungsfähigen digitalen Signalprozessor (DSP), der präzise und konturgenaue Ergebnisse liefert.

Der neue Vayyar-Sensor deckt Bildgebungs- und Radar-Frequenzbereiche von 3GHz-81GHz mit 72 Sendern und 72 Empfängern in einem Chip ab. Erweitert durch einen integrierten, leistungsstarken DSP mit großem internen Speicher benötigt er keine externe CPU, um komplexe Bildgebungsalgorithmen auszuführen.

Der neue Sensor von Vayyar überwindet die heutigen Einschränkungen bisheriger Technologie und unterstützt eine hohe Bandbreite, die eine beispiellose Genauigkeit und hochauflösende Ergebnisse ermöglicht. Er unterscheidet zwischen Objekten und Personen, ermittelt den Standort bei der Kartierung großer Flächen und erzeugt ein 3D-Bild der Umgebung. In Echtzeit erkennt und klassifiziert der Sensor gleichzeitig eine Vielzahl von Messzielen.

Durch den Einsatz von Breitband-Funkwellen kann der Sensor verschiedene Materialien durchdringen und arbeitet bei jeder Witterung und Lichtverhältnissen. Damit eignet er sich für unterschiedlichste Einsätze im Automobil- und Industriebereich.

Raviv Melamed, Mitbegründer, CEO und Chairman von Vayyar, sagte: „Radiowellen-Bildgebung ist eine leistungsfähige Technologie, die jahrzehntelang wenig beachtet wurde. Vayyars neuer Sensor nutzt endlich dieses enorme Potenzial.“

Die erste Generation der leistungsstarken Sensoren von Vayyar ist bereits in einer Vielzahl von Branchen und bei mehreren Fortune-500-Unternehmen weltweit im Einsatz, unter anderem bei Softbank in Japan.

„Zusammen mit dem Chip bieten wir unseren Kunden eine komplette Software-Suite und fortschrittliche Algorithmen an. So können sie Produkte, die auf unserer Technologie basieren, schneller entwickeln und erhalten einen beschleunigten Marktzugang für eine breite Palette von Produkten. Diese können dabei helfen, sich besser um älteren Menschen zu kümmern, Krebs in einem frühen Stadium zu erkennen, Häuser sicherer zu machen, ohne die Privatsphäre zu gefährden, und die Verkehrssicherheit von Autos bei jedem Wetter zu erhöhen,“ so Melamed.

Die Technologie befindet sich bereits in einer Vielzahl von Branchen im Einsatz. Zum Beispiel:

Baugewerbe
Seniorenbetreuung
Brustkrebsvorsorge
Automobilindustrie
Smart-Home
Einzelhandel
Robotik

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Selbstfahrende Autos: Nutzer wollen rollende Schlafwagen und Büros

Deutsche zeigen im Vergleich der Top-Automärkte geringstes Interesse an fahrerloser Mobilität, würden aber hinter China am meisten dafür ausgeben

Selbstlenkende Autos stehen vor dem Durchbruch: Millionen von Testkilometern wurden bereits absolviert und das öffentliche Interesse steigt zunehmend. In einer Befragung von 2.500 Autofahrenden in fünf wichtigen Märkten gaben 30 Prozent der Befragten an, sie wären bereit, mehr als 1.500 Euro Aufpreis für ein selbststeuerndes Fahrzeug zu zahlen. Knapp 50 Prozent war die Technik immerhin mindestens 500 Euro wert. Dies ist das Ergebnis der Studie „Enabling the Value of Time“ der Managementberatung Horváth & Partners in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.

Fast die Hälfte der befragten Autofahrenden freut sich auf ein völlig neues Fahrgefühl: Wird der Fahrersitz frei, kann der Innenraum zum Schlafwagen, rollenden Büro oder Multimedia-Center umgestaltet werden. In Deutschland, dem viertgrößten Neuwagen-Absatzmarkt der Welt, ist die Begeisterung mit knapp 38 Prozent zwar geringer als in China, Japan oder Frankreich. Dafür ist die Zahlungsbereitschaft der Interessenten hierzulande besonders hoch. 34 Prozent der deutschen Autofahrenden würden mehr als 1.500 Euro für die automatisierte Fahrfunktion ausgeben. „Deutsche Autonutzer schätzen technische Innovationen und Assistenten traditionell besonders“, sagt Dr. Thomas Becker, Studienleiter bei Horváth & Partners.

Chinesen begeistern sich am meisten für Roboautos

Im Rahmen der Studie wurde das Interesse für spezielle Fahrzeugkonzeptionen und Sonderausstattungen für die Themenfelder Schlafen & Entspannen, Arbeiten & produktiv sein, Essen & Trinken, Unterhaltung sowie Schönheit, Wohlfühlen & Wellness abgefragt. „Auf den ersten Blick überraschen die Ergebnisse des internationalen Vergleichs“, sagt Dr. Florian Herrmann, Studienleiter vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. „Chinesen weisen bei allen Themen die höchsten Interessenwerte und die höchste Zahlungsbereitschaft auf. In Japan ist das Interesse zwar am zweithöchsten, jedoch zeigen die Japaner die geringste Zahlungsbereitschaft.“ Mit der Technikbegeisterung im jeweiligen Land hängen diese Ergebnisse also nicht zusammen, wie die Untersuchung belegt. Die Erklärung liefert die Analyse der Nutzungsintensität: In Japan verbringen die Autofahrenden lediglich 44 Minuten pro Tag hinter dem Steuer, der Durchschnitt liegt bei 70 Minuten.

Auf Privatfahrten entspannen, auf Geschäftsreise und Arbeitswegen produktiv sein

Welche Sonderausstattung das höchste Interesse bei Käufern erregt, hängt vor allem vom Nutzungszweck ab. Bei Freizeitfahrten von mehr als einer Stunde Dauer oder auf Urlaubsreisen werden Schlaf- und Entspannungsmöglichkeiten am meisten geschätzt. Auf beruflich bedingten Fahrten, egal ob Geschäftsreisen oder Pendeln zum Arbeitsort, stehen produktivitätsorientierte Ausstattungen höher im Kurs – von der Arbeitsoberfläche über den Computerarbeitsplatz bis hin zum hochwertigen Sprachassistenten mit Diktierfunktion.

Ein weiterer relevanter Faktor ist die Anzahl der reisenden Personen. So liegt das größte Interesse von Alleinreisenden mit 62 Prozent bei Schlaf- und Entspannungsmöglichkeiten. Bei zwei und mehr Passagieren an Bord steht hingegen die Unterhaltung mit 65 Prozent der Befragten an erster Stelle.

Familien besonders offen für Sharing-Angebote

Befragte mit Familie zeigen durchweg und in allen Umfrageländern überdurchschnittliches Interesse an Sondernutzungsmöglichkeiten, um die durch den Autopiloten neu gewonnene Freizeit sinnvoll oder angenehm zu verbringen. Familien verfügen gemäß der Befragung über eine größere Finanzkraft und sind daher eher bereit, in attraktive Sonderausstattungen zu investieren. Familien sind auch im Vergleich zu Single- und Paarhaushalten eher bereit, auf das eigene Auto zu verzichten und Sharing-Angebote zu nutzen, als andere Studienteilnehmende.

Die wesentlichen Ergebnisse sind in einer Infografik veranschaulicht, die unter https://hrvth.com/2rahY7t heruntergeladen werden kann.

Über die Studie:
Die Studie „Enabling the Value of Time – Implikationen für die Innenraumgestaltung autonomer Fahrzeuge“ wurde von Horváth & Partners und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO durchgeführt. Die diesjährige Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Online-Befragung von insgesamt 2.500 Autonutzenden in China, USA, Japan, Deutschland und Frankreich. Je Land wurden 500 Personen befragt. Die Ergebnisse können kostenfrei bestellt werden unter: https://hrvth.com/2rahY7t

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Über Fraunhofer IAO
Wie arbeiten und leben Menschen in Zukunft? Zu dieser und ähnlichen Fragen forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und bringen ihre Erkenntnisse ergebnisorientiert in die Anwendung. Die Expertinnen und Experten am Fraunhofer IAO gestalten das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation ganzheitlich und kundenindividuell. Die Bandbreite der Forschungsarbeiten reicht hierbei von der Konzeption, Entwicklung sowie Pilotierung innovativer Ansätze inklusive Geschäftsmodelle für nachhaltige, lebenswerte und wandlungsfähige Städte, Mobilität, Logistik und Sicherheit von morgen.

Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 800 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Ungarn, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beraterallianz „Cordence Worldwide“ unterstützt die Fähigkeit, Beratungsprojekte in wichtigen Wirtschaftsregionen mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten durchzuführen.

Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die Geschäfts- und Funktionsbereiche Strategie, Innovation, Organisation, Vertrieb, Operations, Controlling, Finanzen und IT. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.

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Auto Verkehr Logistik

Murray Gilder zum neuen Vice President Automotive and Industrial Solutions EMEA bei CHEP ernannt

Köln, 7. März 2018 – CHEP, eines der führenden Unternehmen für Supply Chain-Lösungen, hat Murray Gilder zum neuen Vice President für die Automotive and Industrial Solutions Sparte des Unternehmens in Europa, dem Nahen Osten und Afrika ernannt.

Murray Gilder trägt damit die Verantwortung für die finanzielle und wirtschaftliche Entwicklung von CHEPs Automotive and Industrial Solutions Sparte in der EMEA-Region. In seiner neuen Rolle wird Murray Gilder CHEPs Position als Anbieter von innovativen Lösungen für die gesamte Supply Chain, von interkontinentalen Lösungen bis hin zur Wertschöpfungsanalyse, weiter ausbauen. Darüber hinaus wird er die Digitalisierung der Supply Chain vorantreiben, insbesondere im Bereich Logistik für Elektro- und Hybridfahrzeuge.

Vor seinem Eintritt bei CHEP war Murray Gilder in führender Position bei Exova Limited tätig, einem hoch angesehenen Unternehmen für Materialprüfung, das auf eine umfassende Reihe von Material- und Produktqualifikationsprüfungen, Beratungsdiensten und Zertifizierungsleistungen für unterschiedlichste Branchen und Produkte spezialisiert ist. Dazu gehören unter anderem die internationale Luftfahrtindustrie, Öl- und Gasindustrie, Infrastruktur- und Umweltindustrie, Transport- und Industrieunternehmen sowie Brandschutz- und Bauprodukte.

In seiner vorherigen Rolle als Director of Oil, Gas & Industrials trug er die Verantwortung für Großbritannien, Italien und die Niederlande. Zuvor hatte Murray Gilder unter anderem die Leitung des Vertriebsteams und des europäischen Finanzteams bei Exova innegehabt. Während seiner Zeit bei Exova Limited hat Murray ein beeindruckendes Portfolio aufgebaut. Er hat das Unternehmen erfolgreich vom reinen Öl- und Gas-Geschäft auf weitere verschiedene Bereiche ausgebaut und durch diese Diversifizierung die Abhängigkeit des Unternehmens von Öl und Gas um 30 % reduziert. Während der Ölpreiskrise hat er das Unternehmen so umstrukturiert, dass es auf einem stark umkämpften Markt, der kostengünstigere Lösungen verlangte, konkurrenzfähig bleiben konnte.

Zum Thema Supply Chain in der Automobilindustrie sagte Murray Gilder, der an der Universität von Edinburgh Rechnungswesen und Business studiert und mit Auszeichnung abgeschlossen hat, dass es hier definitiv eine Verlagerung gibt: „Die immer höher werdenden Anforderungen des Marktes setzen voraus, dass wir mehr als nur ein reiner Verpackungsanbieter sind. Wir fungieren als verlässlicher Partner, der effektive Komplettlösungen liefert, die in der gesamten Supply Chain angewendet werden können. Ein weiterer wichtiger Trend ist die Einbettung digitaler Technologien – sie werden zu wesentlichen Unterscheidungsmerkmalen, insbesondere, wenn Elektro- und Hybridfahrzeuge zur Norm werden. Diese Trends werden die Branche aufrütteln und ich bin überzeugt, dass CHEP einzigartig positioniert ist, eine führende Rolle bei dieser Entwicklung zu spielen. Ich freue mich sehr, Teil eines so innovativen und wirklich nachhaltigen Unternehmens zu sein.“

CHEP ist ein globaler Anbieter von Supply-Chain-Lösungen für Konsumgüter, frische Lebensmittel, Getränke sowie den Fertigungs- und Einzelhandelssektor in über 60 Ländern. CHEP bietet eine breite Palette von Logistik- und Betriebsplattformen sowie Support-Services, die konzipiert wurden, um die Leistung zu erhöhen und Risiken zu verringern, während die ökologische Nachhaltigkeit gleichzeitig verbessert wird. Die über 12.500 Mitarbeiter von CHEP und rund 300 Millionen mehrwegfähige Paletten und Behälter bieten flächendeckende Abdeckung sowie außergewöhnlichen Wert und unterstützen mehr als 500.000 Kundenkontaktpunkte für globale Marken wie Procter & Gamble, Sysco, Kellogg“s und Nestle. CHEP ist Teil der Brambles Group, zu deren Portfolio IFCO, der führende Anbieter von Mehrwegtransportbehältern (RPCs) für globale Supply Chains von frischen Lebensmitteln, sowie Spezialbehälterlösungen für die Automobilindustrie gehören.

Weitere Informationen zu CHEP finden Sie unter www.chep.com

Informationen zur Brambles Group finden Sie unter www.brambles.com

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STÜKEN Nordamerika – 20 Jahre Kundenzufriedenheit „Made in the USA“

STÜKEN Nordamerika - 20 Jahre Kundenzufriedenheit "Made in the USA"

STÜKEN Nordamerika feiert 20-jähriges Jubiläum. Was in 1998 als Ableger des deutschen Tiefziehspezialisten begann, hat sich mittlerweile als Entwicklungspartner für Kunden aus aller Welt etabliert.

Die 1990er Jahre waren für STÜKEN ein Jahrzehnt voller innovativer Produktideen für anspruchsvolle Tiefziehtechnik – vor allem in der Automobilindustrie. Diese entwickelte neue Systeme wie elektronische Bremssysteme, Airbags oder Benzineinspritzverfahren, um das Autofahren sicherer und wirtschaftlicher zu machen. STÜKEN setzte durch seine tiefgezogenen Edelstahlgehäuse für Einspritzdüsen Maßstäbe in puncto Praktikabilität und Kostenersparnis. Neue Technologien wie Laserschweißen, Kameraüberwachung und Wirbelstromprüftechnik eröffneten STÜKEN weitere Marktanteile. Der Export stieg, besonders in die USA. Folgerichtig eröffnete das Familienunternehmen im Jahr 1998 ein Werk in South Carolina – der erste Auslandsstandort für den Mittelständler. „Man muss da hin, wo der Kundenbedarf ist. Ab einem bestimmten Volumen ist es sinnvoller, lokal liefern zu können.“ So Dr. Hubert Schmidt, Sprecher der Geschäftsführung von STÜKEN.

In den 20 Jahren seit der Eröffnung hat sich die Produktionsfläche von 3.000 qm auf 10.200 qm mehr als verdreifacht. Die dritte Produktionshalle wurde im Februar 2015 eingeweiht. Bei der technischen Ausstattung steht die amerikanische Tochter ihrer deutschen Mutter kaum nach. Tiefziehtechnologie auf dem neuesten Stand der Technik plus eine Reihe von Veredelungsprozessen erfüllen nahezu jeden Kundenwunsch. Und wenn der Kunde neue Produkte entwickelt, entwickelt STÜKEN mit und stellt sich entsprechend auf. Demzufolge ist auch das Team von 10 auf inzwischen rund 120 Mitarbeiter gewachsen. „Seit einigen Jahren betreibt STÜKEN Nordamerika ein Ausbildungsprogramm nach deutschem Vorbild im Bereich Werkzeugbau und Fertigung.“ berichtet Mark Foote, Vice President & General Manager. „Damit möchten wir Schüler aus den umliegenden High Schools ansprechen und so qualifizierten Nachwuchs gewinnen“.

Wichtigster Abnehmer ist nach wie vor die Automobilindustrie – allerdings nicht mehr nur in den USA. STÜKEN Nordamerika exportiert 45% seiner Produktion nach China, Japan, Brasilien, Mexiko, Hongkong und Europa. Die älteste STÜKEN-Tochter – zur Gruppe gehören noch Werke in China und Tschechien – geht inzwischen aber auch eigene Wege. So hat man dort bereits erfolgreiche Projekte im Bereich der Medizintechnik im Portfolio. Zu den Erfolgsgeschichten zählt ein hochwertiger Insulinstift aus eloxiertem Aluminium, der in zahlreichen Farben erhältlich ist. Die tiefgezogenen Hüllen und Kappen von STÜKEN ersetzten Drehteile aus Messing. Durch diese neue Lösung wurden Kosten gesenkt und neue Möglichkeiten eröffnet: Erst mit dem Aluminium und seiner Eignung zum Eloxieren wurden die vielen Farben machbar. Mark Foote: „Ein schönes Stück Entwicklungsarbeit in unserem Unternehmen, ein großer Vorteil für unseren Kunden.“

In diesem Stil plant STÜKEN Nordamerika weiteres Wachstum und erwartet für 2018 einen Umsatz von 21 Mio. Euro.

1931 gegründet, gilt STÜKEN heute als der weltweit führende Zulieferer für Präzisionstiefziehteile aus Metall. Außerdem gehören Stanz- und Spritzgießteile sowie anspruchsvolle Baugruppen zum Sortiment. Die Produkte finden sich in vielfältigen Anwendungen von Haushaltsgeräten bis hin zu Armaturen, in Computern, Mobilfunkgeräten und Kraftfahrzeugen. Statistisch gesehen enthält jedes weltweit verkaufte Auto rund 40 STÜKEN-Komponenten. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz im niedersächsischen Rinteln an der Weser und Tochterwerken in den USA, Tschechien und China beschäftigt rund 1.250 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2017 einen Umsatz von 187 Mio. Euro.

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Horváth-Studie: Automobilbranche fürchtet Abhängigkeit von Technologieunternehmen

Experten empfehlen den Herstellern Kooperationen, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln

Horváth-Studie: Automobilbranche fürchtet Abhängigkeit von Technologieunternehmen

Andreas Brauchle, Automobilexperte im Competence Center Automotive in München (Bildquelle: Horváth & Partners)

Automobilhersteller in Deutschland erkennen, dass sie für ihre Kunden künftig stärker digitale Serviceleistungen rund um das Thema Vernetztes Fahren entwickeln müssen. Bislang versäumen sie es aber, solche Datendienste anzubieten, während Technologieunternehmen und Start-ups gezielt darauf setzen und diesen Bereich ausbauen. So lauten die Ergebnisse der Studie „Neue Geschäftsmodelle der Automobilindustrie“ der Managementberatung Horváth & Partners. Um die digitale Entwicklung nicht zu verpassen, empfehlen die Berater Herstellern und ihren Zulieferern, Kooperationen mit Konkurrenten einzugehen, da sie auf deren Fachwissen angewiesen sind und nur so am Markt bestehen können.

Für Automobilhersteller (OEM) und ihre Zulieferer (OES) genügt es längst nicht mehr, nur technisch ausgereifte Fahrzeuge anzubieten. Die Kunden erwarten neben den entsprechenden Fahreigenschaften vor allem digitale Serviceleistungen rund um das Thema „Vernetztes Fahren“ wie Navigationshilfen, intelligente Parkhilfen und andere datenbasierte Assistenzsysteme.

Zwar erkennen die Automobilhersteller die Notwendigkeit digitale Services anzubieten. Dennoch stehen sie dem Thema misstrauisch gegenüber. Denn sie befürchten, von Wettbewerbern wie Technologieunternehmen und Start-ups abhängig zu werden. Mehr als die Hälfte der von Horváth & Partners befragten Experten bewertet diese Abhängigkeit als Risikofaktor.

Kooperationen schließen die Wissenslücke

Dennoch spricht viel für ein Vorgehen, bei dem Kooperationen mit neuen Marktteilnehmern im Vordergrund stehen. „Branchenfremde Konkurrenten treten in den Markt ein und drohen, die Kundenschnittstelle zu besetzen. Das führt dazu, dass sich die Machtverhältnisse verschieben und strategische Zulieferer an Bedeutung gewinnen. Dieser neuen Wettbewerbssituation müssen sich die Akteure stellen. Ohne Kooperationen riskieren Hersteller und Zulieferer nicht rechtzeitig auf Zukunftstechnologien aufzuspringen und neue Geschäftsmodelle mitentwickeln zu können“, sagt Andreas Brauchle, Partner im Kompetenzcenter Automotive bei Horváth & Partners.

Erfolgsrezept Kompetenzaufbau

Ein Ausweg für die Automobilunternehmen besteht darin, ihre bisherigen Konzepte zur Entwicklung von Geschäftsmodellen zu erneuern. Schließlich steht für alle Beteiligten am Ende das Ziel, Erlöse sicherzustellen. Das bedeutet für die Hersteller, die Erlebniswelt für den Kunden zu verbessern, indem Prozesse oder Dienstleistungen mit Hilfe digitaler Lösungen neu gestaltet werden. Bieten Unternehmen eine Reihe unterschiedlicher Serviceleistungen an, die das Image der Marke verkörpern, entwickelt sich Schritt für Schritt ein digitales „Ökosystem“ um die Marke herum.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, verlangt diese Entwicklung auch von Zulieferern, Entwicklungskompetenz aufzubauen, mit der sie vernetzte Systemlösungen erstellen. Die technologisch orientierten Kooperationspartner können ihre Erlöse für die Zukunft sichern, indem sie gezielt die für den Kunden vertraute Marke nutzen, um neue Mehrwertdienste anzubieten.
Bislang konzentrieren sich die Hersteller bei Serviceleistungen auf einige wenige Geschäftsfelder, so die Studienergebnisse. Zusatzapplikationen aus dem Infotainment, wie beispielsweise Apple CarPlay sowie digitale Marktplätze im Themenfeld Mobility Services wie UBER, decken derzeit mehr als die Hälfte aller untersuchten Geschäftsmodelle ab. Neue Serviceangebote aus diesem Bereich betreffen die Gebiete Connected Car und Autonomes Fahren.

Der Blick auf neue Themen kann sich lohnen

Statt nur auf diese populären Geschäftsfelder zu schauen, sollten auch neue Angebote aus den Gebieten Navigation, Information, Entertainment, Marketing & Advertising sowie Safety erwogen werden. Bislang ungenutzte Potenziale bestehen insbesondere nach dem Verkauf des Autos. Im Bereich Aftersales können die Automobilunternehmen Händlerplattformen aufbauen, um die Möglichkeiten von Smart Data etwa zur Analyse von Verbrauchs- oder Verschleißdaten der Fahrzeuge zu nutzen. Die Ergebnisse dieser Analysen können die Grundlage für Wartungs-, Reparatur- oder Kaufangebote sein. Dr. Daniel Guffarth, Leiter der Studie, sagt: „Neue Geschäftsmodelle verlangen nach neuen Lösungen. Zusammenarbeit flexibilisieren, Schwarmintelligenz nutzen und agiles Vorgehen etablieren ist die Maxime dieser Zeit.“

Um den Sprung in das digitale Zeitalter zu schaffen, erwarten die Befragten, dass Automobilunternehmen auch die interne Organisationsstruktur anpassen. Beispielsweise sollen die einzelnen Abteilungen vernetzter arbeiten und Zulieferer mit eingebunden sein. Dabei gelten für die befragten Experten aus Technologieunternehmen, Start-ups und Wissenschaft Veränderungen in den Denkmustern und der Unternehmenskultur zu den wichtigsten Faktoren für die Digitalisierung und den Aufbau digitaler Geschäftsmodelle in der Automobilindustrie.

Über die Studie:
Die digitale Transformation fordert die Automobilindustrie und verändert sie. Ziel der Studie war es, neue Geschäftsmodelle aufzuzeigen, die künftige Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen. Untersucht wurden 134 serviceorientierte Geschäftsmodelle aus dem Umfeld der Automobilindustrie. Interviews mit 16 Partnern aus den Bereichen OEM, OES, Tech, und Start-up ergänzen die Analyse. Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter http://hrvth.com/2ALiyeQ

Horváth & Partners ist eine international tätige, unabhängige Managementberatung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 800 hochqualifizierte Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Ungarn, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mitgliedschaft in der internationalen Beraterallianz „Cordence Worldwide“ unterstützt die Fähigkeit, Beratungsprojekte in wichtigen Wirtschaftsregionen mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenheiten durchzuführen.

Die Kernkompetenzen von Horváth & Partners sind Unternehmenssteuerung und Performanceoptimierung – für das Gesamtunternehmen wie für die Geschäfts- und Funktionsbereiche Strategie, Innovation, Organisation, Vertrieb, Operations, Controlling, Finanzen und IT. Horváth & Partners steht für Projektergebnisse, die nachhaltigen Nutzen schaffen. Deshalb begleitet Horváth & Partners seine Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis zur Verankerung in Prozessen und Systemen.

Kontakt
Horváth AG
Raphaela Reber
Phoenixbau, Königstraße 5
70173 Stuttgart
0711 66919-3305
presse@horvath-partners.com
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Computer IT Software

Komplexe Geschäftsdaten per Plattform-Dienst analysieren

Mit der neuen Plattform „Plexalytics“ bringt Pumacy seine Big Data-Industrieanwendungen in das Internet und ermöglicht komplexe Datenanalysen online.

Komplexe Geschäftsdaten per Plattform-Dienst analysieren

Die Applikation „Carwatch“ ermöglicht die Aufarbeitung von Schadensberichten zu Automobilen

Berlin, 27.10.2017 – So ärgerlich Schadensmeldungen für Unternehmen auch sind – in aufbereiteter Form sind sie die ideale Grundlage, um frühzeitig Korrekturmaßnahmen einzuleiten und künftige Schäden zu minimieren oder sogar ganz zu vermeiden. Zu den größten Herausforderungen gehört es dabei, die verschiedenartigen Datenquellen quasi in Realzeit zusammenzuführen, das umfangreiche Datenvolumen zu korrelieren und analysieren und für die zukünftige Produktentwicklung aufzubereiten.

Hierbei handelt es sich nur um einen von vielen möglichen Anwendungsfällen für Plexalytics, mit denen der Spezialist für „Big Data Analytics“ Pumacy Technologies AG seinem vornehmlich aus dem industriellen Umfeld kommenden Kunden die brandneue Web-Plattform nahebringt. Plexalytics ermöglicht es, strukturierte, semi-strukturierte und komplett unstrukturierte Daten zu aggregieren. Hierbei greift es auf einen leistungsfähigen Index zu, der permanent die jeweils interessierenden Daten durchsucht. In anschaulichen Mashups und Dashboards werden die Daten miteinander verknüpft und visualisiert. Zudem ermöglichen Alarmfunktionen und Reporte die automatisierte Datenbeobachtung.

Der Plattform-basierte Ansatz von Plexalytics gibt Unternehmen die Möglichkeit, Ergebnisse schnell und kostengünstig zu erhalten, die sonst nur mit umfangreichen Eigeninvestitionen, zumeist im sechsstelligen Bereich, umsetzbar sind. Denn mit Plexalytics kann Hardware zentral skaliert und verteilt genutzt werden. Konnektoren, beispielsweise zu öffentlichen Datenbanken, werden nur einmal gepflegt und über die vergleichsweise günstigen Mietgebühren der Plattform umgelegt.

Wie dies in der Praxis ablaufen kann, ist mit der Plexalytics-Applikation „Carwatch“ bereits heute erlebbar: Konnektoren sammeln in weltweit verfügbaren Datenbanken Beschwerde- und Rückrufinformationen zu Automobilen. Die Daten werden zusammengeführt und lassen sich in einer Tiefenanalyse regional, zeitlich, auf Fahrzeugtypen bezogen und sogar auf Komponentenebene herunterbrechen. Darüber hinaus können aus Social Media, Foren und Blogs Kundenmeinungen darübergelegt werden. Mittels einer übergreifenden Korrelation sind so tiefgehende Analysen möglich, die nicht nur Automobilhersteller, sondern vor allem auch System- und Teilelieferanten tiefgehende Einsichten ihrer Produkte im Markt geben.

Toralf Kahlert, Vorstand der Pumacy Technologies AG, sieht hinter dem Ansatz von Plexalytics eine große Chance mit beträchtlichem Marktpotential: „Wenn es für Unternehmen darum geht, Daten zu analysieren, werden bereits heute viele Daten über das Internet bezogen. Was liegt näher, als auch das Sammeln und Auswerten der Daten direkt im Netz zu organisieren anstatt eigene Infrastrukturen aufzubauen.“ Derzeit werden bei Pumacy weitere Applikationen auf Basis der Plexalytics-Plattform entwickelt. „Besonders im Umfeld des Internet der Dinge erwachsen neue Anforderungen hinsichtlich der Auswertung der dort kontinuierlich erfassten Daten. Im Umfeld „smarter Technologien“ so in der Gesundheitswirtschaft oder bei der Umsetzung der Energiewende stehen wir vor Aufgaben, für die etablierten Technologien nur bedingt geeignet sind. Hier werden wir uns früh mit geeigneten Analytics-Anwendungen positionieren.“

In den nächsten Monaten steht der Ausbau der Carwatch-Applikation an. Hierbei sollen weitere Kunden in die Plattform-Umgebung migrieren. Daneben werden zahlreiche Zusatzfunktionen freigeschaltet, beispielsweise prädiktive Weibull-Verteilungen, mit denen die vorausschauende Analyse von Schadensfällen möglich ist.

Pumacy Technologies AG
Die Pumacy Technologies AG ist 2000 als gemeinsames Spin-Off der Fraunhofer Gesellschaft und der TU Berlin entstanden und befindet sich vollständig in privater Hand. Von Anbeginn wurden die Kunden befähigt, deren Produkt- und Prozesswissen mittels Beratung, Daten- und Suchanwendungen optimal im Unternehmen einzusetzen. Pumacys Expertise in der Entwicklung und Anpassung von Software-Lösungen stützt sich auf ein interdisziplinares Team an verschiedenen Standorten. Das Unternehmen zählt internationale Hersteller aus der Luftfahrt-, Automobil- und Pharmaindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau zu seinen Kunden.
Plexalytics Website

Seit über 15 Jahren befähigen wir unsere Kunden, Produkt- und Prozesswissen sowie die Ideen und Erfahrungen ihrer Mitarbeiter optimal im Unternehmen einzusetzen. Hierzu haben wir in der Industrie während einer Vielzahl von Beratungs- und Softwareprojekten eine einzigartige Systematik entwickelt.

Kontakt
Pumacy Technologies AG
Stefanie Barfuß
Bartningallee 27
10557 Berlin
030 221612840
info@pumacy.de
https://www.pumacy.de/

Wirtschaft Handel Maschinenbau

„China – Chancen für sächsische Unternehmer“ /IHK Chemnitz ist neues Mitglied der Metal Eco City

"China - Chancen für sächsische Unternehmer" /IHK Chemnitz ist neues Mitglied der Metal Eco City

Michael Stopp ist Department Director Industry/Foreign Trade der IHK in Zwickau.

Berlin, 11. Oktober 2017 – Umwelttechnologie, Anlagenbau, Automobil-branche, Dienstleistungen – das Portfolio sächsischer Unternehmer ist umfas-send. Die Chemnitzer IHK mit ihren regionalen Gliederungen setzt für ihre Mit-gliedsunternehmen auf eine Kooperation mit der Zhongde Metal Group GmbH, ist neues Mitglied der Metal Eco City in Jieyang. Michael Stopp ist Department Director Industry/Foreign Trade der IHK in Zwickau. Im Interview erklärt er, warum der chinesische Markt für sächsische Unternehmer interessant ist.

Die IHK Chemnitz betreut 80.000 Unternehmen. Welche Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit China in der Wirtschaftsregion?
Stopp: Unsere Wirtschaftsregion ist geprägt durch den Automobilbau und den Maschinen-und Anlagenbau mit einer langen Tradition. China erlebte in den letzten zwei Jahrzenten ein einzigartiges Wirtschaftswunder mit durchschnittlichen zweistelligen Wachstumsraten. China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft und pflegt gute Beziehungen zur Europäischen Union und Deutschland und ist somit ein wichtiger Handelspartner. Auch für unsere Unternehmen ist China ein interessanter Markt geworden „deutsche“ sächsische Produkte sind gefragt .

China setzt in unterschiedlichen Branchen auf die Zusammenarbeit mit Deutschland – in welchen Branchen sehen Sie für die sächsischen Unternehmer die größten Chancen?
Stopp: Über 5500 Unternehmen sind in China tätig. Automobilindustrie mit ihren Zulieferern, Maschinen-und Anlagenbau, Werkzeugbau, Umwelttechnologien bis hin zur Dienstleistungswirtschaft sind die Branchen, wo es enorme Chancen gibt den chinesischen Markt zu bedienen. Eine weitere Möglichkeit bieten Kooperationen mit chinesischen Unternehmen, eine Vielzahl von gemeinsamen Projekten werden durchgeführt und es gibt zahlreiche Partnerschaften auf der politischen Ebene, Stichwort: Städtepartnerschaften.

Die Kooperation mit China wird in Deutschland auch kritisch gesehen. Die Angst vor dem Ausverkauf der deutschen Wirtschaft und die Übernahmen durch chinesische Investoren ist immer wieder ein Thema. Wie sehen Sie die Situation? Haben deutsche Unternehmer in ein paar Jahren das Nachsehen?
Stopp: In jedem Markt gibt es Chancen und Risiken. China tritt international selbstbewusster auf. Verschiedene Freihandelsabkommen vergrößern dadurch den Wirtschaftsraum chinesischer Unternehmen. China hat zahlreiche internationa-le Abkommen abgeschlossen unter anderem Investitionsrecht, Steuerrecht, Ent-sendung oder internationaler gewerblicher Rechtsschutz. Es gibt zahlreiche Initiativen seitens China wie zum Beispiel „One Belt-One Road“, daran kann die deut-sche Wirtschaft partizipieren. Es ergeben sich Kooperationen zum gegenseitigen Vorteil.

Deutsche Unternehmer haben in China positive wie negative Erfahrungen gesammelt. Was sind erfahrungsgemäß die häufigsten Fehler, die sächsische Unternehmer beim Eintritt in den chinesischen Markt machen?

Stopp: Die richtige Absatzstrategie zu finden, ist nicht einfach. China ist ein schwieriger Markt, für dessen Bearbeitung deutsche Firmen einen langen Atem benötigten. Besonderheiten, die man unbedingt beachten sollte sind die Themenbereiche: Geschäftsgründung, Betriebsstätte oder Repräsentanz, Mitarbeiter, Steuern sowie das Rechtssystem und Verträge. Die Kammerorganisation kann hier bei der Markterschließung Unterstützung gewähren.

Die IHK Chemnitz ist neues Mitglied der Metal Eco City in Jieyang – es gibt zahlreiche Industriestandorte in China. Warum haben Sie sich für eine Ko-operation mit der Zhongde Metal Group GmbH entschieden?
Stopp: Wir haben uns einige Industriestandorte in China angeschaut – und die Vorteile haben uns überzeugt: Die MEC entsteht am Rande der Stadt Jieyang, im Osten der südchinesischen Provinz Guangdong. Jieyang ist mit 6,8 Millionen Einwohnern eine aufstrebende Metropole und boomende Wirtschaftsregion. In der Provinz Guangdong leben mehr als 100 Millionen Menschen. Jieyang befindet sich im Erweiterungskreis der „Pearl River Delta Economic Zone“ – der dynamischsten Wirtschaftsregion Chinas. Die Stadt Jieyang gilt als wichtiges Wirtschaftszentrum der Metallindustrie, des Maschinenbaus, der Zulieferindustrie und der Umwelttechnologie. Im Mittelpunkt dieses Modernisierungsprozesses steht die Metal Eco City – ein innovativer Industriepark, der von chinesischen und deutschen mittelständischen Unternehmern gemeinsam entwickelt wird.
Diese Chance wollen wir als Region nutzen, um den chinesischen Markt zu er-schließen – aber auch, um gemeinsam Projekte mit chinesischen Firmen zu entwi-ckeln.

Herr Stopp, vielen Dank für das Gespräch.

Die Zhongde Metal Group GmbH

Die Zhongde Metal Group GmbH (ZMG) wurde Anfang 2015 als deutsche Tochtergesellschaft eines chinesischen Unternehmerverbandes gegründet. Das Team begleitet deutsche Mittelständler bei einer Ansiedlung in China – speziell in der „Metal Eco City“ in Jieyang sowie in weiteren Industrieparks der Provinz Guangdong. Chinesischen Unternehmen eröffnet die Zhongde Metal Group GmbH den Zugang zum deutschen Markt. Firmensitz ist Stuttgart – weitere Standorte sind Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München und Dresden. Den Aufsichtsrat bilden Prof. Dr. Dieter Hundt (Aufsichtsratsvorsitzender), Ehrenpräsident Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Unternehmensverbands Metall und Elektro e. V. (bayme), des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. (vbm) und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw).

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