Tag Archives: Arzthaftungssenat

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Ciper & Coll., die Anwälte f. Medizinrecht u. Arzthaftungsrecht erneut erfolgreich vor OLG Frankfurt/Main

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung in einem Arzthaftungsprozess ist wichtig, um sich gegen die regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Informationen von Ciper & Coll.:

Ärztliche Kunstfehler haben oft erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen. Da Haftpflichtversicherer der Ärzte und Krankenhäuser aussergerichtliche Regulierungen in den meisten Fällen verweigern, ist der Patient sodann gezwungen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Was Versicherungen im Vorfeld vielfach als "schicksalhaftes Geschehen" abgetan hatten, stellt sich vor Gericht in vielen Fällen als eine Fehlbehandlung dar, die für den geschädigten Patienten zu Schadenersatz und Schmerzensgeld führt. Dr. Dirk C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht, stellt im nachfolgenden einen aktuellen Prozesserfolg der Anwaltskanzlei Ciper & Coll. vor. Der Kanzleihomepage www.ciper.de sind im übrigen mehrere hunderte weitere Prozesserfolge zu entnehmen:

Oberlandesgericht Frankfurt/M. – vom 17. Mai 2016

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:

Beidseitige Läsion des Nervus femoralis bei Wirbelsäulenversteifung, 50.000,- Euro plus Feststeller, OLG F’furt/M., Az.: 8 U 224/12

Chronologie:

Der Kläger litt seit Jahren unter Rückenschmerzen. In 2005 wurde er in der Klinik der Beklagten aufgenommen und operiert. Postoperativ kam es zu einer beidseitigen Quadrizepsparese, als deren Ursache eine inkomplette Läsion des Nervus femoralis diagnostiziert wurde. Seit dem Vorfall kann der Kläger u.a. seiner Erwerbstätigkeit nicht mehr nachkommen.

Verfahren:

Bereits das Landgericht Wiesbaden hatte sich mit der Angelegenheit befasst (Az. 2 O 233/09) und mit Urteil vom 13.09.2012 die Klage als unbegründet abgewiesen. Hiergegen richtet sich die Berufung des Klägers. Der Arzthaftungssenat des OLG Frankfurt/M. hat den Vorfall nochmals umfassend fachmedizinisch hinterfragen lassen und im Ergebnis u.a. festgestellt, dass ein Behandlungsfehler vorliegt, weil die Operationsdauer von über elf Stunden außerhalb des Zulässigen liege. Sie sei durch Umstände der Operation auch nicht erklärbar. Das OLG hat die Beklagte sodann zur Zahlung von 50.000,- Euro Schmerzensgeld verurteilt, sowie festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, dem Kläger sämtliche weiteren materiellen Schäden zu ersetzen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:

Aus den zugesprochenen Feststellungsanträgen werden die Prozessvertreter des Klägers nunmehr erneut in Verhandlungen mit dem Haftpflichtversicherer der Beklagten eintreten. Der seit nun rund elf Jahren erwerbsunfähige 54-jährige Patient wird allein einen Verdienstausfallschaden im hohen sechsstelligen Eurobereich beanspruchen, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht klar.

Wir gehören auf den Gebieten des Medizin-, Arzthaftungs- und Personenschadenrechtes aufgrund unserer fast 20jährigen Erfahrungen, unseren Kontakten zu zahlreichen hochqualifizierten medizinischen Sachverständigen jeder Fachrichtung und unseren Prozesserfolgen zu den renommiertesten Sozietäten in Deutschland. Zahlreiche Publikationen und eine fortwährende Präsenz in Print-, Hörfunk- und TV-Medien sind belegt.

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Ciper & Coll., die Anwälte für Medizinrecht wieder auf Erfolgskurs vor Oberlandesgericht Hamm

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung in einem Arzthaftungsprozess ist wichtig, um sich gegen die regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Informationen von Ciper & Coll.:

Ärztliche Kunstfehler haben oft erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen. Da Haftpflichtversicherer der Ärzte und Krankenhäuser aussergerichtliche Regulierungen in den meisten Fällen verweigern, ist der Patient sodann gezwungen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Was Versicherungen im Vorfeld vielfach als "schicksalhaftes Geschehen" abgetan hatten, stellt sich vor Gericht in vielen Fällen als eine Fehlbehandlung dar, die für den geschädigten Patienten zu Schadenersatz und Schmerzensgeld führt. Dr. Dirk C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht, stellt im nachfolgenden einen aktuellen Prozesserfolg der Anwaltskanzlei Ciper & Coll. vor. Der Kanzleihomepage www.ciper.de sind im übrigen mehrere hunderte weitere Prozesserfolge zu entnehmen:

Oberlandesgericht Hamm – vom 07. März 2016

Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:

Ischämischer Insult im Mediastromgebiet links mit Hemiparese nach Liposuktion; OLG Hamm, Az.: I 3 U 154/14

Chronologie:

Der Kläger begab sich in die Einrichtung der Beklagten zwecks Vornahme einer Liposuktion. Diese wurde im Januar 2008 vorgenommen. Im Aufklärungsbogen hatte der Kläger bei der Frage nach Herz-/Kreislauferkrankungen "Vorhofseptumdefekt" eingetragen. Die Operation verlief ohne Komplikationen, auch im postoperativen Verlauf zeigten sich keine Auffälligkeiten. Wenige Wochen später erlitt der Kläger jedoch einen ischämischen Insult. Bei der nachfolgenden Untersuchung stellten die Mediziner neben dem Vorhofseptumdefekt auch ein Aneurysma fossa ovalis fest. Seit dem Vorfall leidet der Kläger u.a. an Konzentrationsstörungen sowie kognitiven Defiziten.

Verfahren:

Zunächst war mit der Angelegenheit das Landgericht Essen befasst (Az. 1 O 266/10). Mit Urteil vom 28.08.2014 stellt das Landgericht fest, dass die Klage unbegründet und damit abzuweisen sei. Dem tritt der Kläger mit der Berufung entgegen, dem sich der qualifizierte Arzthaftungssenat des OLG Hamm nunmehr dem Grunde nach anschließt. Nach einer weiteren umfassenden Beweisaufnahme schlägt das Oberlandesgericht den Parteien vor, sich gütlich zu einigen. Die zu ersetzende Gesamtentschädigung liegt bei rund 10.000,- Euro, womit sich die Parteien einverstanden erklären.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:

Liposuktionen bedürfen einer erheblichen Risikoaufklärung durch den behandelnden Mediziner. Der Grund liegt auf der Hand: Es liegt bei der Operation keine absolute Indikation, sondern lediglich eine relative vor. Der Patient muss also, bevor er sich einer Gefahr für die Gesundheit aussetzt, genau über die möglichen Risiken informiert sein, um möglicherweise von dem Eingriff Abstand zu nehmen, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Marius B. Gilsbach LLM, Fachanwalt für Medizinrecht klar.

Arzthaftungsprozesse werden oft in der 1. Instanz entschieden. In Ausnahmefällen ist es für einen unterliegenden Patienten jedoch unerlässlich, die Entscheidung eines Untergerichtes von einem Berufungsgericht hinterfragen zu lassen. Mittels qualifizierter anwaltlicher Hilfe lassen sich sodann in vielen Fällen Urteile revidieren. Ein Qualitätsmerkmal stellt vor allem der Titel zum Fachanwalt für Medizinrecht dar, sowie ein Titel zum Master of Laws in gesundheitsrechtlicher Ausrichtung. Damit zeigt der befasste Anwalt auf, dass er über ganz erhebliche theoretische und praktische Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt.

Wir gehören auf den Gebieten des Medizin-, Arzthaftungs- und Personenschadenrechtes aufgrund unserer fast 20jährigen Erfahrungen, unseren Kontakten zu zahlreichen hochqualifizierten medizinischen Sachverständigen jeder Fachrichtung und unseren Prozesserfolgen zu den renommiertesten Sozietäten in Deutschland. Zahlreiche Publikationen und eine fortwährende Präsenz in Print-, Hörfunk- und TV-Medien sind belegt.

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Ciper & Coll., die Rechtsanwälte für Arzthaftungsrecht, Medizinrecht, Schmerzensgeld weiter auf Erfolgskurs:

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Ciper & Coll., die Rechtsanwälte für Arzthaftungsrecht, Medizinrecht, Schmerzensgeld weiter auf Erfolgskurs:

Quelle: St. Martinus-Krankenhaus Düsseldorf

Das Arzthaftungsrecht/Medizinrecht ist ein komplexes Rechtsgebiet, für das ein Geschädigter qualifizierte anwaltliche Beratung und Vertretung benötigt. Ciper & Coll. berichten über aktuelle Erfolge:

I.
Oberlandesgericht Köln – vom 12. Oktober 2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Armplexuslähmung wegen nicht vorgenommener Sectio, OLG Köln, Az. 5 U 24/13

Chronologie:
Die schwangere Mutter der Klägerin befand sich zur Entbindung ihrer Tochter in der Einrichtung der Beklagten. Hier wurde ungeachtet diverser Risikofaktoren, wie einer stattgehabten Nephrektomie eine vaginale Geburt vorgenommen. Das geborene Kind erlitt anlässlich des Geburtsvorgangs eine Armplexuslähmung.

Verfahren:
Das Landgericht Aachen hat umfangreich Beweis erhoben, wies die Klage aber im Ergebnis ab, da der bestellte Gutachter nicht mit hinreichender Sicherheit feststellen konnte, dass die Schulterdystokie durch eine Sectio verhindert worden wäre. Der Arzthaftungssenat des OLG Köln sah das indes anders und kam zum Ergebnis, dass sich die Parteien vergleichsweise einigen sollten. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Eine nicht lege artis erfolgte Geburtshilfe führt im Schadenfalle zu Ansprüchen des Geborenen. Neben dem Schmerzensgeld stehen dem geschädigten Kind auch ein Pflegemehraufwand sowie der Ersatz von materiellen Schäden für die Vergangenheit und Zukunft zu, so die sachbearbeitende Rechtsanwältin Agnes Szlachecki.

II.
Landgericht Ulm – vom 06. Oktober 2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Lungenpunktion, LG Ulm, Az. 6 O 119/13

Chronologie:
Die Klägerin befand sich im Jahre 2011 wegen einer Lungenentzündung zur stationären Behandlung im Hause der Beklagten. Es erfolgte eine Punktierung der Lunge links. Im Rahmen des Eingriffs kam es behandlungsfehlerhaft zu einem Einstich in den Herzbeutel, was zu einer lebensbedrohlichen Situation der Klägerin führte. Sie musste mehrfach reanimiert werden und erlitt einen Sauerstoffmangel im Gehirn.

Verfahren:
Angesichts der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage hat das befasste Landgericht Ulm den Parteien angeraten, sich vergleichsweise zu einigen. Danach solle die Beklagtenseite der Klägerin eine pauschale Entschädigung von 45.000,- Euro zahlen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Das im Vorfeld der gerichtlichen Inanspruchnahme von der Gutachterkommission für Fragen ärztlicher Haftpflicht in Auftrag gegebene Gutachten hat bestätigt, dass ein Behandlungsfehler vorliegt. Trotz der eindeutigen Konstatierung lehnte jedoch die Versicherung der Beklagten die Anerkennung der Haftung bereits dem Grunde nach ab, stellt die allein sachbearbeitende Rechtsanwältin Irene Rist fest. Aus diesem Grunde musste die Klägerin gerichtliche Hilfe beanspruchen.

Kompetenz

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Das Arzthaftungsrecht/Medizinrecht ist ein komplexes Rechtsgebiet, für das ein Geschädigter qualifizierte anwaltliche Beratung und Vertretung benötigt. Ciper & Coll. berichten über aktuelle Erfolge:

I.
Oberlandesgericht Koblenz – vom 21. Oktober 2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verspätete Diagnose eines ausgedehnten Prostatakarzinoms, OLG Koblenz, Az. 5 U 90/13

Chronologie:
Der Kläger stellte sich beim Beklagten regelmäßig zur Krebsvorsorge vor. Aufgrund fehlerhafter Diagnose wurde der Befund eines Prostatakarzinoms deutlich verspätet erhoben. Nach Auffassung des Sachverständigen hätte der Beklagte den erhöhten PSA-Wert dringend regelmäßig kontrollieren müssen. Um überhaupt den weiteren Verlauf beurteilen zu können, wäre ein Kontrollwert zu fordern gewesen. Der Kläger musste sich daraufhin einer Resektion und anschließend einer Strahlentherapie aussetzen.

Verfahren:
Der erstinstanzlich bestellte Gutachter bestätigte zwar den Behandlungsfehler, aber nicht, dass sich der kausale Verlauf bei einer frühzeitigeren Diagnose und Therapie anders gestaltet hätte, woraufhin das Landgericht Trier die Klage abwies (Az. 4 O 121/11). Der Arzthaftungssenat sah das anders und kam zu dem Ergebnis, dass sich die Parteien vergleichsweise einigen sollten. Danach erhält der Kläger eine pauschale Entschädigungssumme von 22.500,- Euro.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Verspätete Tumordiagnosen bilden einen der Hauptschwerpunkte im Bereich der Arzthaftung. Diese Fehler haben oft erheblichen Einfluss auf die weitere gesundheitliche Entwicklung des Geschädigten und führen nicht selten zum Tode, da die Tumore bereits metastasiert haben, so die sachbearbeitende Rechtsanwältin Agnes Szlachecki.

II.
Oberlandesgericht Celle – vom 18. Oktober 2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Gravierende Schädigung an den Beinen anlässlich Schaumverödung, OLG Celle, Az. 5 O 344/11

Chronologie:
Der Kläger, ein Arzt auf Niedersachsen, machte gegen seine Patientin Ansprüche auf Zahlung eines Behandlungshonorars geltend. Die Beklagte lehnte die Zahlung mit der Begründung ab, der Arzt habe sie darüber aufklären müssen, dass es sich um Kosten handelt, die nicht durch die Krankenkasse abgedeckt seien. Im Übrigen erhob sie Widerklage mit dem Vorwurf, der Arzt habe sie nicht über die Risiken und Behandlungsalternativen aufgeklärt. Durch die erlittene Gesundheitsschädigung war sie über einen längeren Zeitraum berufsunfähig.

Verfahren:
In der Berufungsinstanz verblieb die vorgeworfene Aufklärungspflichtverletzung strittig. Das befasste OLG Celle stellte ferner wegen des begehrten Zahlungsanspruches des Klägers auf ärztliches Honorar fest, dass er seine Aktivlegitimation nicht nachweisen könne und verurteilte auf die Widerklage der Beklagten den Kläger zur Rückerstattung.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Es kommt in der Praxis häufig vor, dass Ärzte nicht hinreichend über die IGEL-Leistungen aufklären. Wenn die Behandlerseite sodann auch noch auf anderen Briefköpfen Rechnungen ausstellen, als es die persönliche Wahlleistungsvereinbarung vorsieht, kann der Honoraranspruch völlig entfallen, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Tobias Kiwitt heraus.

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Versicherungsbetrug mit umgekehrten Vorzeichen? Rechtsschutzunion Schaden GmbH mit Sitz in München als Schadenabwickler der Alten Leipziger Versicherung von Oberlandesgericht Düsseldorf, (Az. I – 8 U 66/13) abgestraft.

Die Rechtsschutzunion Schaden GmbH (Alte Leipziger) steht zum wiederholten Male wegen nicht nachzuvollziehender Regulierungsverweigerungstaktik in heftiger Kritik.

(ddp direct) Aus Schaden wird man gewöhnlich klug, nicht jedoch die Rechtsschutzunion Schaden GmbH mit Sitz in München. Zum wiederholten Male müssen Versicherungsnehmer, so wie im vorliegenden Fall, zunächst gegen die eigene Rechtsschutzversicherung massiv vorgehen und einen Deckungsprozess sowie ein Regressverfahren androhen, um sodann den begehrten Deckungsschutz zu erhalten. Was war passiert:

Eine Versicherungsnehmerin der Rechtsschutzunion (Alte Leipziger) hatte in einem Arzthaftungsprozess gegen einen Arzt vor dem Landgericht Wuppertal (Az. 5 O 338/11) lediglich einen Teilerfolg über eine Summe von 2.000,- Euro erzielt. Die anwaltlichen Vertreter der Patientin rieten ihr daraufhin an, gegen dieses Urteil in Berufung vor das Oberlandesgericht Düsseldorf zu ziehen und begehrten von der Rechtsschutzunion hierfür Deckungsschutzzusage. Diese wurde jedoch vom Versicherer mit der Behauptung verweigert, eine Berufung habe keinerlei Erfolgsaussicht, die Entscheidung des erstinstanzlichen Gerichtes sei rechtsfehlerfrei ergangen, plausibel und nachvollziehbar. Das Landgericht sei daher zu richtigen Ergebnissen gekommen. Selbst der Bitte, wenigstens auf Kulanzbasis die Kosten für die Berufungseinlegung zu übernehmen, kam der Versicherer nicht nach, mit den Worten: "leider können wir auch kulanzweise keine Kosten übernehmen…. bitte bedenken Sie, dass wir Kulanzzahlungen nur in wenigen Ausnahmefällen erbringen können… eine Kulanzzahlung ist im Interesse der Versichertengemeinschaft nicht möglich"

Das sah das Oberlandesgericht Düsseldorf indes ganz anders: Im mündlichen Termin vom 17. Oktober 2013 wies der Arzthaftungssenat des OLG Düsseldorf mit klaren Worten darauf hin, dass eine umfangreiche ergänzende Beweisaufnahme in diesem Prozess unumgänglich sei. Er schlug den Parteien allerdings im Erledigungsinteresse vor, sich vergleichsweise zu einigen, wobei die Entschädigungssumme über 150 Prozent über dem Betrag liegen solle, das das Landgericht ausgeurteilt hatte. Mit anderen Worten: die erstinstanzliche Entscheidung war keineswegs, wie von der Rechtsschutzunion kolportiert, "rechtsfehlerfrei" und ein Berufungsverfahren "ohne Erfolgsaussichten". Ganz im Gegenteil hat nicht ein Sachbearbeiter einer Rechtsschutzversicherung diese rechtliche Frage zu beurteilen, sondern möge das einem qualfizierten Senat eines deutschen Oberlandesgerichtes überlassen, hier dem OLG Düsseldorf. Würden die Geschäftspraktiken dieses Rechtsschutzversicherers Schule machen, würde es kaum noch Rechtsmittelverfahren geben, zumal immer mit textbausteinartigen Hinweisen darauf, ein erstinstanzliches Urteil sei rechtsfehlerfrei ergangen, argumentiert werden könnte. Das hat jedoch weder die Rechtsprechung noch die Politik so gewollt und vorgesehen.

Mehrere Dutzend Gerichtsverfahren, in denen der Rechtsschutzunion Schaden GmbH vom Gericht aufgezeigt wurde, dass er seinen Pflichten aus dem Versicherungsvertrag nachzukommen habe, sind gerichtskundig. Ebenso äusserte bereits das Landgericht München, dass es gerichtsbekannt sei, dass die Rechtsschutzunion ihr zugegangene Unterlagen als nicht erhalten bezeichnete. Das scheint den Versicherer aber nicht zu tangieren. Derartige unnötige Verfahren belasten die Gerichtsbarkeit und die entstehenden Zusatzkosten die Versichertengemeinschaft. Die Aufsichtsbehörde des Versicherers, die BaFin ist über die unverständliche Regulierungspraxis der Rechtsschutzunion seit langem informiert.

Der Hinterfragung, ob sich das Versicherungsunternehmen in Zahlungsschwierigkeiten befindet, stemmt sich die Versicherung unter Darlegung ihrer Gewinnzahlen vehement mit strafbewehrten Unterlassungserklärungen entgegen. Man verdiene ausgezeichnet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

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Ärztliche Kunstfehler haben oft erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen. Da Haftpflichtversicherer der Ärzte und Krankenhäuser aussergerichtliche Regulierungen in den meisten Fällen verweigern, ist der Patient oftmals gezwungen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Was Versicherungen im Vorfeld vielfach als „schicksalhaftes Geschehen“ abgetan hatten, stellt sich vor Gericht in vielen Fällen als eine Fehlbehandlung dar, die für den geschädigten Patienten zu Schadenersatz und Schmerzensgeld führt. Dr. Dirk C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht führt im nachfolgenden einige aktuelle Prozessergebnisse der Anwaltskanzlei Ciper & Coll. dar. Der Kanzleihomepage www.ciper.de sind im übrigen mehrere hunderte weiterer Prozesserfolge zu entnehmen:

1.
Verspätete Tumordiagnose und unterlassene Radiochemotherapie, OLG Düsseldorf, Az. I 8 U 74/10

Chronologie:
Die zwischenzeitlich verstorbene Klägering befand sich im Januar/Februar 2005 in stationärer Behandlung in einer Düsseldorfer Klinik. Hier wurde eine Hysterektomie vorgenommen, anlässlich derer ein Karzinom fehlerhaft übersehen und nicht entfernt wurde. Eine Zweitoperation war erforderlich.

Verfahren:
Nachdem das Landgericht Düsseldorf die Klage abgewiesen hatte (Az. 3 O 81/08), kam der Arzthaftungssenat des OLG Düsseldorf zum Ergebnis, dass die Parteien sich vergleichsweise einigen sollten. Diesem Vergleichsvorschlag traten die Parteien näher. Die Gesamtschadenposition lieg im deutlich 5stelligen Eurobereich.

2.
Nicht indizierte Laparoskopie bei diagnostiziertem akuten Abdomen, OLG Dresden, Az. 4 U 1899/10

Chronologie:
Die Klägerin wurde im Jahre 2001 vom Notarzt mit einem akuten Abdomen in das Krankenhaus der Beklagten eingeliefert. Hier diagnostizierten die Ärzte zunächst eine extrauterine Schwangerschaft. Eine zweite Diagnose lautete über eine ’stielgedrehte Overialzyste‘. Es wurde eine Laparoskopie vorgenommen, die intraoperativ zu Gefässverletzung führte.

Verfahren:
Mit der Sache war zunächst das Landgericht Leipzig befasst (Az. 6 O 3551/05) und sah die Klage dem Grunde nach für gerechtfertigt an. In der Berufungsinstanz vor dem OLG Dresden geht es nun noch um die Höhe der Ansprüche für die Klägerin. Der Haftpflichtversicherer der beklagten Klinik hat bereits ein Schmerzensgeld in Höhe von pauschal 100.000,- Euro akzeptiert und gezahlt. Es geht daher noch im den immateriellen Vorbehalt, sowie den materiellen Schadenersatz für Vergangenheit und Zukunft. Es ist mit einer Gesamtregulierung von mehreren hunderttausend Euro zu rechnen.

3.
Fehlerhaft unterlassene Osteosynthese nach Ellenbogenfraktur, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 90/10

Chronologie:
Der zum Zeitpunkt der Schädigung 12 Jahre alte Kläger stürzte im März 2006 beim Skateboardfahren auf seinen linken Ellenbogen. Er wurde mittels Krankenwagen ins Krankenhaus der Beklagten transportiert, wo eine Ellenbogenluxation diagnostiziert wurde. Die vorgenommene Operation wird als verspätet vorgeworfen.

Verfahren:
Das Landgericht Duisburg (Az. 1 O 132/08) hat nach vorgenommener Beweisaufnahme die Klage abgewiesen. Auf die Berufung des Klägers hin regte das Oberlandesgericht Düsseldorf eine vergleichsweise Klärung an, wonach dem Kläger eine pauschale Schadensumme zu zahlen sei, worauf sich die Parteien einliessen. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

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1.
Fehldiagnose einer fieberhaften Pyelonephritis unter Beteiligung des oberen Harntraktes – LG Würzburg, Az. 14 O 2828/10

Chronologie:

Der Kläger wurde aufgrund des Verdachtes auf eine Harnstauungsniere links an die urologische Gemeinschaftspraxis der Beklagten überwiesen. Hier erfolgte die Diagnose Prostatitis, die mit Antibiotikum und Alphablocker behandelt wurde. Nach Verschlechterung des Allgemeinzustandes begab sich der Kläger in internistische Behandlung, wo ein akutes Nierenversagen festgestellt wurde.

Der Kläger ist heute dialysepflichtig und leidet an einer chronischen Niereninsuffizienz. Er befindet sich in regelmässiger ärztlicher Behandlung.

Verfahren:

Das Landgericht hat die Beklagte zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 55.000,- Euro verurteilt. Darüberhinaus wird festgestellt, dass dem Kläger sämtliche weiteren materiellen Schäden für Vergangenheit und Zukunft, sowie die nicht vorhersehbaren immateriellen Zukunftsschäden zu ersetzen.

2.
Verletzung des nervus phrenicus anlässlich einer Bypassoperation, OLG Frankfurt/M., Az. I – 3 U 41/09

Chronologie:

Beim Kläger wurde im Oktober 2007 anlässlich einer Koronarangiographie eine koronare Gefässschädigung mit hochgradigen Durchblutungsstörungen verschiedener Herzkranzgefässe festgestellt. Daraufhin musste der Kläger eine Bypassoperation vornehmen lassen. Während der Operation kam es zur Verletzung des nervus phrenicus. Der Kläger leidet heute seither dauerhaft an einer Gesundheitsschädigung und seiner Vitalkraft.

Urteil:

Das Oberlandesgericht hat das Verfahren an das zuvor betraute Landgericht Fulda, die die Klage abgewiesen hatten, zurückverwiesen. Die vom Prozessvertreter von Ciper & Coll., Rechtsanwalt Michael Roth gestellten Anträge, insbesondere auf mündliche Anhörung des gerichtlich bestellten Gutachtern, waren zuvor vom Landgericht grundlos zurückgewiesen worden. Nun wird sich dieses Untergericht nochmals mit der Angelegenheit befassen müssen. Die Schadensumme liegt im deutlich sechsstelligen Eurobereich.

3.
Fehlbehandlung einer intraartikularen Radiustrümmerfraktur am rechten Handgelenk, OLG Köln, Az. 5 U 174/08

Chronologie:
Der Kläger erlitt im Jahre 1999 beim Inlineskaten einen Unfall. Im Rahmen der Erstversorgung durch ein Krankenhaus in Krefeld wurde eine Fraktur am rechten Handgelenk diagnostiziert. Die Behandlung erfolgte mittels Anlage eines Fixateurs externe sowie einer Rekonstruktion durch Kirschnerdrahtosteosynthese. Nachdem sich die Beschwerden nicht verbesserten, wurde eine Verplattung in einer Klinik in Köln eingebracht. Seither kann der Kläger seine rechte Hand nicht mehr belasten und seiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen.

Verfahren:
Nachdem das Landgericht Köln (Az. 25 O 510/05) die Klage in der ersten Instanz mit klaren Worten abgewiesen hatte, kam der Arzthaftungssenat des OLG Köln mit ebenso klaren Worten zur Klagezusprechung und regte zunächst als Vergleichsvorschlag, ohne die Höhe der materiellen Schäden entsprechend zu berücksichtigen, eine pauschale Entschädigung von 70.000,- Euro an. Hierauf konnte sich der Kläger jedoch nicht einlassen, da die ihm allein für die Vergangenheit entstandenen Verdienstausfälle bereits eine Summe von rund 500.000,- Euro ausmachen.

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Armplexuslähmung wegen nicht vorgenommener Sectio, OLG Köln, Az. 5 U 24/13

Chronologie:
Die schwangere Mutter der Klägerin befand sich zur Entbindung ihrer Tochter in der Einrichtung der Beklagten. Hier wurde ungeachtet diverser Risikofaktoren, wie einer stattgehabten Nephrektomie eine vaginale Geburt vorgenommen. Das geborene Kind erlitt anlässlich des Geburtsvorgangs eine Armplexuslähmung.

Verfahren:
Das Landgericht Aachen hat umfangreich Beweis erhoben, wies die Klage aber im Ergebnis ab, da der bestellte Gutachter nicht mit hinreichender Sicherheit feststellen konnte, dass die Schulterdystoktie durch eine Sectio verhindert worden wäre. Der Arzthaftungssenat des OLG Köln sah das indes anders und kam zum Ergebnis, dass sich die Parteien vergleichsweise einigen sollten. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Eine nicht lege artis erfolgte Geburtshilfe führt im Schadenfalle zu Ansprüchen des Geborenen. Neben dem Schmerzensgeld stehen dem geschädigten Kind auch ein Pflegemehraufwand sowie der Ersatz von materiellen Schäden für die Vergangenheit und Zukunft zu, so die sachbearbeitende Rechtsanwältin Agnes Szlachecki.

2.
Landgericht Ulm – vom 06. Oktober 2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Lungenpunktion, LG Ulm, Az. 6 O 119/13

Chronologie:
Die Klägerin befand sich im Jahre 2011 wegen einer Lungenentzündung zur stationären Behandlung im Hause der Beklagten. Es erfolgte eine Punktierung der Lunge links. Im Rahmen des Eingriffs kam es behandlungsfehlerhaft zu einem Einstich in den Herzbeutel, was zu einer lebensbedrohlichen Situation der Klägerin führte. Sie mußte mehrfach reanimiert werden und erlitt einen Sauerstoffmangel im Gehirn.

Verfahren:
Angesichts der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage hat das befasste Landgericht Ulm den Parteien angeraten, sich vergleichsweise zu einigen. Danach solle die Beklagtenseite der Klägerin eine pauschale Entschädigung von 45.000,- Euro zahlen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Das im Vorfeld der gerichtlichen Inanspruchnahme von der Gutachterkommission für Fragen ärztlicher Haftpflicht in Auftrag gegebene Gutachten hat bestätigt, dass ein Behandlungsfehler vorliegt. Trotz der eindeutigen Konstatierung lehnte jedoch die Versicherung der Beklagten die Anerkennung der Haftung bereits dem Grunde nach ab, stellt die allein sachbearbeitende Rechtsanwältin Irene Rist fest. Aus diesem Grunde musste die Klägerin gerichtliche Hilfe beanspruchen.

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