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Wirtschaft Handel Maschinenbau

Teure Weihnachtsgeschenke – Ratenzahlung, Dispo oder Pfandhaus?

Oft wird es zu Weihnachten knapp im Portemonnaie. Was kann man tun?

Teure Weihnachtsgeschenke - Ratenzahlung, Dispo oder Pfandhaus?

Weihnachten steht vor der Tür und bei vielen ist das Geld für die Weihnachtsgeschenke knapp. Darum sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass an Weihnachten nicht die Geschenke zählen, sondern die guten Gedanken. Konsumkredite für Weihnachtsgeschenke sind nur selten eine gute Idee. Ein Kredit für Weihnachtsgeschenke ist nur für Menschen ratsam, die kurzfristig einen finanziellen Engpass haben und diesen wenige Wochen später wieder ausgleichen können. Menschen, die finanzielle Probleme haben, sollten für Weihnachtsgeschenke keine Kredite aufnehmen! Was man bei den angebotenen Konsumkrediten sonst noch dringend beachten sollte, sagen ARAG Experten!

Kreditvermittler
Schneller Kredit ohne Schufa-Auskunft? Finger weg! Denn dabei handelt es sich in aller Regel um Kreditvermittler und die vergeben selbst keine Darlehen, sondern reichen nur Anfragen an Banken weiter. Zu den Angeboten gehört auch meist, dass man gegen hohe Gebühren Antragsformulare anfordern muss. Den ersehnten Kredit hat man damit noch lange nicht. Außerdem: Selbst wenn man über den Kreditvermittler Geld erhalten sollte, wird das Darlehen zumeist bei einer Teilzahlungsbank vermittelt, deren Zinssätze wesentlich höher sind als bei Geschäftsbanken oder Sparkassen.

Ratenkredit
Besser als Kreditvermittler: Direkt zur Bank oder Sparkasse. Wie schnell einem dort geholfen wird, kann man allerdings auch nicht pauschal beantworten. Es hängt immer von der Bonität des Kunden ab. Bei entsprechenden Sicherheiten bietet sich etwa ein Ratenkredit an. Damit steht das Geld in ein bis zwei Tagen zur Verfügung. Die eigene Hausbank ist dabei aber nicht immer die günstigste! Bei Ratenkrediten wie bei allen anderen Darlehen sollte man die Preise möglichst vieler Kreditinstitute vergleichen. Es gibt viele Formen, die sich in Zinshöhe und Laufzeit oft stark unterscheiden. Aussagekräftig ist aber allein der effektive Jahreszins, den anzugeben die Kreditinstitute gesetzlich verpflichtet sind.

Dispositionskredit
Wer es besonders eilig hat, kann sein kontoführendes Kreditinstitut auch bitten, den Dispokredit zu erhöhen. Dann steht das Geld sofort zur Verfügung. Derzeit liegt der Zinssatz für Dispo-Kredite bei vielen Banken bei rund zehn Prozent. Daher empfehlen ARAG Experten diese Lösung nur, wenn man das Konto in wenigen Monaten wieder ausgleichen kann. Ansonsten wird der „Dispo“ zu einer recht kostspieligen Angelegenheit. Noch teurer wird es, wenn man das von der Bank oder Sparkasse eingeräumte Limit des Dispokredits ohne Rückfrage überzieht. Bei solchen geduldeten Überziehungen kommen nochmal mindestens drei bis vier Prozent Zinsen obendrauf. Ein pauschales Mindestentgelt dürfen Banken in diesem Fall allerdings nicht kassieren. Das entschied kürzlich der Bundesgerichtshof und kippte die entsprechenden Klauseln von zwei großen Banken (Az.: XI ZR 9/15 und XI ZR 387/15).

Pfandhaus
Schnell, relativ unbürokratisch und anonym gibt es Geld in Pfandhäusern. Bei dieser Art des Kredits haftet man nur mit dem Pfand; das kann man innerhalb einer bestimmten Frist wieder auslösen. Zusätzlich zum geliehenen Betrag kann das Pfandhaus allerdings noch Zinsen in Höhe von einem Prozent und gesetzlich festgelegte Gebühren verlangen. Nach Verstreichen der Frist wird das Pfand verkauft oder versteigert – ein Mehrerlös daraus geht dann selbstverständlich an den Pfandgeber. Wird weniger erlöst, als für das Pfand beliehen wurde, bleibt das Pfandhaus auf dem Verlust sitzen. Darum geben Pfandhäuser nie den tatsächlichen vollen Wert des Gegenstandes heraus, erläutern ARAG Experten.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

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Computer IT Software

Handy weg – jetzt schnell handeln

ARAG Experten geben Tipps, wie man den Schaden begrenzt, wenn das Handy weg ist

Handy weg - jetzt schnell handeln

Vorweihnachtstrubel in den Innenstädte und drangvolle Enge auf Weihnachtsmärkten: schnell geht da etwas verloren – Langfinger helfen nur allzu gerne nach. Wie unentbehrlich das Handy längst für viele geworden ist, realisiert man häufig erst, wenn es verloren geht oder gestohlen wird. Oft befinden sich auf dem Gerät auch noch persönliche Daten und Bilder. Ist das Handy futsch, gilt es daher schnell zu handeln. ARAG Experten sagen, was zu beachten ist.

So sorgen Sie vor!
Damit Adressen, Termine und Geburtstage nicht verloren gehen, sollten die Daten regelmäßig außerhalb des Mobiltelefons gesichert werden. Dafür gibt es eine spezielle Software, die persönliche Daten zwischen Handy und Computer synchronisiert. Zudem gibt es Online-Dienste, bei denen die Sicherheitskopie der Daten dann in einer Internet-Datenbank abgespeichert wird. Eine weitere Information, die man am besten direkt nach dem Kauf notieren sollte, ist die „International Mobile Equipment Identity“ (IMEI). Diese Seriennummer ermöglicht es, ein GSM oder UMTS Endgerät einwandfrei zu identifizieren und seinem Nutzer zurückzugeben. Etwa dann, wenn das Handy im Fundbüro oder bei Polizeiermittlungen auftaucht. Dafür muss man den Handy-Diebstahl allerdings bei der Polizei anzeigen. Die IMEI, eine 15-stellige Seriennummer, ist auf dem Typenschild des Handys zu finden. Das befindet sich meist unter dem Akku. Man kann auch die Tastenkombination „Stern-Raute-Null-Sechs-Raute“ eintippen. Dann erscheint die IMEI im Display des Mobiltelefons.

Erstmal suchen
Als erstes sollte man das vermisste Handy anrufen. Klingelt es dann in der Nähe, war die ganze Aufregung umsonst. Falls niemand abnimmt: Schicken Sie eine SMS mit Ihren Kontaktdaten. Es besteht immer noch die Chance, dass ein ehrlicher Finder sich meldet. Dann kann man direkt einen Übergabe-Termin und eventuell einen Finderlohn vereinbaren. Falls der Rufton des Handys auf lautlos eingestellt ist, bringt der Trick mit dem Anruf einen natürlich nicht weiter. In diesem Fall könnte eine Suche per Bluetooth-Funkverbindung klappen, wenn diese Funktion beim Handy aktiviert ist. Mit einem Computer, der über Bluetooth verfügt, durchsucht man die Umgebung nach weiteren Bluetooth-Geräten. Erscheint das Handy, kann es nur wenige Meter entfernt sein. Auch über eine Ortungs-App kann das Gerät unter Umständen wiedergefunden werden. Abhängig davon, ob es sich um ein iOS- oder Android-Gerät handelt, gibt es unterschiedliche Ortungsmöglichkeiten, die aber in der Regel vorher auf dem Gerät aktiviert werden müssen.

Was Sie sonst noch tun können
Falls Ihr Handy auch Mails aus anderen Konten empfängt, ändern Sie auch die Passwörter dieser Konten. Sollten Sie vermuten, dass Unbefugte Zugriff auf eins oder mehrere Ihrer Internet-Konten haben, informieren Sie Ihre Freunde und Bekannten, deren E-Mail-Adresse Sie gespeichert haben. Ist es bereits zu spät und Sie haben keinen Zugriff mehr auf Ihre Mail-Konten, weil die Passwörter bereits geändert wurden, dann sperren Sie alle Bankkonten und Kreditkarten, die Sie im Internet für Bezahlvorgänge verwendet haben, ebenso wie das Paypal-Konto, falls vorhanden.

Die SIM-Karte sperren lassen
Falls die Suche nach dem Handy erfolgslos war, lassen Sie die SIM-Karte Ihres Handys sofort sperren. Das geht telefonisch unter der Nummer 116 116. Sie können das Gerät dann nicht mehr anrufen, Unbefugte können dann aber auch nicht mehr über Ihren Anschluss telefonieren. Für das Entsperren oder für eine neue SIM-Karte fallen aber in der Regel Gebühren an. Man kann seine Karte auch über das Online-Kundenportal selbst sperren. Zum Sperren benötigt man meist die folgenden Angaben: Handyrufnummer, SIM-Kartenrufnummer, Kundennummer und Kundenkennwort. Es ist ratsam, die notwendigen Daten aus den Vertragsunterlagen zu notieren und für den Notfall griffbereit zu halten. Die SIM-Kartennummer ist ebenfalls auf der SIM-Karte vermerkt, die im Handy steckt. Laut ARAG Experten bleiben durch den Verlust eines Handys aber sowohl die Handynummer als auch das Guthaben einer Prepaid-Karte erhalten. Diese Informationen sind beim Mobilfunkanbieter gespeichert, nicht auf dem Handy selbst.

Wann die Hausratversicherung zahlt
Wenn das Handy bei einem Einbruch in den eigenen vier Wänden gestohlen wurde oder wenn die Herausgabe des Handys bei einem Raubüberfall mit Gewalt erzwungen wurde, zahlt in der Regel die Hausratversicherung. Ein Überfall muss umgehend der Polizei gemeldet werden, erinnern die ARAG Experten. War allerdings Leichtsinn im Spiel, springt die Hausratversicherung nicht ein. Einige Mobilfunkunternehmen und Versicherungsgesellschaften bieten mittlerweile auch spezielle Handyversicherungen an.

Sperrfunktionen
Ein zusätzlicher Schutz vor Missbrauch durch Unbefugte ist die automatische Tastensperre mit Geheimnummer. Mit ihr sperrt sich das Handy selbst und kann nur durch Eingabe einer Geheimnummer wieder genutzt werden. Unbefugte können das Handy so nicht nutzen. Viele Geräte bieten eine weitere Funktion, die das Telefon verriegelt, wenn es ausgeschaltet oder eine fremde SIM-Karte eingelegt wurde. Entsperren kann es dann nur eine vom Nutzer festgelegte Geheimnummer. Das macht das Handy für den Dieb wertlos, wenn er eine andere SIM-Karte einlegt.

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Medizin Gesundheit Wellness

Trotz Erkältung ins Büro?

Krank melden oder ins Büro schleppen? ARAG Experten klären wichtige Fragen.

Trotz Erkältung ins Büro?

Husten, Halsweh und Schnupfen sind derzeit für viele Arbeitnehmer unliebsame Begleiter. Doch ab wann ist eine Erkältung ein Grund, lieber zu Hause zu bleiben als ins Büro zu gehen? Wie schnell muss die Krankschreibung auf dem Schreibtisch vom Chef liegen? Und was ist, wenn Angestellte sich früher fit fühlen als die Krankmeldung vorschreibt? Diese wichtigen Regelungen zum Thema Krankenstand klären ARAG Experten.

Krankmeldung – Ab wann ist sie sinnvoll?
Nicht jede verstopfte Nase muss gleich zu einer Krankschreibung führen. Nicht jedes Kratzen im Hals erfordert strenge Bettruhe. Allerdings raten Ärzte und Arbeitsrechtler, dass man besser ein paar Tage zu Hause bleibt, bevor man den halben Betrieb durch Ansteckung lahmlegt.

Frühzeitig abmelden!
Damit der Chef ohne den erkrankten Mitarbeiter den Betrieb planen kann, sollte sich dieser so früh wie möglich in der Firma abmelden. Die genaue Uhrzeit, bis wann das zu passieren hat, ist im Entgeltfortzahlungsgesetz (EntFG) zwar nicht geregelt, wohl aber, dass er es „unverzüglich“ tun und zudem ankündigen muss, für wie lange er wohl ausfallen wird. Dies kann er zunächst telefonisch, per E-Mail, SMS oder Fax erledigen. Wer also um acht Uhr Arbeitsbeginn hat, sollte auch bis spätestens dahin die Firma oder den Chef informiert haben.

Attest – Immer nach drei Tagen?
Ab dem wievielten Krankheitstag ein ärztliches Attest dem Chef vorliegen muss, ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich geregelt und meist im Arbeitsvertrag oder der Betriebsvereinbarung nachzulesen. Ist ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig erkrankt, muss er meist nach drei Kalendertagen eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Der Arbeitgeber ist allerdings berechtigt, die Vorlage ohne besonderen Anlass früher zu verlangen. Voraussetzung: Es gibt keine anderslautenden Vereinbarungen oder Verträge. In einem konkreten Fall hatte sich eine Arbeitnehmerin für den Tag krank gemeldet, für den sie vorher vergeblich eine Dienstreise beantragt hatte. Ihr Arbeitgeber hatte sie daraufhin aufgefordert, künftig am ersten Tag der Krankmeldung ein ärztliches Attest vorzulegen. Die Arbeitnehmerin sah das als sachlich ungerechtfertigt an. Ihrer Auffassung ist das zuständige Gericht aber nicht gefolgt (BAG, Az.: 5 AZR 886/11).

Krankfeiern, ohne Attest?
Besser nicht! Die Attestpflicht sollte unbedingt wahrgenommen werden! Denn Arbeitnehmer, die dies versäumen, müssen mit einer vorübergehenden Einstellung der Entgeltfortzahlung (§ 7 EntFG)rechnen. Das heißt auf gut Deutsch: Keine Arbeit – kein Gehalt! Außerdem droht eine Abmahnung und im Wiederholungsfall sogar die Kündigung.

Wieder fit – sogar schneller als gedacht!
Manchmal tritt die Genesung schneller ein als angenommen. Dann kann und will man eigentlich schon wieder arbeiten, doch das Attest läuft noch drei Tage? Oft ist es empfehlenswert, sich an diesen Tagen vollständig auszukurieren. Will der Arbeitnehmer jedoch unbedingt wieder arbeiten, steht dem im Normalfall nichts im Wege. Entgegen landläufiger Meinungen bedeutet die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kein Arbeitsverbot. Auch der Versicherungsschutz in der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung besteht grundsätzlich weiter. Ausnahmen sind jedoch denkbar – etwa wenn der Arbeitnehmer in Wahrheit doch noch beeinträchtigt ist und dadurch einen Unfall erleidet, oder wenn es sich um eine besonders gefährliche Tätigkeit handelt. Zu empfehlen ist im Zweifelsfall eine Gesundschreibung durch den Arzt. Wichtig ist laut ARAG Experten auch eine Absprache mit dem Arbeitgeber. Diesem sollte die vorzeitige Arbeitsaufnahme angekündigt werden, damit ein möglicher Unfall auf dem ersten Weg zur Arbeit auch als Wegeunfall versichert ist.

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Politik Recht Gesellschaft

Zwischen Weihnachten und Neujahr: Feiertage oder nicht?

Welche Rechte haben Arbeitnehmer Heiligabend, Silvester und dazwischen?

Zwischen Weihnachten und Neujahr: Feiertage oder nicht?

Während viele Menschen um den Weihnachtsbaum sitzen und es sich mit Plätzchen und anderen Leckereien gut gehen lassen, arten die Feiertage bei manchen in Stress aus. Ärzte, Polizisten, Kellner – viele Berufsgruppen müssen in der vermeintlich besinnlichen Zeit hart arbeiten. ARAG Experten erklären, welche Rechte zwischen den Jahren für Arbeitnehmer herrschen.

Arbeiten an Heiligabend, Weihnachten oder Silvester
Heiligabend und Silvester sind keine Feiertage, daher hängt es – sofern sie auf einen Werktag fallen – lediglich vom Arbeitgeber ab, ob sie frei sind, einen halben oder einen ganzen Urlaubstag erfordern. Der 25. und 26. Dezember dagegen sind gesetzlich festgelegte Feiertage, an denen das Arbeiten generell untersagt ist. Gleiches gilt für den 1. Januar. Laut ARAG Experten sind im Arbeitszeitgesetz 16 Ausnahmen von dem generellen Beschäftigungsverbot aufgeführt. So muss beispielsweise im Sicherheits- oder im Gesundheitswesen auch an Feiertagen eine Versorgung gewährleistet sein.

Einkaufen an Heiligabend
Der 24. Dezember fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Dennoch können Geschäfte unter Umständen öffnen. Kirchen und Gewerkschaften sehen das kritisch. Laut ARAG Experten dürfen aber nur Geschäfte aufmachen, die Artikel des täglichen Bedarfs anbieten. Dazu gehören Lebensmittelmärkte, Bäckereien und Weihnachtsbaumverkaufsstellen. Manche Handelsketten haben bereits die Entscheidung getroffen, die Verkaufsräume am diesjährigen vierten Adventssonntag und Heiligabend geschlossen zu lassen, so zum Beispiel die Filialen von Rewe und Penny. Dies gilt allerdings nur für etwa 2.400 nicht selbstständige Händler. Die selbstständigen Kaufleute können selbst darüber entscheiden, ob sie an Heiligabend ihre Märkte öffnen.

Recht auf Feiertagszuschläge
Gesetzlich gibt es keinen Anspruch auf sogenannte Feiertagszuschläge, wissen ARAG Experten. Lediglich für geleistete Nachtarbeit an solchen Tagen gibt es einen Aufschlag. Ansonsten steht dem an Sonn- oder Feiertagen schuftenden Mitarbeiter ein Ersatzruhetag zu. Allerdings gilt in den meisten Fällen nicht die gesetzliche Vereinbarung, sondern die vertragliche oder tarifvertragliche – und dort ist dann oft auch das individuelle Recht auf mögliche Zuschläge festgelegt.

Zuschläge und Versteuerung
Glück im Unglück haben diejenigen, die an den gesetzlichen Feiertagen arbeiten müssen und einen Zuschlag erhalten. Es lohnt sich: Denn der Lohnzuschlag an Heiligabend ab 14 Uhr und an den Weihnachtsfeiertagen ist bis zu 150 Prozent und an Silvester ab 14 Uhr bis zu 125 Prozent des Grundlohnes von maximal 50 Euro pro Stunde steuerfrei, so die ARAG Experten.

Betriebsferien
Auch wenn die Urlaubsverteilung im Allgemeinen nicht im Ermessen des Arbeitgebers liegt, darf er Betriebsferien anordnen, wenn dringende betriebliche Belange das erfordern. Dabei sollte er auf zwei Dinge achten: Erstens sollte die Zwangspause in den Schulferien liegen, damit Eltern nicht benachteiligt werden und zweitens sollte er die verordnete Freizeit so früh wie möglich ankündigen, damit sich alle Arbeitnehmer darauf einstellen können. Hat der Betrieb jedoch einen Personal- oder Betriebsrat, darf der Chef nicht in Eigenregie entscheiden, sondern muss deren Zustimmung einholen.

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Tourismus Reisen

Niki ist pleite: Die Folgen für Fluggäste

ARAG Experten erläutern die Rechtslage

Niki ist pleite: Die Folgen für Fluggäste

Die Air-Berlin-Tochter hat jetzt ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt. Laut Insolvenzverwalter verlieren alle ausgestellten und bezahlten Niki-Flugtickets ihre Gültigkeit. Betroffen sind 350 000 Passagiere, die bei Niki direkt gebucht hatten. Weitere 410 000 Fluggäste hatten ihre Tickets über Reisebüros oder -veranstalter gekauft. ARAG Experten sagen, was das für Passagiere und Ticketinhaber bedeutet.

Flug gebucht, Ticket bezahlt – und nun?
Niki Air stellt den Betrieb ein. Das geht zu Lasten der Kunden mit bezahltem Ticket. Denn grundsätzlich bleibt ihnen nur die Möglichkeit, die eigene Forderung gegenüber der insolventen Airline im späteren Insolvenzverfahren anzumelden. Es bleibt den geschädigten Kunden also nichts weiter übrig, als sich bei dem zuständigen Amtsgericht in die Insolvenztabelle eintragen zu lassen. Und hier ist der Kunde natürlich immer – was die Gläubigerschlange anbetrifft – derjenige, der ganz hinten steht. Erfahrungsgemäß ist das Geld, das der Kunde für das Ticket gezahlt hat, verloren.

Pauschalreisende sind besser dran
Wer eine Pauschalreise mit Flügen von Niki gebucht hat, braucht sich hingegen keine Sorgen zu machen. Laut ARAG Experten wird rechtlich klar zwischen einer Flugbuchung und einem Reisepaket unterschieden. Im Paketpreis sind dann neben dem Flugticket meist noch die Unterbringung, Flughafentransfer und Verpflegung enthalten. Der maßgebliche Unterschied zur reinen Flugbuchung: Vertragspartner bei einer Pauschalreise ist der Reiseveranstalter und nicht die insolvente Fluggesellschaft. Er muss die Kunden dann auf eine andere Airline umbuchen. Sitzen Kunden im Urlaubsland fest, muss sich der Veranstalter um einen alternativen Rückflug kümmern. Bei Pauschalreisen gibt es außerdem den Sicherungsschein: Der Kunde erhält ihn mit den Buchungsunterlagen. Nur mit der Herausgabe des Sicherungsscheines ist der Reiseveranstalter überhaupt in der Lage und berechtigt, Zahlungen auf den Reisepreis – auch eine Anzahlung beispielsweise – anzunehmen oder zu fordern. Startet die Pauschalreise dennoch aufgrund einer Airline-Insolvenz verspätet oder fällt sie ganz aus, kann der Kunde den Reisepreis entsprechend mindern und auch Schadensersatz bei möglichen Folgeschäden verlangen, so ARAG Experten.

Codesharing-Flüge
Bei Flügen mit sogenanntem Codesharing muss man differenzieren. Codesharing ist beispielsweise gegeben, wenn der Fluggast bei Gesellschaft X gebucht hat, der Flug aber mit der Partner-Airline Y durchgeführt werden sollte. Was passiert, wenn diese nun insolvent ist? Hier gilt: Die Fluggesellschaft, bei der der Flug gebucht worden ist, ist Vertragspartner! Hat nun eine Fluggesellschaft, die eine Teilstrecke ausführen soll, Insolvenz beantragt, muss der Vertragspartner dafür Sorge tragen, dass die Beförderungsleistung wie vereinbart erbracht wird. Ist dies nicht der Fall, muss der Ticketpreis erstattet werden. Ist der Vertragspartner pleite, ist es zweifelhaft, ob der Fluggast die Reise noch antreten kann.

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Winterschlaf – wenn Tiere sich aufs Ohr legen

ARAG Experten geben Tipps, wie man Winterschläfern durch die kalte Jahreszeit hilft

Winterschlaf - wenn Tiere sich aufs Ohr legen

Viele Tiere schrauben ihren Stoffwechsel herunter, wenn es kalt wird. Dabei fallen sie in den Winterschlaf, erstarren oder ruhen nur. Sie verkriechen sich in gut gewählte Verstecke im Wald oder in Gärten. Vor allem naturnah gestaltete Gärten, in denen auch mal Äste und Laub liegen bleiben dürfen, sind ein wahres Winterparadies für Igel & Co. Doch auch penible Rollrasen-Besitzer, die ihr Grün selbst im Winter harken, können Tieren Unterschlupf bieten. Futterkästen und spezielle Häuser für Winterschläfer kann man kaufen oder sogar selber bauen.

Echte Winterschläfer
Igel, Fledermäuse oder Murmeltiere sind wahre Schlafmützen. Sie wachen in den etwa sechs Monaten, in denen sie schlafen, zwar ab und zu auf, fressen aber nichts und bewegen sich nur, um die Schlafposition zu ändern. Ihre Körpertemperatur ist während dieser Zeit stark abgesenkt und das Herz schlägt nur noch langsam. Ein Igel beispielsweise senkt den Herzschlag von 200 Schlägen pro Minute auf 50. Werden Winterschläfer geweckt, verbrauchen sie Energie und der angefutterte Fettvorrat geht schneller zur Neige und sie können verhungern.

Winterruhe und -starre
Zu den ruhenden Tieren gehören beispielsweise Eichhörnchen und Dachse. Auch sie senken ihre Körpertemperatur, aber nicht so stark wir ihre schlafenden Kollegen. Wenn sie ab und zu aufwachen, gehen sie auch gelegentlich auf Nahrungssuche. In eine vollkommene Winterstarre hingegen fallen z.B. Schildkröten, Frösche oder Insekten. Sie wachen garantiert nicht auf, bevor wärmere Frühlingstemperaturen sie aus der Starre holen.

Geeigneter Unterschlupf
Ob umgedrehte Holzkiste, Fertigbausatz aus dem Baumarkt, Baumstumpf oder Laubhaufen – wichtig ist, dass Winterschläfer in Ruhe gelassen werden und draußen überwintern. Werden sie im Winter vom Menschen umsorgt und gepflegt, werden sie es im kommenden Frühjahr schwer haben, sich draußen zurechtzufinden und gegen Artgenossen durchzusetzen. Fledermäuse verbringen ihren Winterschlaf kopfüber. Sie benötigen besonderen Schutz, weil sie hierzulande kaum mehr geeignete Wohnräume finden und damit auch der Winterschlaf gefährdet ist. Mit speziellen Fledermausdachziegeln oder -kästen aus dem Baumarkt kann man den Abendseglern helfen, durch den Winter zu kommen.

Hunde warm durch den Winter bringen
Manche Vierbeiner kann man mit der richtigen Kleidung gut durch die kalte Jahreszeit bringen. Wer einen Sibirischen Husky zu Hause hat, muss sich darum natürlich keine Gedanken machen. Aber Besitzer eines Chihuahuas beispielsweise sind gut beraten, ihre Tiere winterfest einzukleiden. Die kleinste Hunderasse der Welt gehört nämlich auch zu den fellärmeren Vierbeinern, die bereits an kühlen Sommertagen zittern. Auch für alte oder kranke Hunde kann tierische Winterkleidung sinnvoll sein. Wie bei uns Zweibeinern ist wichtig, dass die Kleidung passt und die Pfoten freibleiben. Schuhe sind nur für Schlittenhunde sinnvoll, die stundenlang durch Schnee und Eis laufen. Ansonsten genügt es, die Pfoten nach dem Spaziergang gegebenenfalls vom Streusalz zu befreien. Bei Tieren mit langem Fell sollten im Winter die Ballen freigehalten werden, damit sich keine Eisklumpen sammeln.

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ARAG Recht schnell…

Aktuelle Gerichtsurteile auf einen Blick

ARAG Recht schnell...

+++ Kontrolle des Jobcenters beschränkt +++
Wenn junge Erwachsene einmal von zu Hause ausgezogen sind, ist die Kontrolle des Jobcenters bei weiteren Umzügen beschränkt. Eine erneute Genehmigung für einen Auszug von zu Hause ist dann nicht mehr erforderlich. Dies gilt laut ARAG jedenfalls dann, wenn die Rückkehr in das Elternhaus nur unfreiwillig und kurz erfolgt sei (SG Dresden, Az.: S 52 AS 4265/17).

+++ Gefälligkeitshilfe bei Hausbau +++
Helfen Verwandte beim Hausbau in Eigenleistung durch Ausführung verschiedener Bauarbeiten in einem Umfang von mehr als 500 Stunden, kann dies als Gefälligkeitsleistung einzustufen sein. Dies hat laut ARAG die Folge, dass keine Beitragspflicht der privaten Bauherren in der gesetzlichen Unfallversicherung besteht (SG Heilbronn, Az.: S 6 U 138/17).

+++ Sturz beim Bowlen kann Arbeitsunfall sein +++
Der Sturz eines Versicherten während eines betrieblichen Bowling-Turniers, das auf einer Dienstreise durchgeführt wurde, kann laut ARAG einen Arbeitsunfall darstellen (SG Aachen, Az.: S 6 U 135/16

Langfassungen:

Kontrolle des Jobcenters beschränkt
Wenn junge Erwachsene einmal von zu Hause ausgezogen sind, ist die Kontrolle des Jobcenters bei weiteren Umzügen beschränkt. Eine erneute Genehmigung für einen Auszug von zu Hause ist dann nicht mehr erforderlich. In dem konkreten Fall hatte der 22 Jahre alte Kläger bereits alleinstehend Hartz IV bezogen. Er zog nach Dresden und war zunächst obdachlos – anschließend kam er kurz bei seinem Vater unter. Als er einen Vollzeitjob gefunden hatte, meldete er sich vom Hartz-IV-Bezug ab und mietete ein WG-Zimmer für 300 Euro warm. Schon nach wenigen Tagen erhielt er die Kündigung des Arbeitsvertrages und stellte wieder einen Antrag auf SGB-II-Leistungen. Das Jobcenter Dresden bewilligte ihm nur 80% des Regelbedarfs. Die Kosten der Wohnung erkannte es nicht an, weil der Kläger ohne Zusicherung des Jobcenters umgezogen sei. Dagegen klagte der Kläger mit Erfolg vor dem Sozialgericht. Der Kläger habe Anspruch auf Zahlung des vollen Regelbedarfs zuzüglich der Kosten der Unterkunft im WG-Zimmer. Zwar erhielten unter 25 Jahre alte Leistungsempfänger nur dann den vollen Regelbedarf und die Kosten der Unterkunft für eine eigene Wohnung, wenn sie vor dem Auszug von den Eltern eine Zusicherung vom Jobcenter erhalten haben. Dies gelte jedoch nur für den erstmaligen Auszug aus dem Elternhaus. Wenn die Rückkehr in das Elternhaus nur unfreiwillig und kurz erfolge, müsse eine erneute Zusicherung nicht eingeholt werden, erklären ARAG Experten (SG Dresden, Az.: S 52 AS 4265/17).

Gefälligkeitshilfe bei Hausbau
Helfen Verwandte beim Hausbau in Eigenleistung durch Ausführung verschiedener Bauarbeiten in einem Umfang von mehr als 500 Stunden, kann dies als Gefälligkeitsleistung einzustufen sein. Das klagende Ehepaar errichtete im entschiedenen Fall ein Wohnhaus mit Garage und Carport in Eigenleistung. Während der Bauphase von Juni 2012 bis November 2014 wurden die Eheleute von ihren Vätern und Brüdern unterstützt, die an Samstagen Erd-, Maurer-, Schalungs- und Betonbearbeiten in einem Umfang von zusammen mehr als 500 Stunden verrichteten. Daraufhin forderte die Bau-Berufsgenossenschaft (Bau-BG) von den Eheleuten für die geleisteten Helferstunden Unfallversicherungsbeiträge in Höhe von knapp 1.000 Euro. Die erbrachte Helferstundenzahl überschreite den Rahmen einer familiären Gefälligkeit. Sie seien für die Eheleute wie Beschäftigte tätig und daher unfallversichert gewesen. Das Ehepaar klagte mit Erfolg gegen die Beitragsbescheide. Die Eheleute seien nicht als Unternehmer beitragspflichtig, ihre Familienangehörigen für sie nicht wie Beschäftigte tätig gewesen. Gefälligkeitsleistungen, die durch das Verwandtschaftsverhältnis zwischen den beteiligten Personen geprägt seien, sind nicht unfallversichert. Vorliegend sei die Beziehung zwischen den Klägern und ihren Helfern durch regelmäßige Familientreffen und gegenseitige Unterstützung wie etwa bei Autoreparaturen, Renovierungen, Umzügen und finanziellen Angelegenheiten bestimmt. Auch Art und Umfang der Tätigkeiten sprächen nicht gegen eine Gefälligkeitsleistung. Der durchschnittliche Umfang der erbrachten Hilfeleistung über den gesamten Zeitraum war für jeden Helfer wöchentlich weniger als dreieinhalb Stunden. Dies spricht angesichts der engen familiären Bindung für eine Gefälligkeit, erläutern ARAG Experten (SG Heilbronn, Az.: S 6 U 138/17).

Sturz beim Bowlen kann Arbeitsunfall sein
Der Sturz eines Versicherten während eines betrieblichen Bowling-Turniers, das auf einer Dienstreise durchgeführt wurde, kann einen Arbeitsunfall darstellen. Die Aachener Richter gaben im verhandelten Fall einem Versicherten Recht, der an einer mehrtägigen betrieblichen Veranstaltung eines Partnerunternehmens seines Arbeitgebers teilgenommen hatte. Im Rahmen jener Veranstaltung fand auch ein Bowling-Turnier zwischen sämtlichen Teilnehmern statt, in dessen Verlauf der Kläger auf der Bowlingbahn ausrutschte und sich seine Schulter ausrenkte. Während die beteiligte Berufsgenossenschaft die Anerkennung des Sturzes als Arbeitsunfall noch mit dem Argument verneint hatte, der Kläger habe sich beim Bowling privaten Belangen gewidmet, stellte das SG fest, es handele sich um einen Arbeitsunfall. Maßgeblich hierfür sei, dass dem Kläger eine Teilnahme an der Fortbildung von seinem Arbeitgeber vorgeschrieben worden und das Bowling-Turnier fester Programmpunkt der Veranstaltung gewesen sei. Da der Zweck der Veranstaltung der Austausch mit Mitarbeitern des Partnerunternehmens gewesen sei, von der beide Betriebe zu profitieren hofften, habe der Kläger mit der Teilnahme am Bowling-Turnier eine Nebenpflicht aus seinem Arbeitsverhältnis erfüllt, so die ARAG Experten (SG Aachen, Az.: S 6 U 135/16).

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

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Politik Recht Gesellschaft

ARAG Verbrauchertipps

Personalien/Scheidungskosten/Abschleppen/

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Kurios: Frau ohne Namen
Das Amtsgericht Cottbus verurteilte eine junge Frau wegen Verletzung eines Polizisten bei einer Protestaktion zu zwei Monaten Freiheitsstrafe. Das Kuriose an dem Vorgang: Das Gericht kannte den Namen der Delinquentin nicht. Die Frau hatte nach der Festnahme die Angabe von Personalien verweigert. Auch in der Zeit zwischen Tat und Prozess weigerte sich die Frau standhaft ihre Identität preiszugeben. Das führte dazu, dass sie die vier Wochen in Untersuchungshaft verbringen musste. Einen Gefallen hat die Namenlose sich damit laut ARAG Experten auch im Hinblick auf das Urteil nicht getan. Wegen der fehlenden Personalien war keine Strafaussetzung zur Bewährung möglich (Az.: 95 Ds 1360 Js 16326/16 (184/16). Erst fünf Tage nach dem Verkündungstermin holte sie die Angaben nach und legte Berufung gegen das Urteil ein. Das Gericht hob den Haftbefehl daraufhin auf.

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Scheidungen sind nicht absetzbar
„Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ dichtete dereinst Friedrich Schiller. Die Begründung lieferte er in dem Gedicht gleich mit: „Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.“ Daran hat sich seit den Zeiten des Dichterfürsten nicht allzuviel geändert. Außer, dass heute Ehen schneller, leichter und einfacher geschieden werden. Billiger sind Scheidungen allerdings nicht geworden. Anwalts- und Gerichtskosten können schnell in die Tausende gehen. Und auch, wer versucht sich den einen oder anderen Euro per Steuererklärung zurückzuholen, wird enttäuscht. Denn Zivilprozesskosten lassen sich grundsätzlich seit 2013 nicht mehr als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen. Der Bundesfinanzhof hat laut ARAG Experten entschieden, dass diese gesetzliche Neuregelung auch für die Kosten eines Scheidungsverfahrens gilt. Auch die Gerichtskosten für Scheidungsfolgesachen, also der Streit ums Vermögen, den Zugewinnausgleich sowie den Kindes- und Trennungsunterhalt sind nicht als außergewöhnliche Belastungen abziehbar. An den Gerichtskosten für die Folgesachen kann man aber sparen, wenn man sich gütlich einigt, denn sie müssen nicht zwangsläufig vom Gericht entschieden werden (BFH, Az.: VI R 9/16).

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Sofortiges Abschleppen ist zulässig
Ein in der Innenstadt auf dem Gehweg geparktes Fahrzeug darf unverzüglich abgeschleppt werden. Im konkreten Fall war eine Hilfspolizeibeamtin in der Ludwigshafener Innenstadt unterwegs und stellte um ca. 10.00 Uhr fest, dass ein Pkw regelwidrig auf dem Gehweg abgestellt war. Die eifrige Uniformträgerin verständigte um ca. 10.18 Uhr einen Abschleppdienst, der um 10.27 Uhr eintraf. Um 10.29 Uhr kam der Fahrer und Halter des Pkw hinzu, weshalb der Abschleppvorgang abgebrochen wurde. Insgesamt sollte der Mann für den abgebrochenen Abschleppversuch 174 Euro bezahlen. Dass sah er nicht ein und klagte gegen die Stadt. Er bestritt, dass die Hilfspolizeibeamtin der Stadt den Abschleppdienst beauftragt hatte und behauptete, keine Fußgänger behindert zu haben. Erfolglos! Das Gericht hatte aufgrund der durchgeführten Beweisaufnahme keinen Zweifel daran, dass die Hilfspolizeibeamtin einen Abschleppdienst verständigt habe, so dass die geforderten Kosten entstanden sind. Zudem ist nach den Bestimmungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) das Parken auf Gehwegen grundsätzlich verboten und erfüllt den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit. Für ein sofortiges Abschleppen ist es laut ARAG Experten ausreichend, dass das rechtswidrig abgestellte Fahrzeug dazu geeignet ist, zu Behinderungen der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs einschließlich des ruhenden Verkehrs zu führen (VG Neustadt, Az.: 5 K 902/16.NW).

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Auto Verkehr Logistik

So reist Ihr Weihnachtsbaum sicher

ARAG Experten sagen, was beim Transport des Tannenbaumes zu beachten ist.

So reist Ihr Weihnachtsbaum sicher

Nordmanntanne oder Blaufichte – alle Jahre wieder die Suche nach dem schönsten Weihnachtsbaum. Wer sich die ausgewählte Konifere nicht unter den Arm klemmen und nach Hause tragen kann, sollte nach einer sicheren Transportmöglichkeit suchen oder den Lieferservice bemühen. ARAG Experten geben Tipps für einen störungsfreien Weihnachtsbaum-Transport.

Im Kofferraum
Weihnachtsbäume, die mehr als einen Meter aus dem Kofferraum ragen, müssen besonders gekennzeichnet sein, damit der Hintermann sie gut sehen kann. Nehmen Sie dazu eine rote Fahne von mindestens 30 mal 30 Zentimetern. Niemals dürfen Kennzeichen oder Fahrzeugbeleuchtung verdeckt werden. Ohnehin darf der Baum maximal 3 Meter aus dem Kofferraum ragen, bei Fahrten von mehr als 100 km sogar nur 1,50 Meter. Sichern Sie ihn im Innern noch mit Gurten. Und vergessen die Unterlage nicht, falls die Tanne harzt.

Auf dem Autodach
Soll ein Weihnachtsbaum auf einem Auto transportiert werden, muss er sorgfältig befestigt werden. Ideal ist ein Dachgepäckträger. Legen Sie den Baum mit der Spitze nach hinten darauf und zurren Sie ihn an drei Stellen mit Gurten fest. Pkw mit Ladung dürfen nicht höher als 4 m und nicht breiter als 2,55 m sein. Der Baum darf nach vorne nicht über das Fahrzeug hinausragen – außer bei einer Ladungshöhe über 2,50 Meter. Hier sind 50 cm nach vorne erlaubt.

Wie viel Bußgeld kostet ein falsch gesicherter Weihnachtsbaum?
Bei nicht korrekt gesicherter Ladung müssen Sie mit einem Bußgeld zwischen 35 und 60 Euro und unter Umständen sogar mit einem Punkt in Flensburg rechnen. Möglicherweise dürfen Sie nicht weiterfahren. Verursachen Sie fahrlässig einen Unfall, riskieren Sie unter Umständen eine Freiheitsstrafe.

Welche Versicherung zahlt, wenn der Baum vom Autodach rutscht?
Fällt der Baum trotz sorgfältiger Befestigung vom Autodach, kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung grundsätzlich für einen Fremdschaden auf. Rutscht das Gewächs auf dem Dach hin und her und verkratzt dadurch den Lack des eigenen Fahrzeugs, müssen Sie den Schaden selbst tragen, wenn die Kaskoversicherung keine durch Ladung verursachten Schäden übernimmt.

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Internet E-Commerce Marketing

Weihnachtseinkäufe: Online sicher bezahlen

ARAG Experten über die verschiedenen Zahlungsmethoden im Internet

Weihnachtseinkäufe: Online sicher bezahlen

Wer sich den vorweihnachtlichen Trubel in den Innenstädten ersparen möchte, kann Geschenke online im Internet bestellen. Wer online einkauft, kann die Ware auf unterschiedliche Arten bezahlen: Musste bis vor einiger Zeit immer die Kreditkarte gezückt oder ein Überweisungsformular umständlich am Bildschirm ausgefüllt werden, können die Kunden mittlerweile zwischen verschiedenen bequemen Bezahlsystemen wählen. ARAG Experten erklären, worauf es dabei ankommt.

Welche Bezahlmethode? Eine Frage der Sicherheit
Die Gefahr, dass Geld beim Online-Einkauf spurlos verschwindet, ist bei den gängigen Verfahren ziemlich gering. So bieten Onlinebezahldienste wie PayPal, Postpay, Amazon Payments, Giropay, Sofortüberweisung oder das recht neue Paydirekt in der Regel einen Käuferschutz. Wenn der Händler nicht liefert, bekommen die Kunden mehr oder weniger automatisch ihr Geld zurück. Leider sind Online-Bezahldienste mittlerweile auch von Phishing-Attacken betroffen. Trotzdem haben sie einen kleinen Sicherheitsvorteil im Vergleich zu Überweisung oder Lastschrift – und vor allem gegenüber der Kreditkarte: Bankdaten wie z.B. die Kreditkartennummer werden einmalig bei der Anmeldung hinterlegt. Selbst der Online-Händler bekommt sie schon nicht mehr, wenn man über den Dienst kauft. Sensible Daten gehen danach gar nicht mehr durchs Netz und können dementsprechend auch nicht ausspioniert und missbraucht werden. Um den Bezahldienst nach der Anmeldung zu nutzen, benötigen die Kunden meist nur Login-Name und Passwort. Für deren Sicherheit ist der Kunde selbst zuständig. „1,2,3“ oder der Name des Erstgeborenen bieten keinerlei Sicherheit und verbieten sich von selbst. Leider gehen viele Nutzer mit Passwörtern für sensible Daten immer noch viel zu sorglos um. Einer der Marktführer – Paypal – bietet deshalb ein Verfahren mit einem Einmal-Passwort an. Ein sechsstelliger Zahlencode wird jeweils per SMS versandt und zusätzlich beim Einloggen angegeben. Dieses Verfahren mit der nur einmal gültigen TAN-Nummer hat praktisch den gleichen Sicherheitsstandard wie die klassische Online-Überweisung. Das Geld ist allerdings deutlich schneller beim Händler.

So sicher wie Online-Banking
Einige Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Postbank haben das System Giropay entwickelt. Das System leitet den Käufer beim Bezahlen direkt vom jeweiligen Shop in den geschützten Bereich seiner Bank. Voraussetzung ist allerdings, dass er Kunde einer der genannten Banken ist. Nach dem Einloggen erhält der Käufer eine bereits fertig ausgefüllte Überweisung im Browserfenster, die er nur noch mit der TAN bestätigen muss. Man spart sich das Ausfüllen eines Überweisungsformulars, besondere Gebühren fallen nicht an und das Verfahren bietet die gleichen Sicherheitsstandards wie das gewöhnliche Online-Banking. Leider richtet sich dieses Bezahlsystem nur an die Kunden bestimmter Banken. Mit Sofortüberweisung können hingegen die Online-Kunden jeder Bank bezahlen. Der Nachteil hierbei ist, dass die persönlichen Bankdaten PIN und TAN auf einer Seite eingegeben werden müssen und so unter Umständen wieder ausspioniert werden können.

Datenschutz ade?
Egal für welchen Bezahldienst man sich entscheidet: Ein Teil des Datenschutzes bleibt auf der Strecke! Bankdaten oder Kreditkartendaten werden die Onlinebezahldienste natürlich nicht weitergeben. Einige nehmen sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) allerdings das Recht heraus, Kundendaten auch mit Datenhändlern oder zum Beispiel mit Facebook auszutauschen. Es geht dabei hauptsächlich um die Auswertung des Benutzerverhaltens, so ARAG Experten. So können die Anbieter den Nutzern dann auf sie zugeschnittene Werbung vorsetzen. Wer das nicht möchte, sollte komplett anonym bezahlen. Auch das ist möglich; und zwar mit einer Art Prepaidkarte z.B. des Anbieters Paysafecard. Dabei zahlt der Kunde an der Tankstelle oder am Kiosk einen bestimmten Betrag ein und erhält dafür einen Coupon mit einer Nummer. Beim Online-Einkaufen trägt er die Nummer ein und der entsprechende Betrag wird vom Guthaben abgezogen.

PayPal Käuferschutz – bezahlt wird trotzdem
PayPal hat eine Zusatzfunktion, die Kunden vor Abzocke schützen soll. Wenn die per PayPal bezahlte Ware nicht ankommt, kann der Käufer sein Geld per Käuferschutz zurückerhalten. Laut Werbung funktioniert das allerdings auch, wenn die Ware zwar ankommt, aber nicht der Beschreibung entspricht. In einem solchen Fall hat der Bezahldienst aber nicht das letzte Wort, stellte der Bundesgerichtshof nun klar. Das bedeutet, der Verkäufer hat erneut einen Anspruch auf Bezahlung, wenn sein PayPal-Konto nach einem Antrag des Käufers auf Käuferschutz rückbelastet wird, erläutern ARAG Experten. PayPal lege nur einen vereinfachten Prüfungsmaßstab an, der eine sachgerechte Berücksichtigung der Interessen beider Vertragspartner (Käufer und Verkäufer) nicht sicherstelle. Beim gesetzlichen Mängelgewährleistungsrecht sei das anders, so der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil. PayPal will nach eigenen Angaben nun zunächst die ausführliche Urteilsbegründung abwarten und analysieren. Dann werde man entscheiden, ob die AGB geändert werden müssen (BGH, Az.: VIII ZR 83/16 und VIII ZR 213/16).

Download des Textes:
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