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Äthiopien: Ohne Bildung gibt es keinen Fortschritt

Äthiopien: Ohne Bildung gibt es keinen Fortschritt

Lernen für die Zukunft

München, 13. Dezember 2018. Während in den großen Städten in Äthiopien es in vielen Bereichen Fortschritte gibt, können im ländlichen Äthiopien noch immer Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule besuchen; Millionen von Unterrichtsstunden fallen wegen Lehrermangels aus. „Dabei ist Bildung und Wissen die Grundlage für jegliche Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in Äthiopien. Ohne effektive Bildung gibt es auch keinen wirtschaftlichen Fortschritt für das Land“, betont Peter Renner, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen und u. a. zuständig für die Projektarbeit in Äthiopien. „Die Bildung kann nicht warten. Wir müssen jetzt helfen“, so Renner weiter. „Die jungen Menschen in Äthiopien brauchen dringend Perspektiven für ihr Leben.“

Jung, arm, Analphabet

Weltweit gibt es noch immer 750 Millionen Menschen, die einen einfachen Satz weder lesen noch schreiben können. Knapp ein Siebtel von ihnen ist zwischen 15 und 24 Jahre alt. An Zahlen zu jungen Erwachsenen lässt sich gut ablesen, wie wirksam die Investitionen eines Landes in Bildung waren. In Äthiopien etwa haben sie Früchte getragen: Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen, der lesen und schreiben kann, ist seit dem Millenniumswechsel von knapp 40 auf 60 Prozent gestiegen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt, wo Handlungsbedarf besteht: Während unter den Ärmsten gerade jeder Vierte lesen und schreiben kann, sind es in wohlhabenden Kreisen fast 90 Prozent. Armut und Analphabetismus bedingen sich stark. Doch auch der Wohnort spielt eine wichtige Rolle für die Lese- und Schreibfähigkeit der 15- bis 24-Jährigen. So ist die Alphabetisierungsrate in den Städten fast doppelt so hoch wie auf dem Land.

Dunkle und verfallene Schulen

Besonders in den ländlichen Bereichen von Äthiopien, wo rund 80 Prozent der Bevölkerung leben, ist vielen jungen Menschen der Zugang zu guter Schulbildung verwehrt. Die Kinder – vor allem die Mädchen – tragen bereits früh Verantwortung im Arbeitsalltag. Sie sind täglich oft mehrere Stunden unterwegs, um Wasser zu holen, oder Feuerholz zu sammeln, oder beides. Die nächste Schule ist meist weit von ihrem Zuhause entfernt, der Schulweg ein kilometerlanger Marsch. Deshalb gehen viele Mädchen auch nicht in die Schule. Der Bildungsrückstand ist zwischen den Schülern in den Städten und auf dem Land hoch.

Schulgebäude in den ländlichen Bereichen Äthiopiens sind häufig verfallene, dunkle Hütten aus Stroh, Holz und Lehm. Um die Bildung in der Breite zu fördern, baut Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe ( www.menschenfuermenschen.de) moderne Schulen auf dem Land und stattet sie mit Lehr- und Lernmaterial aus. Zudem bietet die Stiftung funktionale Alphabetisierungskurse für Erwachsene an.

Bildungsbilanz Menschen für Menschen

Täglich besuchen rund 500.000 Kinder und Jugendliche die 436 von Menschen für Menschen neu gebauten oder renovierten Schulen. Meist werden jeweils vier Schulgebäude mit jeweils vier Klassenräumen gebaut und mit den notwendigen Schulmöbeln ausgestattet. Dazu kommen noch ein Verwaltungsgebäude mit einer Bibliothek und Toiletten. Menschen für Menschen-Vorstand Peter Renner: „Der Bau von Schulen in Äthiopien gehört zu unseren wichtigen Aufgaben. Denn eine gute Schulbildung ist die wesentliche Voraussetzung für ein besseres Leben der Kinder und Jugendlichen in der Zukunft und für eine erfolgreiche Weiterentwicklung Äthiopiens. Nur mit einer guten und soliden Bildung können die Menschen aktiv am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Leben teilnehmen und sich selbst Perspektiven für die Zukunft im eigenen Land schaffen.“

Information zum Bildungssystem in Äthiopien

Die allgemeinbildende Schulausbildung beträgt insgesamt 10 Jahre. Nach dem zehnten Schuljahr und dem Bestehen einer Prüfung können die Schüler/innen entweder zwei weitere Schuljahre bis zur Hochschulreife absolvieren oder sich für eine Berufsausbildung entscheiden. Besonders im ländlichen Bereich gehen die Schüler/innen in zwei Schichten (jeweils eine Woche am Vormittag und die andere Woche am Nachmittag) zur Schule.

In einem aktuellen Beitrag im Nagaya-Magazin, das von der Stiftung Menschen für Menschen herausgegeben wird, beschäftigt sich die Organisation ausführlich mit dem Thema Bildung in Äthiopien. Die Ausgabe ist abrufbar unter https://www.menschenfuermenschen.de/wp-content/uploads/2018/10/NAGAYA-MAGAZIN-4.18.pdf

Daten zur Bildungssituation in Äthiopien bietet u. a. die UNESCO unter http://uis.unesco.org/en/country/et

Informationen über die Stiftung Menschen für Menschen gibt es auch bei Facebook, Twitter, YouTube und Instagram

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Über Menschen für Menschen
Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit 37 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit über 650 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Geschenktipp: Schulbank mit Tisch für Äthiopien

Aus dem Spendenshop der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe

Geschenktipp: Schulbank mit Tisch für Äthiopien

Eine alte Schule in Äthiopien. Dringend notwendig sind neue Bauten und bessere Lernmöglichkeiten

München, 26. November 2018. In wenigen Wochen ist Weihnachten. Und die Suche nach außergewöhnlichen und originellen Weihnachtsgeschenken läuft auf Hochtouren. Wie wäre es in diesem Jahr mal mit einem ganz besonderen Geschenk, das auch noch Menschen in Äthiopien hilft? Dazu bietet die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe in einem Spendenshop ( www.menschenfuermenschen.de) eine ganze Anzahl an besonderen Geschenkmöglichkeiten und dazu eine Spendenurkunde im Namen der/des Beschenkten.

Ob ein Hühnerset, mit entsprechendem Training zur Haltung, holzsparende „grüne“ Öfen oder Obstbaumsetzlinge, zur Auswahl stehen über 35 unterschiedliche Geschenkideen. Die Preise reichen dabei von 7 Euro für einen holzsparenden „grünen“ Ofen bis hin zu 7.500 Euro für den Bau einer Quellfassung.

Wer gerne Schüler in Äthiopien helfen möchte, künftig bessere Lernmöglichkeiten zu haben, kann beispielsweise für 65 Euro eine Schulbank mit Tisch für die Ausstattung von neu gebauten Schulen kaufen. Statt auf alten wackeligen Bänken oder gar auf dem Lehmboden zu sitzen, haben dann zwei junge Menschen die Chance, endlich vernünftig zu lernen.

Lernen unter menschenwürdigen Bedingungen

Die meisten Schulen im ländlichen Äthiopien sind nur sehr mangelhaft ausgestattet. Die ungenügenden Bänke sind häufig morsch, da oft keine Tische vorhanden sind, haben die Schüler ihre Hefte direkt auf dem Schoß liegen. In vielen Fällen müssen die Kinder auch auf dem staubigen Boden sitzen. Meist drängen sich bis zu 70 Schülerinnen und Schüler in den dunklen und stickigen Holzverschlägen. Um eine gute Lernatmosphäre zu schaffen, stattet Menschen für Menschen jeden Schulbau mit neuen Schulmöbeln aus.

„Durch den Einkauf auf unserem Spendenshop wird im wahrsten Sinne des Wortes Zukunft verschenkt. Nämlich eine bessere Zukunft für die jungen Menschen in Äthiopien“, sagt Dr. Sebastian Brandis, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe.

„Dabei hilft jeder Euro, die Lebenssituation entscheidend zu verbessern, und den Menschen eine Perspektive in ihrem eigenen Land zu geben.“

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Spitzenköche für Afrika: Neue Schule in Äthiopien

Spende für die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe

Spitzenköche für Afrika: Neue Schule in Äthiopien

Ralf und Saskia Bos freuen sich über die Eröffnung der neuen Schule in Ijaj

München, 7. November 2018. Gemeinsam viel bewirken, das war und ist der Grundgedanke der Initiative „Spitzenköche für Afrika“ (SkfA), die Delikatessengroßhändler und Botschafter der Stiftung Menschen für Menschen Ralf Bos mit seiner Familie, Partnern und Kunden aus der deutschen Spitzengastronomie und Hotellerie realisiert. Der jahrelange Einsatz hat sich gelohnt. So konnte vor kurzem die Ijaji Higher Primary School in der äthiopischen Region Dano eingeweiht werden. Die bisher siebte Schule, die durch die Initiative finanziert und von der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe umgesetzt wurde.

Ralf Bos, der gemeinsam mit seiner Tochter Saskia Bos bei der Einweihung in Ijaji dabei war: „Es sind die Bilder und die berührenden Geschichten der Menschen vor Ort in Äthiopien, die mich bewegen und bei meiner ersten Reise mit in die Projektgebiete von Menschen für Menschen denken ließen: „Hier muss doch sofort geholfen werden!“ Es hat mich sehr berührt zu sehen, unter welch dürftigen Bedingungen die Kinder dort unterrichtet werden und dennoch täglich einen oft langen Weg für einen Schultag auf sich nehmen. Die Erlebnisse motivieren mich, unser gemeinsames Engagement fortzusetzen und ich hoffe sehr, in den kommenden Jahren viele weitere Menschen dafür gewinnen zu können. Denn Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmtem Leben, zu einer besseren Zukunft, zu Wohlstand, zu so vielen Dingen, die unser Dasein besser machen, einfach zu Allem.“

Mit dem neuen Schuljahr konnte der Unterricht für die 1.525 Schülerinnen und Schüler der Ijaji Higher Primary School in den neuen vier Schulgebäuden stattfinden. Die Erleichterung und Freude sind bei Lehrer/innen und Schüler/innen groß, dass nun ausreichend Platz und genügend Tische vorhanden sind, sowie dass große Fenster viel Tageslicht hineinlassen. Saskia Bos, die inzwischen die Veranstaltugen von SKfA zur Spendengewinnung in Deutschland koordiniert, freut sich mit den Kindern: „Es war unbeschreiblich zu sehen, dass unsere Hilfe nicht nur ankommt sondern auch wundervoll umgesetzt wird. Die Freude der Mädchen und Jungen mitzuerleben hat mich sehr berührt und ich bin dankbar, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann. Diese Erfahrung hilft mir dabei, mich noch mehr für unsere Initiative einzusetzen.“

Derzeit besuchen täglich über 450.000 Schülerinnen und Schüler, die von der Stiftung Menschen für Menschen gebauten Schulen (www.menschenfürmenschen.de).

Die Initiative „Spitzenköche für Afrika“ (www.skfa.de) wurde von Ralf Bos und Eckart Witzigmann gegründet. Seit 2008 unterstützen zahlreiche Top-Gastronomen in Deutschland mit Aktionen und Veranstaltungen diese Initiative, die wiederum die Spendengelder für den Bau von Schulen durch die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe bereitstellt. Schirmherrin der Initiative ist die Feinkost-Unternehmerin und Buchautorin Veronique Witzigmann.

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Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit 37 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit über 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Politik Recht Gesellschaft

Entwicklungszusammenarbeit vermeidet Fluchtursachen

Pressegespräch mit Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude – Erfahrungen aus Äthiopien

Entwicklungszusammenarbeit vermeidet Fluchtursachen

Mit Speiseöl neue Jobs schaffen

München, 24. Oktober 2018. Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe, ist vor Kurzem von einer Äthiopienreise zurückgekehrt. Er ist überzeugt, dass effektive Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe und unter Mitwirkung der Betroffenen, wie er sie in den Projektgebieten von Menschen für Menschen beobachten konnte, Perspektiven für die Bevölkerung vor Ort schaffen und fördern kann. Dies gelte besonders unter den in diesem Jahr entstandenen neuen politischen Verhältnissen in Äthiopien.

„Die Menschen brauchen die Chance auf ein besseres Leben in ihrer Heimat. Nur durch eine abgestimmte und effektive Entwicklungszusammenarbeit sowie durch das soziale und nachhaltige Engagement von Unternehmen lassen sich auf Dauer Fluchtursachen vermeiden. Es muss unser aller Ziel sein, den Menschen in den Entwicklungsländern eine berufliche Perspektive in ihrer Heimat zu geben, und Familien vor Ort eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen“, betonte Christian Ude nachdrücklich vor Journalisten in München. Ude weiter: „In Äthiopien gibt es für uns Europäer keine Ausrede mehr, Afrika sei ein Loch ohne Boden und man sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Vielmehr ist die jüngste Entwicklung seit der Wahl von Ministerpräsident Abiy Ahmed äußerst ermutigend, wie der Friedensschluss mit Eritrea nach 20 Jahren der Gewalt und Feindseligkeit beweist, und auch die Gewährung von Freiheiten, die lange Zeit schmerzlich vermisst werden mussten. Diese Signale der Hoffnung müssen von Europa jetzt Ermutigung und Unterstützung erfahren.“

Außerdem sei es sehr ermutigend, was er bei seiner jüngsten Äthiopienreise erfahren habe. In der Projektregion Borena ist nach behördlichen Auskünften beispielsweise die Geburtenrate von 3,2 Prozent (2011) auf 2,8 Prozent zurückgegangen (ist gleich 2,8 Geburten pro 100 Einwohner). Dies sei allein der Anhebung des Lebensstandards, den höheren Bildungschancen und der Eröffnung von Lebensperspektiven zu verdanken. „Darauf müssen wir uns auch in Zukunft konzentrieren“, sagte der Stiftungsratsvorsitzende, „nicht auf Beschimpfungen der hohen Geburtenrate, wie sie in bevormundender Weise häufig in Europa geäußert werden.“

Über 50 Millionen gepflanzte Baumsetzlinge: 10 Jahre erfolgreiche Kooperation zwischen Dallmayr und Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe

Das Unternehmen Dallmayr geht mit gutem Beispiel voran, wie sich die Wirtschaft engagieren kann. Bereits seit 10 Jahren unterstützt Dallmayr die Arbeit von Menschen für Menschen in Äthiopien.
Seit 10 Jahren spendet die Alois Dallmayr Kaffee OHG (München) jeweils fünf Baumsetzlinge pro 500 Gramm verkauftem sortenreinen äthiopischen Kaffee an die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe. Insgesamt konnten so bisher über 50 Millionen Bäume in Äthiopien durch Menschen für Menschen gepflanzt werden ( www.menschenfuermenschen.de).

„Aus den vielen kleinen Baumsetzlingen sind viele große Bäume geworden“, freut sich Dr. Sebastian Brandis, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen. „Ich bedanke mich beim Unternehmen Dallmayr für die jahrelange Treue und Unterstützung. Ein herzliches Dankeschön geht auch an alle Käuferinnen und Käufer des Kaffees. Ohne sie hätten wir nicht so viele Bäume in Äthiopien pflanzen können.“

Dr. Brandis weiter: „Staatliche Maßnahmen werden langfristig nicht ausreichen, die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika nachhaltig zu ändern. Wir brauchen Unternehmen, wie Dallmayr, die einen echten Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit vor Ort leisten. Wir freuen uns deshalb sehr, dass Dallmayr die langjährige Partnerschaft mit uns nicht nur fortsetzt, sondern uns zukünftig bei weiteren Projekten in Äthiopien unterstützt. Damit können wir fortan noch mehr integrierte Maßnahmen im Bereich Bildung, Gesundheit und Umwelt umsetzen. Dies ist beispielhaft für viele Unternehmen in Deutschland.“

Neue Perspektiven bilden

„Wir freuen uns, die langjährige Partnerschaft mit der Stiftung Menschen für Menschen fortzusetzen und starten gemeinsam ein weiteres Projekt: Wir bauen für mehr als 1.000 Kinder im Alter
von 7 bis 16 Jahren eine Schule“, freut sich Simone Werle, Leitung Public Relations. Mit dem Bau der ersten Dallmayr-Schule und der kompletten Ausstattung – vom Mobiliar, über Schulmaterial, bis zu den Büchern – begleitet Dallmayr die Kinder auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft. Denn vor allem in den ländlichen Regionen ist vielen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu Bildung verwehrt.
Bis heute hat die Stiftung Menschen für Menschen 435 Schulen in den entlegensten ländlichen Gebieten Äthiopiens gebaut. Gemeinsam mit Dallmayr folgt jetzt eine weitere Schule im Projektgebiet Dano, rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Addis Abeba.

Darüber hinaus sorgt das Unternehmen zukünftig mit dem Bau von Brunnen, die ab November durch den Verkauf von Dallmayr Ethiopia im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen bei Rewe und Penny finanziert werden, für sauberes Trinkwasser vor Ort.

Den Fortschritt beider Projekte können interessierte Ethiopia-Liebhaber ab Mitte November auf der Dallmayr Webseite unter www.dallmayr.com/ethiopia sowie auf der Dallmayr Facebook Seite verfolgen.

Wesentlich ist die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen

„Wir werden unsere Arbeit darüber hinaus den neuen Gegebenheiten in Äthiopien anpassen und unsere Arbeit und Projekte auf weitere Gebiete ausweiten und verstärkt neue Schwerpunkte setzen, wie beispielsweise die gezielten Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfungsketten“, erklärt Dr. Sebastian Brandis. „Die Menschen müssen auf lange Sicht selbständig die Probleme meistern können und eine positive wirtschaftliche Entwicklung nehmen, damit nicht die Flucht nach Europa die einzige Lebensperspektive bleibt.“

Geplant ist die stärkere Förderung von sogenannten Kooperativen, zum Beispiel im Bereich der Honig- oder Ölproduktion, um damit die einzelnen Aktivitäten einer Wertschöpfungskette in einer Region aufzubauen.

Christian Ude: „Ohne Jobs und Einkommen gibt es keine Perspektive und keine Hoffnung im eigenen Land. Gerade in Äthiopien, einem Land, in dem der Altersdurchschnitt unter 18 Jahren liegt, brauchen vor allem junge Menschen in den ländlichen Regionen eine Beschäftigung mit einem regelmäßigen Einkommen. Es müssen dringend Jobs vor allem im Agrar- und im Handwerksbereich entstehen. Dazu brauchen wir die Hilfe aller gesellschaftlichen Gruppen.“

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„Aktion Wunschkugel“ – Menschen in Äthiopien helfen

Die Weihnachtsaktion von HIGH FIVE 4 LIFE, der jungen Aktion von Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe

"Aktion Wunschkugel" - Menschen in Äthiopien helfen

Mit Wunschkugeln Menschen in Äthiopien helfen

München, 4. Oktober 2018. Mit der „Aktion Wunschkugel“ ruft HIGH FIVE 4 LIFE junge Menschen auf, in ihrer Schule, ihrem Vereinsheim, ihrer Gemeinde oder in ihrem Jugendtreff einen Weihnachtsbaum mit HIGH FIVE 4 LIFE-Wunschkugeln zu schmücken. Mit der Aktion soll auf das Leben der Menschen in Äthiopien hingewiesen und gleichzeitig Spenden gesammelt werden.

HIGH FIVE 4 LIFE ist die junge Aktion der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe. Unterstützt wird HIGH FIVE 4 LIFE von den Jugendbotschaftern der Stiftung, der Profifußballerin von West Ham United Julia Simic, der deutschen Rockband Killerpilze sowie der Funk- und Soulband BITTENBINDER aus München. Mit den Spenden aus der Jungendaktion soll der Bevölkerung im Menschen für Menschen Projektgebiet Dale Wabera in West-Äthiopien geholfen werden. Dale Wabera liegt in der Kellem Wollega Zone im Regionalstaat Oromia. Dort wohnen rund 122.000 Menschen, die überwiegend von Ackerbau und Viehzucht leben. Zum Überleben reicht das jedoch kaum.

Die Wunschkugeln können kostenlos bei Menschen für Menschen angefordert werden. Auf der Kugelrückseite ist Platz, um einen persönlichen Wunsch, einen Wunsch für Freunde und Familie oder gar für die ganze Welt zu notieren.

Informationen über die „Aktion Wunschkugel“ gibt es unter www.highfive4life.de oder per E-Mail an Highfive4life@menschenfuermenschen.org.

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Charity: „Kulinarisches Feuerwerk“ im Römerhof Bornheim

Küchenparty zugunsten der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe

Charity: "Kulinarisches Feuerwerk" im Römerhof Bornheim

Beteiligte der Küchenparty versprechen ein kulinarisches Feuerwerk

München/Bornheim, 21. September 2018. Eine außergewöhnliche Charity-Küchenparty findet am 29. September 2018 im Restaurant des Römerhofs in Bornheim statt. Den kompletten Erlös erhält die Initiative „Spitzenköche für Afrika“, die wiederum die Spendengelder für den Bau von Schulen durch die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe zur Verfügung stellt.

„Es wird ein kulinarisches Feuerwerk“, erklärt Delikatessenhändler Ralf Bos (Meerbusch) der, zusammen mit Marc Wadehn vom Römerhof, die Küchenparty organisiert. An unterschiedlichen Stationen können die Gäste ab 16 Uhr im idyllischen Ambiente unter anderem Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch aus dem Smoker und vom Grill oder eine von Marc Wadehn selbst zubereitete Paella genießen. „Trüffelpapst“ Ralf Bos wird persönlich Trüffelnudeln aus dem Parmesanlaib servieren. Mehrere Winzer bieten erlesene Weine an. Neben den kulinarischen Angeboten gibt es bei einer Tombola tolle Preise zu gewinnen. Die Eintrittskarte kostet pro Person 111 Euro und beinhaltet alle Speisen und Getränke an diesem Abend. „Wir hoffen, dass möglichst viele Gäste kommen und wir einen wesentlichen Beitrag zum Bau der nächsten Schule für die Kinder in Äthiopien leisten können“, beschreibt Marc Wadehn das große Ziel dieser Aktion.

Ralf Bos gehört bereits seit 2010 dem Kuratorium der Stiftung an. Er hat – zusammen mit Eckart Witzigmann – die Initiative „Spitzenköche für Afrika“ ins Leben gerufen, die heute unter der Schirmherrschaft von Veronique Witzigmann steht. Seit 2008 unterstützen zahlreiche Top-Gastronomen Deutschlands, so wie auch Marc Wadehn, mit Aktionen und Veranstaltungen diese Initiative, die wiederum sämtliche Spendengelder für den Bau von Schulen in Äthiopien durch die Stiftung Menschen für Menschen bereitstellt. Die „Spitzenköche für Afrika“ (www.skfa.de) nahmen bisher durch zahlreiche Aktionen über 1,75 Millionen Euro ein. Menschen für Menschen baute damit bereits acht Schulen in Äthiopien Die neunte Schule befindet sich im Bau.

Anmeldungen zur Charity-Küchenparty sind unter 02222 8279953 oder per E-Mail an info@culinarisch.es möglich.

Informationen über Menschen für Menschen finden Sie hier: www.menschenfuermenschen.de

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Politik Recht Gesellschaft

Für Bildung und gegen Armut in Äthiopien

Zum Weltalphabetisierungstag am 8. September 2018

Für Bildung und gegen Armut in Äthiopien

Mit guter Schulbildung gegen die Armut in Äthiopien

München, 7. September 2018. Noch immer kann über die Hälfte der Bevölkerung (ab 15 Jahren) in Äthiopien nicht richtig lesen, schreiben oder rechnen. Millionen Kinder können im entsprechenden Alter nicht die Grundschule besuchen und Jugendliche gehen überhaupt in keine Schule. Darauf hat die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe zum Weltalphabetisierungstag (8. September) hingewiesen.

„Dies sind nach wie vor alarmierende Zahlen. Vor allem wenn man weiß, wie wichtig Bildung für alle Menschen, und wie bedeutend Bildung für die Entwicklung eines Landes ist“, sagt Peter Renner, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe und u. a. für die Projektarbeit in Äthiopien zuständig.

„Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. Wir müssen deshalb dringend weiterhin moderne Schulen im ländlichen Bereich Äthiopiens bauen. Nur dann haben die jungen Menschen eine Perspektive in ihrem eigenen Land. Und nur dann können wir langfristig der Armut und einer der Fluchtursachen entgegenwirken „, betont Äthiopien-Experte Renner.

Besonders in den ländlichen Bereichen von Äthiopien ist vielen jungen Menschen der Zugang zu guter Schulbildung verwehrt. Die Kinder – vor allem Mädchen – tragen bereits früh Verantwortung im Arbeitsalltag. Sie sind oft täglich Stunden unterwegs, um Wasser zu holen oder Feuerholz zu sammeln. Die nächste Schule ist meist weit von ihrem Zuhause entfernt, der Schulweg ein kilometerlanger Marsch auf gefährlichen Wegen.

Darüber hinaus sind Schulgebäude in Äthiopien häufig verfallene, dunkle Hütten aus Stroh, Holz und Lehm. Weiterführende Schulen gibt es kaum. Um die Bildung in der Breite zu fördern, hat Menschen für Menschen bisher 434 moderne, solide Schulen gebaut, die viele Jahrzehnte betrieben werden. An den Alphabetisierungskursen für Erwachsene haben über 350.000 Frauen und Männer beteiligt. Aktuell besuchen rund 450.000 junge Menschen täglich die von der Stiftung gebauten Schulen in Äthiopien.

Der Weltalphabetisierungstag
1966 hat die UNESCO den Weltalphabetisierungstag ins Leben gerufen. Seitdem wird jährlich am 8. September mit Aktionen und Veranstaltungen auf die Verbreitung von Lese- und Schreibkompetenzen aufmerksam gemacht.

Über Menschen für Menschen
Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit nahezu 37 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit über 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 36 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit rund 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Sonstiges

Am 11. September beginnt in Äthiopien das neue Jahr

Am 11. September beginnt in Äthiopien das neue Jahr

München, 6. September 2018. Am Dienstag (11. September) beginnt in Äthiopien das neue Jahr. Der Grund dafür ist, dass das ostafrikanische Land eine eigene Zeitrechnung hat. Sie beruht auf einer Variante des koptischen Kalenders. Der äthiopische Kalender liegt deshalb etwa sieben Jahre und 8 Monate hinter dem in der westlichen Welt genutzten gregorianischen Kalender zurück. Aus diesem Grund beginnt in Äthiopien am kommenden Dienstag erst das Jahr 2011.Das Land am Horn von Afrika ist eines der Länder mit der ältesten christlichen (koptischen) Tradition der Welt.

Das Äthiopische Neujahr heißt auf Amharisch (der offiziellen Amtssprache) Enkutatash. Mit dem Neujahr beginnt nach der großen Regenzeit nun die Sommerzeit.

Im ganzen Land finden, entsprechend den Lebensbedingungen der Menschen, zahlreiche Festlichkeiten statt. Traditionell schenken Kinder ihren Eltern zum Neujahrsfest einen Blumenstrauß, der das Haus schmückt und sie selbst bekommen kleine Geschenke.

Nachhaltige Entwicklungsmaßnahmen der Stiftung Menschen für Menschen

Bislang konnte durch die Projektarbeit von Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe die Lebensumstände von weit über 6 Millionen Kinder, Frauen und Männer erheblich verbessert werden ( www.menschenfuermenschen.de). In dem Land, das dreimal so groß ist wie Deutschland, leben über 100 Millionen Menschen.

„Wenn wir sehen, wie aus Armutsregionen nach einigen Jahren Gebiete werden, in denen die Menschen ausreichend zu essen haben, und nicht mehr ihr Dorf, die Region oder im schlimmsten Fall sogar das Land verlassen müssen, dann konnten wir viel bewirken,“ erklärt Peter Renner, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen und u. a. für die Projektarbeit in Äthiopien zuständig.

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe kann zahlreiche Erfolge vorweisen: So wurden unter anderem über 21.400 Wasserstellen (Pumpbrunnen und Quellfassungen), 433 Schulen, 86 Gesundheitsstationen und 15 Polikliniken gebaut; über 350.000 Menschen haben an einer Alphabetisierungskampagne teilgenommen. Nahezu 90.000 Frauen erhielten hauswirtschaftliche Weiterbildungsmaßnahmen. Mehr als 27.000 Frauen beteiligten sich an Kleinkreditprogrammen. Rund 54.000 Kilometer Stein- bzw. Erdwälle wurden im Kampf gegen Erosion gebaut und 227 Millionen Baumsetzlinge verteilt und gepflanzt. Über 450.000 Schüler werden pro Jahr in den von Menschen für Menschen gebauten Schulen unterrichtet.

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Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 36 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit rund 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Kunst Kultur Gastronomie

Operndorf Afrika erhält den Karlheinz Böhm Preis 2018

Operndorf Afrika erhält den Karlheinz Böhm Preis 2018

Aino Laberenz erhält den Karlheinz Böhm Preis für das Operndorf Afrika

22. Juli 2018. Mit dem Karlheinz Böhm Preis 2018 wurde am Samstag (21. Juli 2018) das „Operndorf Afrika“ ausgezeichnet. Den Preis nahm Aino Laberenz, die Witwe des verstorbenen Theaterregisseurs Christoph Schlingensief entgegen, der als Initiator und Visionär die Idee für das Operndorf in Burkina Faso hatte. Erster Preisträger des Karlheinz Böhm Preises war im Jahr 2016 der ehemalige Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler.

Der Karlheinz Böhm Preis ist nicht dotiert. Allerdings wird die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe das „Operndorf Afrika“ bei der Ausarbeitung eines Projektplanes im Bereich der landwirtschaftlichen Entwicklung unterstützen. Im Rahmen eines Wissenstransfer-Workshops werden sich die Organisationen über die Themen Landwirtschaft, Ackerbau, Wasser/Bewässerung, Fruchtfolge und Trainingsmaßnahmen für Bauern austauschen.

„Wir haben uns in diesem Jahr ganz bewusst nicht nur für eine einzelne Person entschieden, die den Karlheinz Böhm Preis erhält, sondern für ein soziales Projekt, nämlich das „Operndorf Afrika“ in Burkina Faso. Uns haben besonders der integrative Ansatz und die Langfristigkeit des Konzeptes überzeugt. Es ist ein außergewöhnliches und innovatives Projekt, weil es das Mittel der Kunst und der Kultur als einen wesentlichen Baustein der Brücke und Partnerschaft zwischen Afrika und Europa einsetzt. Das Operndorf verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz, genauso wie Karlheinz Böhm vor fast 37 Jahren seine Arbeit in Äthiopien begonnen hat,“ fasst Dr. Sebastian Brandis, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe die Begründung für die Preisverleihung an Aino Labarenz und das Operndorf zusammen.

In seiner Laudatio hob Prof. Dr. h. c. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts (München) besonders die herausragende und außergewöhnliche Leistung von Aino Laberenz hervor: „Aufbauend auf die künstlerische Arbeit von Christoph Schlingensief hat Aino Laberenz deutlich gemacht, dass unser menschliches Zusammenleben letztlich eine kulturelle Leistung ist. Mit dem Operndorf hat sie die Kraft der Kultur mit sozialer Verantwortung verbunden. Ihre offene Art auf Menschen zuzugehen schafft Akzeptanz und Vertrauen. Sie besitzt die Fähigkeit mit kulturellen Unterschieden verantwortungsvoll und sensibel umzugehen.“

Christian Ude, Altoberbürgermeister von München und Vorsitzender des Stiftungsrates, wies in seiner Rede nachdrücklich auf die Notwendigkeit der Entwicklungshilfe hin: „Was wäre da an Entwicklungshilfe, an Selbstentwicklung, an Bildung- und Gesundheitswesen, an Wirtschaft- und Infrastruktur möglich, wenn die sogenannte freie Welt, die so frei offensichtlich auch wieder nicht ist,die vielen Milliarden, die jetzt auf Drängen der USA der internationalen Rüstungsindustrie zusätzlich zugeschoben werden sollen, endlich der Entwicklungshilfe zugutekommen lassen würde, der sie schon viel länger entgegen aller feierlichen Selbstverpflichtungen vorenthalten werden?“

Der Preis wurde durch Berhanu Negussie, Landesrepräsentant von Menschen für Menschen in Äthiopien überreicht. Berhanu Negussie hat Karlheinz Böhm von Anfang an in Äthiopien begleitet.

Aino Laberenz stellte in ihrer Dankesrede vor allem auch die Ziele des „Operndorfs Afrika“ dar: „Das Operndorf ist eine Plattform, die nicht nur Kunst zugänglich oder nutzbar machen will, sondern auch Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft. Der gesamtgesellschaftliche Ansatz ist mir dabei wichtig – alle Bereiche des Zusammenlebens mit einzubeziehen und Angebote für die Bevölkerung zu schaffen. Insbesondere für die Frauen und Mädchen der Region. Die Gleichstellung ist mir dabei ein Grundbedürfnis und die Konzeption spezieller Angebote für Frauen haben wir dabei im Fokus. Bildung ist ein Werkzeug, das jedem gleichermaßen zur Verfügung stehen sollte.“

Zu der Feierstunde im Literaturhaus in München kamen rund 200 Gäste, darunter viele langjährige Begleiter, Helfer, Partner und Spender von Menschen für Menschen aus Deutschland und Äthiopien. Durch die Veranstaltung führte der Fernsehmoderator Till Nassif.

Der Karlheinz Böhm Preis

Alle zwei Jahre werden eine Einzelperson oder ein Projekt, die bzw. das sich durch vorbildliche und herausragendes Engagement im sozialen Bereich in Afrika ausgezeichnet hat, mit dem Karlheinz Böhm Preis geehrt.

Das „Operndorf Afrika“ in Burkina Faso

Das „Operndorf Afrika“ ist ein internationales Kunstprojekt, das seit 2009 in Burkina Faso/ Westafrika entsteht und auf die Idee des deutschen Künstlers Christoph Schlingensief (1960-2010) zurückgeht. Das Projekt steht seit 2011 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Horst Köhler. Das „Operndorf Afrika“ war eine der letzten künstlerischen Arbeiten von Christoph Schlingensief. Im Februar 2010 wurde der Grundstein für das „Operndorf Afrika“gelegt. Bis heute wurden auf dem von der burkinischen Regierung bereitgestellten Areal 23 Gebäude errichtet. Aino Laberenz setzt seit 2010 in der Funktion als Geschäftsführerin das von Schlingensief initiierte Projekt fort.

Schirmakazie als Symbol für den „Karlheinz Böhm Preis“

Knapp 25 Zentimeter hoch und 20 Zentimeter breit ist der bronzene Baum, den der Münchner Bildhauer Karel Fron als Motiv für den Karlheinz Böhm Preis gewählt hat. In der Skulptur sollen sich das Vermächtnis und die Vision des Gründers von Menschen für Menschen widerspiegeln. Als Vorlage diente eine Schirmakazie aus dem Erer-Tal in Äthiopien. Denn in ihrem Schatten hielt Karlheinz Böhm viele Sitzungen mit Gemeindemitgliedern ab, um mit ihnen über ihre Nöte und Bedürfnisse zu sprechen.

Die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe

Am 16. Mai 1981 legte der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“ den Grundstein für die Organisation Menschen für Menschen. Am 13. November 1981 gründete er den Verein Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe. Seitdem leistet die Organisation, die zwischenzeitlich in eine Stiftung umgewandelt wurde, Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen sogenannter integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen in derzeit zwölf Projektgebieten mit über 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeitern um. Bislang erhielten rund 6 Millionen Kinder, Frauen und Männer in Äthiopien dank der Arbeit von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe die Chance für ein besseres Leben.

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe kann zahlreiche Erfolge vorweisen: So wurden unter anderem über 21.400 Wasserstellen (Pumpbrunnen und Quellfassungen), 433 Schulen, 86 Gesundheitsstationen und 15 Polikliniken gebaut; über 350.000 Menschen haben an einer Alphabetisierungskampagne teilgenommen. Nahezu 90.000 Frauen erhielten hauswirtschaftliche Weiterbildungsmaßnahmen. Mehr als 27.000 Frauen beteiligten sich an Kleinkreditprogrammen. Rund 54.000 Kilometer Stein- bzw. Erdwälle wurden im Kampf gegen Erosion gebaut und 227 Millionen Baumsetzlinge verteilt. Über 450.000 Schüler werden pro Jahr in den von Menschen für Menschen gebauten Schulen unterrichtet.

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Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 36 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit rund 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Politik Recht Gesellschaft

Menschen für Menschen: Erfolgreiches Bachelor-Studium

Äthiopien: 192 Studentinnen und Studenten bestehen Abschluss am Agro Technical & Technology College in Harar

Menschen für Menschen: Erfolgreiches Bachelor-Studium

Geschafft. Studium beendet. Große Freude bei den Studenten im ATTC in Harar

München/Harar, 17. Juli 2018. 192 Studentinnen und Studenten des Agro Technical & Technology Colleges (ATTC) in Harar (Äthiopien) konnten vor kurzem erfolgreich ihr Studium beenden. Das College wird von der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe getragen.

Die Absolventinnen und Absolventen wurden in den staatlich anerkannten Studiengängen Agrarökologie, Elektrik und Elektrotechnik, Fertigungstechnik und Metalltechnologie und Automobiltechnik ausgebildet. Nach entweder drei Jahren, bei den agrarökologischen Studiengängen, oder nach vier Jahren, bei den technischen Studiengängen, besitzen sie nun den Titel des Bachelor of Science (B.Sc.). Am ATTC haben in diesem Jahr 143 Männer und 49 Frauen ihr Studium erfolgreich abgeschlossen.

Das ATTC im Osten Äthiopiens genießt aufgrund der hochqualitativen Ausbildung in Äthiopien einen sehr guten Ruf und wird von den Arbeitgebern in Äthiopien sehr geschätzt. Dies führt dazu, dass sich die meisten der Absolventen bereits am Tag ihres Abschlusses über ein Arbeitsangebot freuen können. Bisher konnten 2.162 Studenten und Studentinnen mit einem Bachelor oder Diplom abschließen.

Das ATTC

Das Agro Technical and Technology College (ATTC) in Harar im Osten Äthiopiens wurde 1992 von Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe gegründet. Seit 1997 hat es den offiziellen Status als College. Derzeit sind über 149 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am ATTC angestellt und betreuen die über 700 Studentinnen und Studenten.

Die praxisorientierte Ausbildung hebt das ATTC von den staatlichen Hochschulen in Äthiopien ab. Mehr als 60 Prozent des Stundenplans füllt die praktische oder praxisorientierte Arbeit. Dazu zählen auch Tutorien und Computerkurse. Die Workshops finden beispielsweise auch in den Werkstätten statt. So lernen die Studentinnen und Studenten den praktischen Aspekt ihres Studienfaches von Beginn an kennen. Sie arbeiten eigenständig an großen Werkbänken oder auf den Feldern des ATTC, haben ihr eigenes Werkzeug. Die Ausstattung ist sehr modern: Mehrere deutsche und österreichische Unternehmen haben neue Maschinen, Werkzeuge und Bauteile gespendet.

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