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Auto Verkehr Logistik

Autoindustrie: Überhöhte Verbrauchswerte – unbekannte Wahrheit?

Stellungnahme des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement

Der aktuelle Spiegel-Beitrag grenzt nahezu an Realsatire: „Staatssekretäre im Bundesverkehrs- und Finanzministerium klagen über ihre Plug-In-Hybride von BMW. Die Limousinen mit teilweisem Elektrobetrieb entpuppen sich als Spritfresser.“ ( http://www.spiegel.de/auto/aktuell/berlin-ministerien-beschweren-sich-ueber-hybrid-dienstwagen-a-1177341.html). Da kann man nur sagen: Willkommen im wahren Leben! Hier „entpuppt““ sich überhaupt nichts! Jeder, der auch nur annähernd darüber Bescheid wissen wollte, wusste um dieses „Phänomen“. Schlimmer noch: Seit Jahren setzt sich jeder, der darauf hingewiesen hat, dass nicht jede Form des Elektroantriebs nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll ist, dem Vorwurf der Ewiggestrigkeit und der Technologiefeindlichkeit aus. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, kommt aus der Politik stetig der Vorwurf, dass Unternehmen mit ihren Fuhrparks sich der Elektrifizierung widersetzen würden. Vielleicht wäre es sinnvoller, genau dieser Nutzergruppe zuzuhören und deren Bedenken ernst zu nehmen.

Die einfache Wahrheit, dass die Hersteller an den überhöhten Verbrauchswerten schuldig sind, lässt sich vielleicht in den Medien der ahnungs- und interesselosen Öffentlichkeit gut verkaufen. Fakt ist aber, dass die völlig realitätsfremden, von der Politik verabschiedeten, Messzyklen (Stichwort „NEFZ“) den wahren Grund für die Abweichung zur Realität darstellen. Der hilflose Versuch dies mit dem etwas weniger realitätsfremden neuen Verfahren (WLTP) zu heilen ruft in diesem Zusammenhang fast schon Mitleid hervor. Da lässt die neueste „Sensationsmeldung“ der Umweltorganisation ICCT, dass Fahrzeuge über 40% mehr verbrauchen, als von Herstellerseite aus angegeben ( https://www.swr.de/marktcheck/icct-studie-zu-spritverbrauch-bei-neuwagen-deutlich-durstiger-als-angegeben/-/id=100834/did=20580930/nid=100834/hnr1vo/index.html) bestenfalls die Frage aufkommen, ob wir nicht langsam aufhören sollten, uns in die eigene Tasche zu lügen.

Das eigentliche Problem sind hier nicht die Hersteller. Es scheint vielmehr so zu sein, dass fehlender Sachverstand und parteipolitische Interessen zu komplett falschen Richtungsangaben in Form von Verboten und Subventionen führen. Wie könnte sich sonst eine Förderpolitik erklären, die Taxiunternehmen mit einem 15.000 Euro-Zuschuss für 2-Tonnen Plug-In-Hybriden belohnt, wenn diese in einer emissionsgeplagten Innenstadt eingesetzt werden ( https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/50-e-taxi-in-stuttgart-gefoerdert/).

Nicht die Abweichung vom Normverbrauch sind ein Skandal, sondern die Unwissenheit der Verantwortlichen in der Politik und die dankbare Aufnahme solcher „Skandalmeldungen“ in den Medien. Beide sollten es besser wissen! Ein Vorschlag an die Politik: Fragen Sie doch mal die Experten, nämlich Unternehmen, die Fuhrparks betreiben, was Sinn macht und wo Unterstützung in Form von zielgerichteten Subventionen zu einem nachhaltigen Wandel in unsere automobilen Mobilität führen würden!

Wir freuen uns auf ihren Anruf!

Mit besten Grüßen

Marc-Oliver Prinzing
Vorstandsvorsitzender Bundesverband Fuhrparkmanagement e. V.

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement wurde im Oktober 2010 als Initiative von Fuhrparkverantwortlichen gegründet. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die Fuhrparks zwischen 5 und über 20.000 Fahrzeugen betreiben. Mitglieder sind u. a. Unternehmen wie Axel Springer Services & Immobilien GmbH, Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, CANCOM IT, DB Fuhrparkservice GmbH, Efaflex, FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V., KPMG AG, SAP AG, SEG Sparkassen Einkaufs-Gesellschaft mbH oder Stadtwerke Heidelberg Netze GmbH.

Vorstandsmitglieder des Verbandes sind Marc-Oliver Prinzing (Vorsitzender), Dieter Grün (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze), Bernd Kullmann (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter Ideal Versicherung). Geschäftsführer ist Axel Schäfer. Sitz des Verbandes und der Geschäftsstelle ist Mannheim.

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68165 Mannheim
0621-76 21 63 53
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Vertriebsberatung Automotive / Automobilzulieferer

Wer zahlt, verliert…

Vertriebsberatung Automotive / Automobilzulieferer

Werkzeugkosten – Finanzielle Vorleistungen der Automobilzulieferer

Diesen Eindruck müssen die Zulieferer der Autoindustrie hinsichtlich des Zahlungsverhaltens ihrer großen Kunden seit vielen Jahren haben – warten sie doch zunehmend länger auf das Geld, das ihnen laut Vertrag zusteht.

Im März 2013 kam die Experten-Umfrage des Geschäftsbereiches „Automotive“ der Vertriebsberatung PETER SCHREIBER & PARTNER zum Thema „Wie lange warten Auto-Zulieferer auf die Bezahlung der von Ihnen vorfinanzierten Werkzeuge“ zu folgendem Ergebnis:

10% warten 6 Monate
27% warten 12 Monate
38% warten 24 Monate
19% warten 36 Monate
6% warten länger als 36 Monate

Angesichts der niedrigsten Zinsen seit Jahrzehnten kein Problem? Schön wäre es. – Hört man sich in der Branche um, erfährt man, dass Banken offenbar lieber Strafzinsen inkaufnehmen als Kredite an Autozulieferer zu vergeben. Weshalb wohl? – Weil auch die Banken wissen, dass die Zulieferer der Autoindustrie von ihren Kunden, den OEMs, nach wie vor nach allen Regeln der Kunst gegängelt werden. Dies betrifft, neben massiven Forderungen nach Preisreduzierungen, eben auch das Thema „Zahlungsmoral“.

An diesem Umstand hat sich trotz gelegentlichen „Aufmuckens“ sehr vereinzelter Zulieferer ( http://www.mz-web.de/wirtschaft/vw-zulieferer-streit-man-muss-sich-nackt-ausziehen-24624016) auch dreieinhalb Jahre nach den oben gezeigten Umfrage-Ergebnissen nichts geändert!

Was also tun, wenn man als Zulieferer etwas zu verlieren hat?

Keinesfalls „klein beigeben“. Selbstbewusstsein zeigen. Daran denken, dass die OEMs ohne Teile keine Autos bauen können! Und bei weitem nicht „jeder“ Zulieferer ist beliebig substituierbar. – Konstruktive, intelligente Lösungsansätze finden! Sich was (zu-)trauen!

Von wenigen Ausnahmen abgesehen müssen Auto-Zulieferer zertifiziert sein. Und wer einmal eine Neu- oder Re-Zertifizierung mitgemacht hat, weiß, dass auch im Bereich der Administration/Vertragsprüfung wichtige Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um die Zertifizierung nicht zu gefährden! – Warum die OEM´s nicht mal mit den eigenen Waffen schlagen?!

– „Keine (Werkzeug-)Zahlung mangels „Note 1-Bemusterung“?
Darf denn ein Lieferant dann überhaupt liefern? Oder hat er womöglich schon ein halbes Jahr treu und brav geliefert – ohne jemals eine Kunden-Reklamation erhalten zu haben?

– „Anzahlungen auf Werkzeuge gibt es seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr!“
Aber ist der Versuch strafbar?

– „Von den Banken erhalte ich als Zulieferer kein Geld – schon gleich gar nicht bei Projekten mit dem OEM XY!“
Schon mal darüber nachgedacht, dass alle OEM´s eine Finanzdienstleistungs-Sparte haben?

– „Alle OEM´s unterhalten Abteilungen, die die finanzielle Situation der Zulieferer im Auge behalten“
Warum wohl? Was passierte in den Jahren 2008 und 2009, als die weltweite Finanzkrise viele Zulieferer in die Insolvenz trieb? Was verursacht den OEM´s größeren Schaden: Ein „unverschämt fordernder“ Zulieferer – oder ein Bandstillstand?

Fragen, mit denen sich die Automotive-Experten der Vertriebsberatung PETER SCHREIBER & PARTNER Zeit ihres Berufslebens beschäftigen mussten – auf beiden Seiten des Tisches. Harald Klein und Harald Schatz, ehemalige Vertriebschefs aus der Zuliefer- und Ausrüsterbranche ebenso wie Ex-Einkaufsleiter Horst Bayer (Zulieferer) und Volker Riemann (OEM) coachen Verhandlungs-Teams vor konkret anstehenden, wichtigen Vertrags- und Preisverhandlungen.

Der Geschäftsbereich Automotive der Vertriebsberatung PETER SCHREIBER & PARTNER unterstützt Automobil-Zulieferer beim Optimieren ihrer Vertriebsprozesse und vermittelt deren Vertriebsmitarbeitern für ihre Verkaufsgespräche und Verhandlungen mit den OEMs das notwendige Know-how und Können.

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Auto Verkehr Logistik

Neue Mobilitätskonzepte: Steht das Autoland Deutschland vor dem Aus?

Die Erwartungen an einen Pkw sind rationaler geworden

Von Ansgar Lange. Der Blick von außen kann manchmal erhellend sein. Wenn ein hochangesehenes Medium wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) eine ganze Zeitungsseite der Frage widmet, ob das Autoland Deutschland vor einem grundlegenden Wertewandel stehe, dann sollte man sich ernsthaft mit dieser Analyse auseinandersetzen. Viele Stadtbewohner blieben selbst nach ihrer Familiengründung dabei, ohne Auto zu leben. Ihre Motive seien dabei nicht unbedingt ökologisch, sondern schlicht pragmatisch. In Berlin, Hamburg, Köln oder München liege der Anteil der Haushalte ohne Autos inzwischen bei 40 bis 50 Prozent. Das Auto sei kein Statussymbol mehr. Parkraum gerade in Großstädten sei begrenzt oder teuer. Viele Menschen würden auf Carsharing oder das Fahrrad umsteigen. Für längere Strecken nutze man Bus und Bahn, so die NZZ.

Bedroht dieser Trend die deutsche Autoindustrie? Ganz klar mit „Nein“ antwortet hierauf Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de „Wir haben geschäftlich viel mit der Autoindustrie zu tun, vor allem mit den Zulieferern. Dort hat keiner Angst vor diesen Entwicklungen. So führt die NZZ ihren eigenen großen Artikel zum Mobilitätswandel ja selbst ein wenig ad absurdum, indem sie an gleicher Stelle berichtet, dass es zwar mehr Carsharing gibt, aber auch mehr Autos.“

Neue Formen der Mobilität sind eine Vitaminspritze für unsere Autoindustrie

90 Prozent der centomo-Kunden sind Technologieunternehmen, vorwiegend aus dem Automotive-Bereich. „In Kürze wird unser Unternehmen von Ludwigsburg nach Stuttgart umziehen. Dort spürt man jeden Tag, wie wichtig das Auto für die Region und unser ganzes Bundesland ist. Schließlich ist die Schwabenmetropole quasi die Wiege des Automobils. Hier erfand Gottlieb Daimler den ersten motorbetriebenen Wagen. Heute „schaffen weltweit rund 400.000 Mitarbeiter beim Daimler“. Stuttgart ist Stammsitz des Unternehmens und Standort der wichtigsten Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsbereiche. Nicht ohne Grund wirbt die baden-württembergische Landeshauptstadt damit, das bedeutendste Kompetenzzentrum für Mobilität in der Welt zu sein. Der frühere Ministerpräsident Lothar Späth hatte den Spitznamen „Cleverle“, weil er Baden-Württemberg ökonomisch und technologisch nach vorn gebracht hat. So clever muss auch unsere Automobilindustrie nun sein. Carsharing gehört zum Mobilitätsmix der Zukunft. Neue Formen der Mobilität sind keine Gefahr für die Autoindustrie, sondern nur ein Ansporn, noch kreativer und innovativer zu sein“, sagt Zondler.

Die meisten Deutschen hätten heute keine romantische oder gar „erotische“ Beziehung mehr zum Auto. „Die wenigsten kaufen ein Auto aus reiner Leidenschaft oder weil sie Benzin im Blut haben. Die Erwartungen an einen Pkw sind rationaler geworden. Es soll einen von A nach B bringen, ökonomische und ökologische Belange berücksichtigen und vor allem praktisch sein. Die jungen Leute in den Großstädten sind keine Ökos, die das Auto aus Prinzip verteufeln. Sie entscheiden sich aber zum Beispiel fürs Carsharing, weil dies für sie bequemer und günstiger ist. Und auch durch diese Probefahrten kann man die Nutzer ja langfristig vielleicht für eine bestimmte Marke begeistern.“

Centomo selbst unterstützt daher Projekte, die auf ungewöhnliche Art und Weise für nachhaltige Mobilität werben. „Hier sind wir vor kurzem auf das Team von Four Motors http://www.fourmotors.com gestoßen, hinter dem der frühere DTM-Fahrer Thomas von Löwis of Menar steckt. Hierbei handelt es sich um ein auf nachhaltige Mobilität spezialisiertes Motorsportprojekt. Alle Welt denkt doch beim Stichwort Rennsport erst einmal nicht an die Umwelt. Four Motors vereinen bei ihrem Projekt aber echten Rennspaß mit alternativen Werk- und Kraftstoffen. Wir sollten endlich aufhören, in eingefahrenen Gleisen zu denken. Die Autoindustrie in Deutschland hat eine große Zukunft – wenn sie sich wandelt und noch innovativer und umweltfreundlicher wird. Der Bioracer zeigt eindrucksvoll, dass dies die Freude am Fahren nicht einschränkt.“

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

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Personal ist der Schlüssel für die Mobilität der Zukunft

Autoindustrie sucht Talente noch zu oft in den eigenen Reihen

Von Ansgar Lange +++ Stuttgart. Die Automobilindustrie befindet sich in einem revolutionären Wandel. Das Tempo dieses Wandels ist gigantisch. Ola Källenius, den manche schon als Nachfolger von Dieter Zetsche als Konzernchef bei Daimler auf dem Zettel haben, hat bei einer Veranstaltung zur Mobilität der Zukunft in Stuttgart die Geschwindigkeit mit dem Faktor fünf beziffert. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Automobilbranche in den nächsten fünf bis zehn Jahren entspreche ungefähr der Entwicklungsgeschwindigkeit der letzten 50 Jahre. Verlieren die deutschen Autobauer da den Anschluss?

Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer der Beratungsfirma centomo http://centomo.de , blickt grundsätzlich optimistisch in die Zukunft. „Vernetzung, autonomes oder teilautonomes Fahren und Elektromobilität sind die Megatrends der Zukunft. Darüber besteht Einigkeit. Damit die deutschen Autobauer, immerhin eine Schlüsselindustrie unseres Landes, nicht den Anschluss verlieren, müssen sie den Faktor Personal ganz nach oben auf die Prioritätenliste setzen. Da geschieht zurzeit manchmal noch zu wenig“, so Zondler.

Früher sei es Gang und Gäbe gewesen, den Manager-Nachwuchs in den eigenen Reihen zu „züchten“. Diese Zeiten seien vorbei. „Die Branche schaut insgesamt noch nicht genug über den Tellerrand. Eigentlich müssten sie jetzt alle ausschwärmen und im Silicon Valley, in Indien und China nach IT-Experten Ausschau halten. Stattdessen bedient man sich immer noch zu sehr der alten Netzwerke“, bemängelt der Personalberater.

Um sich fit für die Zukunft zu machen, sollten die Konzerne jetzt systematisch das Personal-Thema angehen und einen Fünf-Jahres-Plan aufstellen. „Selbstverständlich braucht die Branche weiterhin versierte Maschinenbau- und Fahrzeugbauingenieure. Aber das reicht nicht mehr aus. Das Personal wird immer internationaler werden. Englisch wird zur Standardsprache. Neben den klassischen Ingenieuren braucht die Branche richtige Nerds – junge Leute mit High Tech Skills im Softwarebereich. Auch wenn wir das autonome Fahren in unseren Innenstädten vielleicht erst in 25 oder 30 Jahren haben werden, müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Das heißt, die Automobilbranche muss sich rasend schnell öffnen, vor allem für neue Talente. Wer sich jetzt abschottet und im Personalbereich – überspitzt gesagt – „Inzucht“ betreibt, der wird den Kürzeren ziehen und auf der Strecke bleiben“, so der centomo-Chef.

Dass die Branche im Wandel ist, spürt Zondler im eigenen Unternehmen. Heute kämen Personal-Anfragen von Autokonzernen wie sie vor ein paar Jahren IT-Start Ups an Personaldienstleister gestellt hätten.

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AlixPartners Global Automotive Outlook 2016: Automobilindustrie am Wendepunkt

In den nächsten 15 Jahren werden elektrische und hybride Antriebe rund die Hälfte des Automarkts erobern. Vernetzte und autonom fahrende Autos setzen neue Ertragspotenziale frei. Die Digitalisierung ermöglicht Kostensenkungen im zweistelligen Prozentbereich. Die Automobilindustrie steht vor der größten Herausforderung der vergangenen 100 Jahre.

München (30. Juni 2016) – Auch künftig bietet der weltweite Automarkt gute Wachstumschancen; zwischen 2015 und 2023 wächst der Neuwagenabsatz jedes Jahr um durchschnittlich 2,8 Prozent. Um von diesen Marktzuwächsen profitieren zu können, müssen die Unternehmen jedoch den größten Wandel meistern, den die Branche in den letzten 100 Jahren erlebt hat. Auslöser dieses Wandels sind einerseits die immer strengeren Emissionsrichtlinien, denen die Unternehmen nach den Abgasskandalen mit teuren Zusatzmaßnahmen begegnen müssen. Andererseits sorgen technologische Entwicklungen für neue Chancen, allen voran das mobile Internet, selbstfahrende Autos sowie die Digitalisierung der Wertschöpfungskette. Dies sind Ergebnisse der Studie „A Watershed Moment for the Automotive Industry: The AlixPartners Global Automotive Outlook 2016“ des global tätigen Beratungsunternehmens AlixPartners.

„Die Automobilindustrie muss den größten Umbruch seit Henry Ford bewältigen“, kommentiert Dr. Elmar Kades, Managing Director von AlixPartners. „Im Jahr 2030 hat die Hälfte aller Autos einen elektrischen oder hybriden Antrieb und alle Autos sind vernetzt. Eine konsequente Digitalisierung hat die strukturellen Kosten der Branche um bis zu einem Viertel gesenkt. Online-Services prägen das Fahrerlebnis entscheidend und haben neue Umsatzpotenziale erschlossen. Und in den Städten sorgen Mobilitäts-Apps, Freefloat-Carsharing und People Mover für eine neue individuelle Mobilität. Nur wer jetzt seine Strategie umstellt, wird in diesem neuen Markt dabei sein können.“

China bleibt die Lokomotive des automobilen Wachstums
Laut der Studie wächst der weltweite Automarkt bis 2023 um 22 Millionen Autos. Das bedeutet ein durchschnittliches jährliches Plus von 2,8% – etwas langsamer als das globale Wirtschaftswachstum. Mehr als 60% dieses Wachstums entfallen auf China, dessen Automarkt weiter mit 6% im Jahr wächst. Für den US-Markt erwartet AlixPartners eine Rezessionsphase zwischen 2018 und 2020, gefolgt von einer Markterholung auf 17 Millionen Fahrzeuge bis 2022. Aufwärts geht es laut Studie auch in Indien und im Mittleren Osten, wo die Öffnung Irans für Wachstumsimpulse sorgt. In Europa wird der Autoabsatz durch Wachstum in Osteuropa und Nachholbedarf in den südlichen Ländern beflügelt, während Westeuropa weitgehend stagniert. Der südostasiatische Markt wächst stabil mit 3,8% jährlich, während die alternde Bevölkerung in Japan und Korea die Autoverkäufe um durchschnittlich 1,5% pro Jahr zurückgehen lässt.

Ertrag und Auslastung der Branche sind gestiegen
In Europa, Japan und Korea sind die Automobilhersteller und -zulieferer heute profitabler als vor der Finanzkrise, in Nordamerika hat die Branche in etwa wieder Vorkrisenniveau erreicht. In Europa erreicht die Werksauslastung wieder den oberen Bereich des Break-Even-Bands von 75-80%, Nordamerika liegt mit 90% deutlich darüber, der Rest der Welt deutlich darunter. In China sorgen wachsende Marktanteile heimischer Autohersteller für eine steigende Auslastung der Produktion, die aber noch immer unter 70% liegt. In der gesamten Branche haben strategische Zukäufe in den Jahren 2015 und 2016 deutlich zugenommen. Auch chinesische Investoren zeigen ein zunehmendes Interesse an Akquisitionen.

Der Vormarsch des Elektroantriebs ist nicht mehr aufzuhalten
„Dieselgate“ hat weltweit zu einer Reihe von Abgasskandalen geführt. Es zeigte sich, dass heutige Autos im realen Fahrbetrieb die Abgasgrenzwerte bei Stickoxiden (NOX) um das Fünf- bis Neunfache überschreiten. Künftig werden die Abgastests stärker an reale Fahrsituationen angepasst – mit enormen Auswirkungen auf die Branche. Zwar können Autos mit Diesel- und Benzinmotoren auch künftig die Abgasnormen erfüllen, doch sie werden dadurch deutlich teurer. Bis zum Jahr 2030 gleichen sich die Kosten der Antriebsstränge so stark an, dass es bei weiterhin bestehenden Kaufanreizen für Elektrofahrzeuge in den Augen des Kunden keine Preisunterschiede mehr geben wird.

„2030 wird der Kunde zwischen elektrisch und mit Kraftstoff betriebenen Autos wählen können, die in Reichweite, Preis und Leistung auf gleichem Niveau sind,“ sagt Automotive-Experte Kades. „Dann bestimmen Kundenpräferenzen und mögliche regionale Emissionsbeschränkungen den weiteren Kampf der Antriebsstränge.“

Die Autohersteller müssen Modellpalette und Fertigung anpassen
Über die nächsten 15 Jahre prognostiziert die AlixPartners-Studie einen progressiv ansteigenden Anteil an batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen, Plug-In-Hybriden und Mild-Hybriden mit 48-Volt-Technologie. Im Jahr 2025 werden diese Fahrzeuge 35% bis 40% der Neuwagenverkäufe ausmachen, im Jahr 2030 bereits über 65%. Verlierer dieser Entwicklung ist vor allem der Dieselmotor, der insbesondere bei kleineren Fahrzeugen seine ökonomischen Vorteile komplett einbüßen wird.

Bisher stellen die Autobauer ihre Motoren überwiegend selbst her. Jedes Elektrofahrzeug bedeutet für sie eine sinkende Auslastung der bestehenden Motorenfertigung und einen Verlust an Wertschöpfung. Daher ist zu erwarten, dass viele Hersteller die Produktion von Batterien und Elektromotoren schrittweise integrieren. So können sie ihre Anteile an der Wertschöpfung und an der Komponenten-Entwicklung erhalten und Abhängigkeiten gegenüber Zulieferern bei diesen wichtigen Technologien vermeiden. Volkswagen hat bereits eine solche Strategie angekündigt, andere werden folgen.

„Die Entwicklung zur Elektromobilität ist aus heutiger Sicht unumkehrbar. Noch viele Jahre werden verschiedene Antriebstechnologien nebeneinander existieren,“ sagt Jens Haas, Managing Director bei AlixPartners. „Investitionen in die Weiterentwicklung von Verbrennungsmotoren werden mit Investitionen in Elektromobilität konkurrieren. Wir rechnen damit, dass der Diesel diesen Wettbewerb zuerst verlieren wird.“

Lade-Infrastruktur benötigt Milliarden-Investitionen
Der erwartete Anstieg der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erfordert einen beträchtlichen Ausbau der Infrastruktur. In Städten wie London sind beispielsweise rund 75 Prozent der Bevölkerung darauf angewiesen, ihr Auto im öffentlichen Raum abzustellen. Um überhaupt den Kauf eines Elektrofahrzeugs in Erwägung ziehen zu können, benötigen diese Menschen öffentliche Ladestationen. Bis 2030 errechnet die Studie einen weltweiten Bedarf von mehr als 300 Millionen Ladestationen in den weltweit 488 Städten mit mehr als 1 Million Einwohner, was einer Investition von 3,7 Trillionen Euro entspricht. Alleine für die Stadt Frankfurt beziffert die Studie einen Investitionsbedarf von 3,9 Milliarden Euro für den Aufbau der erforderlichen Infrastruktur.

Digitalisierung reduziert Strukturkosten um ein Viertel
Die Vorteile der Digitalisierung konsequent zu nutzen ist die Grundvoraussetzung, um weiter konkurrenzfähig bleiben zu können. Insgesamt rechnet die Studie mit Einsparungen bei der Wartung von 20-25%, bei Inventarkosten von 20-35%, in der Fertigung bei 5-25%, bei den Qualitätskosten von 8-20% und in der Logistik von 15-25%.

Vernetzte Autos und autonomes Fahren erschließen enorme Ertragspotenziale
Vernetzte Autos – die andere Seite der Digitalisierung – ermöglichen zusätzliche Umsätze von bis zu 160 Euro pro Jahr und Auto, die sich aus den Komponenten Dienste, Apps, Content und Werbung zusammensetzen. Der größte Markt sind Dienste; sie ermöglichen Autofahrern beispielsweise energiesparender zu fahren, günstiger zu tanken, den Parkplatz online zu reservieren oder sich fahrstil-angepasst zu versichern.

Mit der zunehmenden Entwicklungsreife des autonomen Fahrens entsteht bei den Konsumenten der Wunsch, autonom fahrende Autos zu nutzen und zu besitzen. Zumindest in den USA wird dies durch die anhaltende Evolution der rechtlichen Rahmenbedingungen unterstützt. 80% der US-Bürger sind bereit, für ein System zum autonomen Fahren Geld auszugeben, 10% ist ein solches System sogar 5.000 US-Dollar wert. „Noch sind wir in einem frühen Entwicklungsstadium des autonomen Fahrens und die Technologie ist teurer als das, was die Konsumenten dafür zahlen wollen. Die Hersteller müssen eine Balance finden zwischen einem exklusiven Angebot der neuen Technologie für diejenigen, deren Zeit teuer ist, und einer breiteren Markteinführung, die Skaleneffekte durch Massenproduktion ermöglicht,“ sagt Automobil-Experte Kades.

Zunehmend wird deutlich, dass der Kundennutzen und das Ertragspotenzial des autonomen Fahrens erheblich sind. Für die USA errechnet die AlixPartner-Studie jährliche Kostensenkungspotenziale von 325 Milliarden US-Dollar in der Automobilindustrie, bei den Verbrauchern und in der Volkswirtschaft. Diese Einsparungen setzen sich aus Unfallvermeidung, Produktivitätsgewinnen, Treibstoffersparnis und verminderten Stauzeiten zusammen.

Über die Studie
Die Studie „A Watershed Moment for the Automotive Industry: The AlixPartners Global Automotive Outlook 2016“ basiert auf Experten-Interviews und Bilanzanalysen der mehr als 300 bedeutendsten Automobilzulieferer und Autohersteller weltweit.

AlixPartners steht als global tätiges Beratungsunternehmen für die ergebnisorientierte Unterstützung namhafter Unternehmen in komplexen Restrukturierungs- und Turnaroundsituationen und für die Umsetzung anspruchsvoller Ertragssteigerungsprogramme. Branchenexpertise und weitreichende Erfahrung in Geschäftsprozessen in Verbindung mit tiefgreifendem Know-how der finanziellen und operativen Restrukturierung ermöglichen es AlixPartners, auf Herausforderungen in Konzernen, Großunternehmen sowie bei mittelständischen Unternehmen einzugehen. In zahlreichen Fällen haben erfahrene Manager von AlixPartners bei herausfordernden Unternehmenssanierungen interimistisch Führungsfunktionen übernommen.

AlixPartners hat mehr als 1500 Mitarbeiter in weltweit mehr als 25 Büros und ist seit dem Jahr 2003 mit eigenen Büros in Deutschland vertreten. AlixPartners ist im Web zu finden unter www.alixpartners.de

Firmenkontakt
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Auto Verkehr Logistik

automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016: Andreas Wombacher über Strategien der Smart Factory

Andreas Wombacher erläutert unter anderem, warum Unternehmen zunehmend auf die Smart Factory setzen müssen, und mit Hilfe welcher Maßnahmen diese zur Realität werden kann.

automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016: Andreas Wombacher über Strategien der Smart Factory

Andreas Wombacher spricht auf dem automotiveIT-Forum 2016. (Bildquelle: Wipro)

Eine pragmatische Herangehensweise an das Thema Industrie 4.0 verspricht der Vortrag von Dr. Andreas Wombacher, Senior Consultant beim indischen IT-Riesen Wipro. Wombacher erläutert unter anderem, warum Unternehmen zunehmend auf die Smart Factory setzen müssen, und mit Hilfe welcher Maßnahmen diese zur Realität werden kann. Hierbei beleuchtet Wombacher unter anderem die Fragen, wieweit das Internet of Things einen Katalysator für Disruption darstellt und bei welchen Anwendungen traditionelle Methoden der Datenanalyse an ihre Grenzen stoßen.

Auf dem Forum zum Thema „Industrie 4.0 – Future Factory“ am 27. April 2016 im Rahmen der Hannover Messe sprechen zudem folgende Top-Speaker:

– Peter Hochholdinger, Leiter Fertigung A4 / A5 / Q5 Audi AG
– Dr. Günther Burr, Leiter Informationssysteme Fertigung Porsche AG
– Marco Heißenberg, IT-Management & Geschäftsprozesse Produktion Porsche AG
– Marzell Bandur, Direktor Supply Chain Planning Opel AG
– Burkhard Pfeuffer, Leiter Produktionsnahe Systeme, Informationssysteme Brose Gruppe
– Dr. Bernd Heinrichs, Managing Director IoT EMEAR & openBerlin Innovation Center Cisco
– Gerd Niehage, Chief Information Officer Hella KGaA Hueck & Co.
– Dr. Malte Schmidt, Leiter AutoID Center Zentrale Steuerung und Logistik (EVZ) Volkswagen AG
– Dr. Oliver Kelkar, Associated Partner MHP – A Porsche Company
– Gerhard Schaller, Senior Manager Corporate Finance, IT ZF Friedrichshafen AG
– Dr. Nils Macke, Senior Manager Corporate Production ZF Friedrichshafen AG
– Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik, Julius-Maximilians-Universität

Auf dem automotiveIT-Forum treffen sich die Top-Entscheider der Automobil- und Zulieferindustrie, um zu diskutieren, wie die Digitalisierung die Produktion der Zukunft nachhaltig verändern wird, welche Herausforderungen entstehen und wie diese angegangen werden können. Weitere Informationen zum automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016, interessante Rückblicke zu vergangenen Veranstaltungen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.automotiveIT.eu/forum-produktion .

Mehr Hintergrund zur Future Factory? Im neu erschienen Fachbuch „Produktion 4.0 – Neue Wege für die Automobilproduktion“ erläutern die Experten Andre Ziemke, Thomas Stöckel und Zukunftsforscher Lars Thomsen, wie sich die digitale Transformation der automobilen Fertigung angesichts neuer Technologie-Trends wie autonomes Fahren oder Elektromobilität bewältigen lässt. Bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar und seien Sie auf dem neuesten Stand des digitalen Wandels in der Produktion!

Die Automobilindustrie ist die anspruchsvollste Branche der Welt. Die Informationstechnologie ist der Nervenstrang der Branche. automotiveIT und carIT berichten aus der Branche für die Branche und wurden als Fachmedium des Jahres ausgezeichnet oder nominiert.

Kontakt
Media-Manufaktur GmbH
Dominik Ortlepp
Liebigstraße 2
30982 Pattensen
05101-99039-60
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Auto Verkehr Logistik

Das selbstfahrende Fahrzeug wird zum mobilen Schlafzimmer

Testosteron, autonomes Fahren und die Lösung der demografischen Frage

Von Ansgar Lange +++ Auf den ersten Blick irritiert es, das männliche Sexualhormon Testosteron, den Trend zum autonomen Fahren und die demografische Frage in einen Topf zu rühren. Doch diese drei Dinge gehören unmittelbar zusammen, wie eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de herausgefunden hat. Der überraschende Befund: Zwei Drittel der von centomo befragten Bundesbürger im fortpflanzungsfähigen Alter gaben an, die Zeit im autonomen Automobil nicht etwa für das Lesen der Morgenzeitung oder Büroarbeit zu nutzen, sondern dazu, der trauten Zweisamkeit zu frönen.

„Das Ergebnis hat uns absolut erstaunt“, stellt centomo-Chef Michael Zondler fest. „Mein Team und ich sind ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Studienteilnehmer das selbstfahrende Auto vornehmlich als mobiles Büro nutzen möchte. Doch diese Antwort rangierte bei unserer Befragung ganz unten. Nur ein Prozent der Befragten gab an, die gewonnene Zeit im selbstfahrenden Fahrzeug für das Lesen und Bearbeiten dienstlicher Mails etc. nutzen zu wollen. Sogar fünf Prozent wollten die gewonnene Zeit endlich mal dafür nutzen, mit beiden Händen in der Nase zu bohren. Drei Viertel der 18- bis 45-Jährigen sagten, sie würden in einem solchen Auto gerne Sex haben. Dieser Befund könnte der Autoindustrie und IT-Konzernen in der Tat helfen, den Mega-Trend autonomes Fahren mit Emotion und Testosteron quasi aufzuladen. Wir überlegen, eine solche Studie nun auch in Frankreich und Italien zu machen, in Ländern also, deren Bewohner dem Klischee nach heißblütiger erscheinen als die vermeintlich arbeitswütigen Teutonen. Mal schauen, was der Renault-Fahrer aus Paris und der Fiat-Pilot aus Turin bei unserer Studie sagen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort mehr Menschen als in Deutschland das autonome Auto als Büro nutzen möchten.“

Gefahrendwerden als Lustgewinn

Die Ergebnisse der brandaktuellen centomo-Studie widerlegen somit die Aussage des Bremer Verkehrsplaners Michael Glotz-Richter, der im Gespräch mit der österreichischen Wochenzeitung Die Furche gesagte hatte, durch autonom fahrende Autos sei „Kein Testosteron mehr auf der Straße“ http://www.furche.at/system/showthread.php?t=72200 „Genau das Gegenteil ist der Fall“, sagt Zondler. „Nur wird beim autonomen Fahren das Testosteron des Fahrers eben nicht mehr für riskante Überholmanöver, sondern für galante Liebesabenteuer genutzt. Das macht den Verkehr insgesamt sicherer und wird sich langfristig positiv auf die Gesundheit der Menschen und sicher auch auf die Geburtenrate auswirken.“

Berliner Polit-Insider berichten, dass Politiker der Großen Koalition schon fieberhaft versuchen, an die centomo-Studie zu gelangen, die bisher noch nicht öffentlich vorgestellt wurde. „Natürlich ist die Politik daran interessiert. Denn wer findet es schon gut, bis 70, 75 oder 85 zu arbeiten oder die dröge Riester- oder Rürup-Rente zu verteidigen. Nein, mit solchen Thesen verdient man sich als Politiker keinen Blumentopf. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Autoindustrie, die IT-Wirtschaft und die Politik auf den fahrenden Zug aufspringen und nur noch vom Dreiklang aus Testosteron, autonomem Fahren und der Lösung unserer demografischen Frage sprechen werden.“

Der Verkehrsexperte Glotz-Richter hatte diese Entwicklung in seinem Furche-Interview am Ende schon angedeutet, als er nicht die Freude am Fahren, sondern am Gefahrenwerden beschwor: „Nehmen wir doch das Beispiel des Cabrios, das die Küstenstraße entlangbraust. Wenn es da ein Küsschen gibt, war das bislang eine Gefährdung des Verkehrs. Freude kann also auch anders aufkommen. Diese Bequemlichkeit kann auch einen Lustgewinn bringen.“

Drei Viertel der Deutschen scheinen dies laut der centomo-Studie ähnlich zu sehen. Erst geben sie die Kontrolle über das Fahren an eine Maschine ab, dann lassen sie alle Kontrollen und Hemmungen fallen.

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Auto Verkehr Logistik

automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016: Bernd Heinrichs über IoT-Innovation als Beschleuniger der Industrie 4.0

Bernd Heinrichs beschreibt in seinem Vortrag, wie im openBerlin Innovation Center Cisco kundenspezifische Lösungen entwickelt werden.

automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016:   Bernd Heinrichs über IoT-Innovation als Beschleuniger der Industrie 4.0

Bernd Heinrichs spricht auf dem automotiveIT-Forum 2016. (Bildquelle: Cisco)

Ciscos Ansatz, Industrie 4.0-Lösungen zu konzipieren, baut fundamental auf Innovationen auf, die zusammen mit Kunden und Partnern in Deutschland kreiert werden. Dazu hat Cisco das Innovationszentrum openBerlin eröffnet. Dr. Bernd Heinrichs, Managing Director IoT EMEAR & openBerlin Innovation Center Cisco, beschreibt in seinem Vortrag auf dem automotiveIT-Forum 2016, wie dort kundenspezifische Lösungen entwickelt werden. Starker Fokus liegt dabei unter anderem auf Themen wie Sicherheit, Mobilität oder Datenanalyse.

Auf dem Forum zum Thema „Industrie 4.0 – Future Factory“ am 27. April 2016 im Rahmen der Hannover Messe sprechen zudem folgende Top-Speaker:

– Peter Hochholdinger, Leiter Fertigung A4 / A5 / Q5 Audi AG
– Dr. Günther Burr, Leiter Informationssysteme Fertigung Porsche AG
– Marco Heißenberg, IT-Management & Geschäftsprozesse Produktion Porsche AG
– Marzell Bandur, Direktor Supply Chain Planning Opel AG
– Burkhard Pfeuffer, Leiter Produktionsnahe Systeme, Informationssysteme Brose Gruppe
– Gerd Niehage, Chief Information Officer Hella KGaA Hueck & Co.
– Malte Schmidt, Leiter AutoID Center Zentrale Steuerung und Logistik (EVZ) Volkswagen AG
– Dr. Oliver Kelkar, Associated Partner MHP – A Porsche Company
– Dr. Andreas Wombacher, Senior Consultant Wipro Technologies
– Gerhard Schaller, Senior Manager Corporate Finance, IT ZF Friedrichshafen AG
– Dr. Nils Macke, Senior Manager Corporate Production ZF Friedrichshafen AG
– Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik, Julius-Maximilians-Universität

Auf dem automotiveIT-Forum treffen sich die Top-Entscheider der Automobil- und Zulieferindustrie, um zu diskutieren, wie die Digitalisierung die Produktion der Zukunft nachhaltig verändern wird, welche Herausforderungen entstehen und wie diese angegangen werden können. Weitere Informationen zum automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016, interessante Rückblicke zu vergangenen Veranstaltungen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.automotiveIT.eu/forum-produktion .

Mehr Hintergrund zur Future Factory? Im neu erschienen Fachbuch „Produktion 4.0 – Neue Wege für die Automobilproduktion“ erläutern die Experten Andre Ziemke, Thomas Stöckel und Zukunftsforscher Lars Thomsen, wie sich die digitale Transformation der automobilen Fertigung angesichts neuer Technologie-Trends wie autonomes Fahren oder Elektromobilität bewältigen lässt. Bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar und seien Sie auf dem neuesten Stand des digitalen Wandels in der Produktion!

Die Automobilindustrie ist die anspruchsvollste Branche der Welt. Die Informationstechnologie ist der Nervenstrang der Branche. automotiveIT und carIT berichten aus der Branche für die Branche und wurden als Fachmedium des Jahres ausgezeichnet oder nominiert.

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Auto Verkehr Logistik

automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016: Oliver Kelkar über Daten als Prozesstreiber der Autoindustrie

Dr. Oliver Kelkar, Associated Partner bei MHP, erläutert in seinem Vortrag, wie die Sammlung umfangreicher Datenmengen Prozesse und neue agile Organisationsformen erzwingt.

automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016: Oliver Kelkar über Daten als Prozesstreiber der Autoindustrie

Oliver Kelkar spricht auf dem automotiveIT-Forum 2016. (Bildquelle: MHP)

Das Öl des 21. Jahrhunderts sind Daten. Das haben auch die Autohersteller erkannt. Zukünftig könnte nur noch weniger als die Hälfte des Umsatzes durch den Verkauf von Fahrzeugen erwirtschaftet werden. Zur Erreichung dieses Ziels werden digitale Mehrwertdienste, basierend auf Daten, eine wesentliche Rolle spielen. Dr. Oliver Kelkar, Associated Partner bei MHP, erläutert in seinem Vortrag auf dem automotiveIT-Forum 2016, wie die Sammlung umfangreicher Datenmengen Prozesse und neue agile Organisationsformen erzwingt. Anhand von Anwendungsfällen aus der Autoindustrie demonstriert Kelkar diesen Paradigmenwechsel sowohl für die Produktion als auch bei der Gestaltung des intelligenten Produktes.

Auf dem Forum zum Thema „Industrie 4.0 – Future Factory“ am 27. April 2016 im Rahmen der Hannover Messe sprechen zudem folgende Top-Speaker:

– Peter Hochholdinger, Leiter Fertigung A4 / A5 / Q5 Audi AG
– Günther Burr, Leiter Informationssysteme Fertigung Porsche AG
– Marco Heißenberg, IT-Management & Geschäftsprozesse Produktion Porsche AG
– Marzell Bandur, Direktor Supply Chain Planning Opel AG
– Burkhard Pfeuffer, Leiter Produktionsnahe Systeme, Informationssysteme Brose Gruppe
– Dr. Bernd Heinrichs, Managing Director IoT EMEAR & openBerlin Innovation Center Cisco
– Gerd Niehage, Chief Information Officer Hella KGaA Hueck & Co.
– Malte Schmidt, Leiter AutoID Center Zentrale Steuerung und Logistik (EVZ) Volkswagen AG
– Dr. Andreas Wombacher, Senior Consultant Wipro Technologies
– Gerhard Schaller, Senior Manager Corporate Finance, IT ZF Friedrichshafen AG
– Dr. Nils Macke, Senior Manager Corporate Production ZF Friedrichshafen AG
– Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und -Rechtsinformatik, Julius-Maximilians-Universität

Auf dem automotiveIT-Forum treffen sich die Top-Entscheider der Automobil- und Zulieferindustrie, um zu diskutieren, wie die Digitalisierung die Produktion der Zukunft nachhaltig verändern wird, welche Herausforderungen entstehen und wie diese angegangen werden können. Weitere Informationen zum automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016, interessante Rückblicke zu vergangenen Veranstaltungen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.automotiveIT.eu/forum-produktion .

Mehr Hintergrund zur Future Factory? Im neu erschienen Fachbuch „Produktion 4.0 – Neue Wege für die Automobilproduktion“ erläutern die Experten Andre Ziemke, Thomas Stöckel und Zukunftsforscher Lars Thomsen, wie sich die digitale Transformation der automobilen Fertigung angesichts neuer Technologie-Trends wie autonomes Fahren oder Elektromobilität bewältigen lässt. Bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar und seien Sie auf dem neuesten Stand des digitalen Wandels in der Produktion!

Die Automobilindustrie ist die anspruchsvollste Branche der Welt. Die Informationstechnologie ist der Nervenstrang der Branche. automotiveIT und carIT berichten aus der Branche für die Branche und wurden als Fachmedium des Jahres ausgezeichnet oder nominiert.

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Auto Verkehr Logistik

automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016: Gerd Niehage über die digitale Fabrik bei Hella

Im Rahmen einer kurzen Zeitreise skizziert Hella-CIO Gerd Niehage den Weg von den Anfängen der digitalen Fabrik bis hin zu aktuellen Lösungen und wirft einen Blick auf zukünftige Herausforderungen der Industrie 4.0.

automotiveIT-Forum Produktion & Logistik 2016: Gerd Niehage über die digitale Fabrik bei Hella

Gerd Niehage spricht auf dem automotiveIT-Forum 2016. (Bildquelle: Hella)

Für den Zulieferer Hella ist die Smart Factory längst kein Neuland mehr – Die Digitalisierung der Produktion findet beim Unternehmen aus Lippstadt bereits seit Jahren erfolgreich statt. Neu ist hingegen, mit welchem Tempo die digitale Transformation aktuell Einzug in die Branche hält. Im Rahmen einer kurzen Zeitreise skizziert Gerd Niehage, der seit 2013 den CIO-Posten bei Hella bekleidet, auf dem automotiveIT-Forum 2016 den Weg von den Anfängen der digitalen Fabrik bis hin zu aktuellen Lösungen und wirft einen Blick auf zukünftige Herausforderungen auf dem Weg zur Industrie 4.0.

Auf dem Forum zum Thema „Industrie 4.0 – Future Factory“ am 27. April 2016 im Rahmen der Hannover Messe sprechen zudem folgende Top-Speaker:

– Peter Hochholdinger, Leiter Fertigung A4 / A5 / Q5 Audi AG
– Günther Burr, Leiter Informationssysteme Fertigung Porsche AG
– Marco Heißenberg, IT-Management & Geschäftsprozesse Produktion Porsche AG
– Marzell Bandur, Direktor Supply Chain Planning Opel AG
– Burkhard Pfeuffer, Leiter Produktionsnahe Systeme, Informationssysteme Brose Gruppe
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– Malte Schmidt, Leiter AutoID Center Zentrale Steuerung und Logistik (EVZ) Volkswagen AG
– Dr. Oliver Kelkar, Associated Partner MHP – A Porsche Company
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