Tag Archives: Atomkraftwerke

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FREIE WÄHLER warnen vor Rückkehr zu den riskanten Atomkraftwerken

Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger: „Konzeptlose Bundesregierung hat den Geist aus der Flasche gelassen“

FREIE WÄHLER warnen vor Rückkehr zu den riskanten Atomkraftwerken

Wer sich fragt, wie man kurz nach einer Parteigründung Millionen Euro für einen Wahlkampf generieren kann, muss offenbar in Richtung Atomlobby suchen. Eine Autorengruppe (Günter Keil, Michael Limburg und Burkard Reimer), die der AfD programmlich zuarbeitet, schreibt u.a.:

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„Öfters mal eine Alternative für Deutschland: der Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernkraft

„Der Ausstieg aus der Kernkraft wird gestoppt. Es wird keine weitere vorzeitige Abschaltung von Kernkraftwerken geben. Für die derzeit noch in Betrieb befindlichen KKW werden wie bisher schon weitere zweckmäßige Modernisierungsmaßnahmen ihrer Sicherheitseinrichtungen vorgenommen. Die Brennelementesteuer wird abgeschafft.
Die Anfang 2011 beschlossenen Laufzeitverlängerungen werden für die derzeit laufenden KKW wieder in Kraft gesetzt. …..
Die bereits stillgelegten Kernkraftwerke sind in einem Zustand zu erhalten, der eine spätere Wiederinbetriebnahme ermöglicht. …..
Erstmal keine Alternative für Deutschland – Gorleben ist erste Wahl
„Das Standortauswahlgesetz ist auszusetzen. Die ausstehende Eignungsaussage für den Salzstock Gorleben ist nachzuholen. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses dürfen keine Mittel für andere Standorterkundungen ausgegeben werden. Bei für den Standort Gorleben positivem Ausgang ist das Planfeststellungsverfahren einzuleiten.“
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Statt für eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken zu werben, setzen sich die FREIEN WÄHLER für eine dezentrale Energiewende mit Wertschöpfung vor Ort für die Bürger und Kommunen ein. Damit würde auch ein Großteil der Milliarden-teuren Stromtrassen überflüssig.
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Wissenschaft Technik Umwelt

BadenInvest: Solar-Boom in der Ukraine – Großprojekte dank 46 Cent pro kWh

Ukraine versucht mit hoher Förderung bei Solarstrom sich von russischen Gaslieferungen unabhängig zu machen / 46 Cent pro kWh wird ein Solar-Boom auslösen

Stefan Falk, Geschäftsführer der BadenInvest Consulting GmbH beschäftigt sich mit der aktuellen Situation von Solaranlagen in der Ukraine.

Nachdem ein Großinvestor in der Ukraine ein Großprojekt mit 300 MWp in 2012 realisiert hat, geht dieser in 2013 gleich in die nächste Runde und baut ein zweites Photovoltaik-Kraftwerk mit 250 MWp.

Warum hat sich der Investor für den Standort Ukraine entschieden?
Es stellt sich sofort die Frage, warum die Anlagen von ausländischen Investoren ausgerechnet in der Ukraine gebaut wurden, wo es doch genug Länder im Süden von Europa gibt, wo die Standorte über weit mehr Sonnenstunden verfügen.

Die Antwort ist ganz einfach: der ukrainische Staat garantiert bis 2030 eine Einspeisevergütung in Höhe von 46 Cent pro kWh. Mit ca. 1000 Sonnenstunden kann man die beiden Anlagen mit Standorten im Süden von Deutschland vergleichen. Die Einspeisevergütung in Höhe von 46 Cent pro kWh löst pro Jahr einen Rückfluss an Stromerträgen in Höhe von 40% aus. Die Amortisationszeit der Anlagen betragen gerade mal 2 ½ Jahre und werden der Ukraine einen Solar-Boom bescheren.

Ukraine ist abhängig von Gaslieferungen aus Russland
Aktuell werden ca. 40 % des ukrainischen Energiebedarfs über Gaslieferungen aus Russland importiert. Danach folgt auf Platz zwei die Kohlekraftwerke, welche 31 % des Stromes produzieren. Weitere 17 % werden immer noch durch Atomkraftwerke erzeugt. Der Anteil der erneuerbaren Energien liegt bei unter 2%.

Durch die hohe Förderung bei Solarstrom versucht die Ukraine von Gaslieferung aus Russland unabhängiger zu werden. Sicherlich spielt das Thema Tschernobyl immer noch eine Rolle, obwohl das Unglück bereits 26 Jahre zurück liegt.

46 Cent pro kWh lösen pro Jahr einen Rückfluss an Stromerträgen in Höhe von 40% aus. Die Amortisationszeit der Anlagen betragen gerade mal 2 ½ Jahre und werden der Ukraine einen Solar-Boom bescheren.

Vergleich Einspeisevergütungen mit anderen europäischen Ländern
In Europa werden weniger als 25 Cent pro kWh für Solarstrom bezahlt. In Deutschland liegen wir aktuell (EEG 12/2012) bei 13 bis 15 Cent. Wie lange sich die ukrainische Politik an die 18 jährige kostspielige Garantie hält, bleibt offen. Für risikobereite Investoren ist die Ukraine sicherlich eine Alternative. Jedoch sind die Module in den letzten Monaten wieder einmal so stark gefallen, dass uns der Solarstrom für künftige Projekte aus Deutschland auch weiterhin Freude bereitet.

Die BadenInvest Consulting GmbH ist spezialisiert auf das Aufteilen von Photovoltaikanlagen in kleine erschwingliche Einheiten, welche über Banken finanziert werden können. Weiter können sich Privatpersonen wie auch institutionelle Anleger an Projektfinanzierungen der BadenInvest Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG’s beteiligen.
Weitere Informationen und Kontakt: www.baden-invest.de

BadenInvest Consulting GmbH
Stefan Falk
Liststr. 18 ∙ Westbahnhof
D-76185 Karlsruhe
Tel.: +49 (0) 721 / 16 15 610
Fax: +49 (0) 721 / 16 15 612
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Stresstest für Atomkraftwerke

EU-Stresstest kann die Zweifel an der Atomsicherheit nicht ausräumen

(ddp direct)Brüssel, 22. November 2011. Die EU-Kommission wird am Mittwoch ihren Zwischenbericht zu den Stresstests für die Atomreaktoren in der EU vorlegen. Die Grüne/EFA-Fraktion nimmt dies zum Anlass, um eine unabhängige Studie vorzustellen, die die Stresstestkriterien, auf denen die Untersuchungen in der EU basieren, analysiert und kritisiert. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Tests nicht die umfassenden Ergebnisse bringen können, die vom Rat gefordert und von der Bevölkerung erwartet werden. Sie werden auch kaum Aufschluss über die tatsächlichen Risiken geben, die von den Atomreaktoren in der EU ausgehen. Rebecca Harms, Vorsitzende der Grüne/EFA Fraktion im Europaparlament erklärt dazu:

„Die Studie macht deutlich, dass der europäische Stresstest der Versuch ist, das Vertrauen der Bürger in die Atomenergie wieder herzustellen. Die Ergebnisse der Tests werden aber weder eine wirkliche Risikoabschätzung erlauben, noch werden sie Aufschluss darüber geben, welche Reaktoren besser sofort abgeschaltet werden sollten. Die europäischen Bürgerinnen und Bürger sollten sich von Kommissar Oettinger nicht hinters Licht führen lassen, wenn er versucht die Tests als großen Fortschritt für die atomare Sicherheit zu verkaufen.

Wichtige Risikofaktoren, die ausschlaggebend für die Sicherheit der Atomreaktoren sind, werden überhaupt nicht betrachtet. Die Gefahren, die von menschlichem Versagen, alterndem Material, lecken Rohren, kaputten Ventilen oder gar einer Kombination aus mehreren Problemen ausgehen, spielen keine Rolle. Obwohl Kommissar Oettinger öffentlich mehrfach das Gegenteil versicherte, spielt auch die Gefahr von Flugzeugabstürzen, Terror oder Cyberattacken auf Atomreaktoren keine Rolle.

Die Diskrepanz zwischen den Stresstests und dem, was nationale Aufsichtsbehörden als Sicherheitsstandards für neue Anlagen empfohlen haben, ist enorm. Auch die Sicherheitskriterien, die das Bundesumweltministerium für die Überprüfung der deutschen Reaktoren erarbeitet hat, gehen weit über die europäischen Stresstests hinaus. Die deutsche Bundesregierung und andere Länder, die sich von der Nutzung der Atomenergie abgewendet haben oder sie nie genutzt haben, müssen sich dafür einsetzen, dass die Europäische Union strengste Sicherheitsanforderungen stellt und dass der europäische Atomausstieg eingeleitet wird.

Absolute Sicherheit, soviel ist seit der Katastrophe von Fukushima klar, kann es jedoch erst geben, wenn wir aus der Hochrisikotechnologie Atomkraft ausgestiegen sind. Wir brauchen keine Tests als Alibi für Günther Oettinger. Was wir brauchen, ist eine endgültige Abkehr von der Nutzung der Atomkraft und ein klares Bekenntnis für Erneuerbare und Effizienz in Europa.“

Anmerkung:
Die Studie finden sie unter http://rebecca-harms.de/index.php/lesen/studie-the-european-stress-test-for-nuclear-power-plants-56029 als pdf zum download.

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/vbhquf

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/klimapolitik/stresstest-fuer-atomkraftwerke-38763

Europäisches Parlament
Bettina Rid, Pressesprecherin
Rue Wiertz 60 – ASP 08 G 206
B-1047 Brüssel
bettina.rid@rebecca-harms.de

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Kosten bei Atomausstieg für Verbraucher überschaubar

Saarbrücken (wnorg) – Sorgen der Verbraucher wegen stark ansteigender Stromkosten bei einem raschen Atomausstieg sind möglicherweise unbegründet. Immer wieder waren in den letzten Wochen Warnungen aus der Stromwirtschaft zu vernehmen, der Atomausstieg könnte die Verbraucher teuer zu stehen kommen. Jetzt liegen offensichtlich neue Modellrechnungen vor, welche die Diskussion durchaus beeinflussen können.

Denn in der Debatte um steigende Stromkosten durch die geplante Energiewende warnen die Verbraucherschützer vor Panikmache. Der Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, sagte der „Saarbrücker Zeitung“, der Preisanstieg beim Strom werde durch einen möglichen Atomausstieg bis 2020 „überschaubar“ bleiben. „Für einen Single-Haushalt bedeuten dies im Jahr durchschnittlich nicht mehr als fünf Euro, für eine vierköpfige Familie im Durchschnitt jährlich zwölf Euro.“ Dies ergaben aktuelle Modellrechnungen des Verbandes.

Da für die Verbraucher auch die Kosten für die Warmwasserbereitung und die Heizung ein Problem seien, müsse die Bundesregierung die Förderung für die Gebäudesanierung auf fünf Milliarden Euro pro Jahr aufstocken. Es dürfe aber keine „Förderung von der Stange“ geben, so Billen. Sondern durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten bliebe es jedem Hausbesitzer überlassen, „wie er mit seinem Geld Einsparung erzielen will“.

Was den Zeitplan für einen Atomausstieg betrifft, hält CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe einen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2021 für möglich. „Ich halte einen Atomausstieg innerhalb eines Jahrzehnts für realistisch, wenn wir gleichzeitig die Fragen der Energieeffizienz, der Speicherkapazität, des Netzausbaus und des Zubaus etwa von Gaskraftwerken stimmig beantworten“, sagte Gröhe der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Die CDU werde dafür sorgen, dass „mit Vernunft vorgegangen wird“. Der Atomausstieg müsse aber „unumkehrbar“ sein, forderte der CDU-Politiker.
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Reaktorbrand in Windscale! Atomanlage in Flammen!

Lehrstück Atomkraft: Der vergessene Unfall in der englischen Plutoniumanlage.
Reaktorbrand in Windscale!  Atomanlage in Flammen!

So oder ähnlich hätten die Schlagzeilen in der englischen Presse, oder die Informationen der Regierung im Oktober 1957* lauten können.
Sie taten es aber nicht. Ein wenig Radioaktivität sei, ausgetreten, Milch werde vorsichtshalber aus dem Verkehr gezogen, zu keiner Zeit bestand und besteht Gefahr für …. Man kennt es ja.
Kaum jemand hat Kenntnis davon. Dabei ist die Geschichte gut dokumentiert. Schon 1959 beschrieb Gustav Schenk in seiner Dokumentation „Vor der Schwelle der letzten Dinge“, der den Unfall von Windscale in allen Einzelheiten und Auswirkungen.

Heute ist dieser Ort sprachlich „entsorgt“. Er heißt nun Sellafield und ist somit ein anderer.

Der Lake District im nordenglischen Cumberland, eine wunderschöne Landschaft und verbunden mit der englischen Romantik (Wordsworth und seinen „Daffodils“) dürfte eines der meistverstrahlten Gebiete der Großbritanniens (der Welt?) sein. Die Irische See ist definitiv das weltweit verseuchteste der Welt. Wer Fisch oder Austern von dort verzehrt, ist ein armes Schwein. Ähnliches gilt vermutlich bezüglich der „guten“ irischen Butter, denn damals herrschte ausnahmsweise auch mal Ostwind, so dass vieles, was aus dem Schornstein flog, auch auf den irischen Weiden landete. Zwei Millionen Liter Milch wurden weggeschüttet.

Damals war Windscale Herz der britischen Atombombenfabrikation, wovon möglichst niemand Kenntnis haben sollte. Zwar bröckelte das Britische Weltreich, aber Weltmacht wollte man bleiben, und dazu gehörte die Bombe.
Russen und Amerikaner bastelten ebenfalls daran, aber die Amerikaner hatten die Briten seit 1946 von einer Zuammenarbeit ausgeladen und von allen Informationen abgeschnitten. Das konnte nur durch eine Riesenanstrengung wettgemacht werden, denn der Atomwaffensperrvertrag stand an. Die Engländer mussten den Amerikanern beweisen, dass sie die Bombe bauen konnten, um wieder am Wissensfluss teilhaben zu können.

Folge: Der Druck auf die Wissenschaftler und Techniker wurde derart verstärkt, dass es zum Unglück kommen musste. Eine erhöhte Plutoniumausbeute wurde durch höhere Temparaturen erreicht. Dabei gerieten die Uranstäbe im Reaktor in Brand, angefacht durch ein primitives Luftgebläse, so das radioaktive Partikel über den 125 Meter hohen Schornstein hinausbefördert wurden.
Tote? Es finden sich Zahlen von 40 bis 90, die unmittelbar auf den Unfall zurückzuführen sind, aber weitere, die später an den Folgen starben, in Irland oder Holland beispielsweise, sind unbekannt.

Das BioRacheRoss in Freiburg sendet dem Hauptverantwortlichen posthum eine Packung eines herrlichen Racheartikels, nämlich seiner Pferdeäpfel: Harold Macmillan.
Das Pferd sühnt alle möglichen Untaten und biete allen Gelegenheit, dezent Rache zu nehmen: an den Exen, Politikern, faulen Lehrern, bösen Nachbarn, geschwätzigen Freundinnen und dergleichen.
Preis für die kleine Packung unter 20 Euro, die große etwas mehr.

Näheres bei http://www.biorache.com

Hier ein BBC-Film dazu: http://wn.com/Windscale
und hier ein Artikel in der Zeit: http://www.zeit.de/2007/41/A-Windscale
Verlag und Betreiber diverser Reiseseiten und Jugendportale. Bücher zu Sachthemen, Jobs, Praktika, Aupair, Freiwilligendiensten, Reise, Reiseberichte, Interrail, Autobiographien.

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Kernige Kernkraft und Störfall im Hirn. Sprachliche Manipulation ohne Ende durch Politik- und Pressesprech erfordert Rache.

Plädoyer zur Rückeroberung von Sprache und Bewusstsein. Schlechter Ruf? Einfach umtaufen? Dafür gibt´s ein Rachegeschenk!
Kernige Kernkraft und Störfall im Hirn. Sprachliche Manipulation ohne Ende durch Politik- und Pressesprech erfordert Rache.

Was tut man, wenn etwas negativ behaftet ist? Man benennt es um. Schon der englische König verwandelte seinen Rattenfänger, „rat catcher“, vor Jahrhunderten in einen „rodent operator“, eine Art „Nagetierspezialisten“.
Derart sollten irgendwelche störenden Gedanken und Assoziationen ausgemerzt oder Wahrheiten unterdrückt werden.

So kommen „Preiserhöhungen“ immer als „Preisanpassungen“ daher, und selbst das kleine unscheinbare Wort „kostenlos“, lang eingeführt, konkurrenzlos und alles aussagend, was zu sagen ist, kriegt noch ein „kostenfrei“ zur Seite gestellt.
So wird das Dahinterstehende noch erstrebenswerter, irgendwo winkt ja auch noch „Freiheit“, irgendetwas Positives, während der Endsilbe „-los“ auf einmal der Makel eines Mangels anzuhaften scheint.

Gefährlich wird´s, wenn Politik und Medien sich derartigen manipulativen Sprachgebrauchs bedienen und die Betroffenen, die Bürger, ja selbst Fachleute, dies nicht merken.

Wenn der amerikanische Präsident Truman seinerzeit in allen Regierungsdokumenten »atomic« durch »nuclear« umetikettieren ließ, dann mit Absicht. Das tut man nicht umsonst.
Das einstige für Fortschritt stehende „Atom“ wurde immer stärker negativ besetzt und musste weichen. Es herrschte Kalter Krieg, die Folgen von Hiroshima, die Verseuchung der Testgebiete im Pazifik wurden bekannt, „Atom“ klang beängstigend. In amerikanischen Schulen fanden Schutzübungen statt, „duck and dive“, wobei sich die Schüler unter die Tische warfen – zum Schutz vor Atombomben, wohlgemerkt.

Auch hierzulande wurde Häuslebauern der Einbau quasi „atomsicherer“ Schutzräume empfohlen, eher „Schutzträume“.
Der Politsprech wechselte dementsprechend, gefolgt von mehr oder weniger hirnlosen Medienvertretern oder auch ganz bewusst, je nach Interessenslage.

In den frühen Sechzigern waren „Atom“, „Atomkraft“ bzw. „Atomkraftwerke“ noch gang und gäbe. Die Politk erfand auf einmal eine „Kernkraft“, was eher an knackige, gesunde Äpfel als an Tod und Krebs erinnerte. Das Bedrohliche musste verschwinden, denn die Atomkraft sollte ausgebaut werden.
So verwandelte sich auf einmal eine „Atommülldeponie“ in einen „Entsorgungspark“. Jeder weiß, dass man dort doch sorgenfrei lustwandeln können muss, denn dazu sind Parks da. Und überhaupt das Wort „entsorgen“. Seid wann sind wir sie los, wenn wir die „Sorgen“ verschieben? Die „Entsorgung“ ist eine manipulative Wortschöpfung. Vorher wurde „beseitigt“. Das Beseitigte stand eben auf der Seite, aber es war immer noch da.

Ja – ein weiteres völlig neues Wort wurde erfunden, um den Schrecken niederzuhalten: der „Störfall“, bis Ende der Siebziger in keinem Wörterbuch verzeichnet. Den gab es vorher nicht. Entweder gab es eine „Störung“ oder eben einen „Unfall“.
Das reichte völlig, um das Geschehen in der Welt hinreichend zu bezeichnen.
Wo gäbe es auch sonst im Leben „Störfälle“? Beim Auto, in Beziehungen, beim Sport?
Dem Wort wohnt zudem auch etwas Flüchtiges inne, denn es bezeichnet weniger als eine Störung, die ja von gewisser Dauer ist, während ein »Fall« immer etwas Punktuelles, Flüchtiges beinhaltet. Der Unfall musste wie die Pest vermieden werden. Er durfte nicht vorkommen; er war nicht vorgesehen.

Weitere sprachliche Mittel, um Wörter ihrer Inhalte zu berauben, sind Abkürzungen: ein „AKW“ ist eben mal kein „Atomkraftwerk“ und ein „Gau“ keinesfalls ein größter anzunehmender Unfall, schon lange keine Atomreaktorexplosion oder -schmelze, sondern eine liebliche Landschaft, wie der Sundgau, Ammergau, Wonnegau usw., ein erstrebenswertes Urlaubziel.
Wiederum ist zu fragen: Wo im Leben gibt es weitere „größte anzunehmende Unfälle“, beim Auto, in Beziehungen …?

Wie erfolgreich diese Verdummungen sind, ist daran zu erkennen, dass sie sogar von Grünen, Atomkraftgegnern und von mit ihnen sympathisierenden Fachleuten benutzt werden. Dass Atomkraftbefürworter, Wirtschaft, Banken und Industrie von „Kernkraft“ reden, ist normal. Das ist ihr Geschäft.
Dass Grüne und ausgewiesene Atomkraftgegner derartigen Blödsinn daherschwafeln, beweist hingegen den Erfolg der Manipulation durch Politik und dumm nachplapperndes Mediengesülze.
Der Gau ist im Kopf.

Man höre mal hin, man lese die Zeitung: tagtäglich, in jeder Zeitung, bei jeder Talkshow.

Der Freiburger BioRacheRoss nimmt sich dieser Sache nun an und wird den nächsten Atomkraftgegner, den nächsten kritischen oder grünen Politiker mit einem Rachegeschenk in Form seiner Pferdeäpfel bewerfen, sollte er das Wort „Kern..“ statt „Atom…“ gebrauchen.
Das geht so nicht weiter!
Natürlich kann auch jeder andere sich seiner tollen Racheartikel bedienen und diese seinen Feinden oder sonstigen Miststücken und Halunken zukommen lassen, ob dem Nachbarn, der Schwiegermutter, seinem Abgeordneten, Parteifreunden usw.

Hier Näheres: http://www.biorache.com
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