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Logistik 4.0 – Trends und Chancen der Digitalisierung in Transport und Logistik

Erfolgreich mit neuem Veranstaltungsformat: 1. Ingenics Innovation Circle

Logistik 4.0 - Trends und Chancen der Digitalisierung in Transport und Logistik

Prof. Witten, M.-B. Pohlmann, Prof. Hausladen, C. Schmidt (Mitgl. GL Log. Init.), A. Hoberg (vlnr) (Bildquelle: Ingenics AG/Ulrike Schacht)

(Hamburg/Ulm) – Am 13. Juli hatte in Hamburg ein neues Veranstaltungsformat der Ingenics AG Premiere. In konzentrierter Arbeitsatmosphäre trafen sich geladene Gäste und Branchenexperten aus Konzernen und KMU, um über die Entwicklung von Transport und Logistik in Zeiten der Industrie 4.0 zu diskutieren und sich ein Bild davon zu machen, was die laufenden – oder bevorstehenden – Veränderungen für ihr Unternehmen bedeuten. Die zentralen Erkenntnisse: Vor der weiteren Technologisierung eines Unternehmens sollte immer eine Systembefähigung stehen und im Rahmen von Business Intelligence Lösungen können mit bereits vorhandenen Daten große Nutzenpotenziale realisiert werden. Dabei ist es fundamental wichtig, bei jeder Implementierung „die Menschen mitzunehmen“. Als Partner war die Logistik-Initiative Hamburg, eine Clusterinitiative für die logistik- und logistiknahe Wirtschaft in der Metropolregion Hamburg, mit im Boot.

Mehr Arbeitsatmosphäre, weniger Event – das signalisierten bereits die Veranstaltungsräume in den Design Offices am Hamburger Domplatz. Und das Format kam an: Vom Start weg stellte sich die gewünschte Konzentration auf das Thema „Logistik 4.0 – Trends und Chancen der Digitalisierung in Transport & Logistik“ ein, die sich später in den beiden Workshops noch einmal verdichtete. Selbst die Pausen wurden intensiv für den fachlichen Austausch genutzt.

Ingenics habe sich von jeher mit den Themen Logistik und Transport beschäftigen müssen, sagte Vertriebsvorstand (CSO) Andreas Hoberg in seiner Begrüßung. „Heute ist es unsere Aufgabe, dieses Thema im Zeichen von Industrie 4.0 so mit der IT zusammenzubringen, dass der maximale Nutzen entsteht.“

Logistik-Initiative Hamburg bringt Wissenschaft und Wirtschaft zusammen und befähigt Unternehmen für die Zukunft

Prof. Dr. Peer Witten, Vorsitzender der als Co-Veranstalter engagierten Logistik-Initiative Hamburg, eine von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit und der Hamburger Wirtschaft ins Leben gerufene Clusterinitiative zur Stärkung der Logistik in der Metropolregion Hamburg, betonte die Rolle des Netzwerks bei der Entwicklung einer Zukunftswerkstatt, als die er die Veranstaltung verstanden haben wollte. „Logistik schafft Lösungen, deshalb wollen wir Befähiger, Enabler, sein und als Partner der Digitalisierungsinitiative der Bundesregierung die Initiativen aus Wirtschaft und Wissenschaft, aus Forschung, etablierten Unternehmen und der Start-up-Szene zusammenbringen.“ Selbstverständlich dürfe dabei der „Faktor Mensch“ nicht vergessen werden; vielmehr müsse gezielt und IT-getrieben die Mensch-Maschine-Interaktion gefördert werden.

Zwei ebenso spannende wie informative Vorträge aus Wissenschaft und Praxis gaben Impulse für die abschließenden Workshops, in denen die teilnehmenden Branchenexperten in den persönlichen Austausch gingen und zu zwei konkreten Themengebieten gemeinsam ihre Vision der Logistik 4.0-Zukunft entwickelten.

„Lean“ als zwingende Voraussetzung für Digitalisierung

Zunächst übernahm Prof. Dr. Iris Hausladen, Inhaberin des Heinz-Nixdorf-Lehrstuhls für IT-gestützte Logistik an der HHL Leipzig Graduate School of Management, die Aufgabe, das Thema „Logistik im Zeitalter von Industrie 4.0“ zu beschreiben und auf den Punkt zu bringen. An ausgewählten Beispielen aus der Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik machte sie deutlich, welche umwälzenden Veränderungen Internet of Things & Everything, Industrie 4.0, Smart Factory und Logistik 4.0 mit der daraus resultierenden symbiotischen Vernetzung intelligenter Industrie-, Produktions- und Logistikkonzepte zur Folge haben werden. Allein die Nutzung und Aufarbeitung bereits verfügbarer Daten zur Generierung von Business Intelligence haben gewaltige Potenziale, die Idee der sich selbst organisierenden und optimierenden Maschinen ist real geworden. „Die Digitalisierung soll dort genutzt werden, wo sie klare Vorteile bringt, je nach Industrie wird der Automatisierungsgrad aber auch in der Zukunft bei höchstens 70 bis 90 Prozent liegen, die Rolle des Menschen wird sich ändern, aber sie wird nicht entfallen“, so Prof. Hausladen. Als bedeutendes Beispiel für die künftige Zusammenarbeit verweist sie auf die derzeitige rasante Entwicklung in der Mensch-Roboter-Kollaboration und betont: „Ohne die Anstrengungen der vergangenen 20 Jahre, schlanke Prozesse zu etablieren, würde die Digitalisierung heute nicht so gut vorankommen, ,Lean“ ist sogar eine zwingende Voraussetzung.“ Das meiste, was zur Realisierung von Logistik 4.0 erforderlich sei – Sensoren, Barcode, RFID etc. -, stehe tatsächlich längst zur Verfügung. So gehe es jetzt hauptsächlich um den intelligent koordinierten, vernetzten Einsatz. „Wichtige Zukunftsthemen sind die Instandhaltungslogistik und die letzte Meile, für die beispielsweise Crowd-Lösungen attraktiv werden.“

Jede Logistik 4.0 Umsetzung sollte mit einer Statusbestimmung des Unternehmens und einer Befähigung der Systeme starten

Maj-Britt Pohlmann, Associate Partner und Manager Industry, betreut die Logistik 4.0-Entwicklungen bei Ingenics. In Ihrem Vortrag „Logistik 4.0 in der Praxis – Transparenzdurch Cockpitlösungen“ ging sie auf den derzeitigen Umsetzungsgradvon Industrie 4.0 ein und skizzierte eine „Zukunftsvision Logistik 4.0“. Weil die Frage „Wie kann ich starten?“ von zentraler Bedeutung ist und der Fokus auf der Umsetzung der Vision in die Praxis liegen soll, wurden Stufen der Implementierung aufgezeigt. Das Praxisbeispiel kam aus dem Bereich der Cockpitlösungen, da schnell klar wurde, welche Potenziale dieser Ansatz hat und dass die Transparenz der Wertschöpfungskette ein Schlüssel zum Erfolg der Digitalisierung ist.

Aktuell schafft der Großteil der Unternehmen die Voraussetzungen für Digitalisierung und Modularisierung: Sie befinden sich in der Phase der Systembefähigung. Auf der intelligenteren Bereitstellung von Daten aufbauend, werden dann in etwa fünf Jahren die Mehrheit der Unternehmen die Transparenzstufe erreichen. Durch horizontale und vertikale Informationsintegration können die Früchte der Befähigungsarbeit geerntet werden, in dem sowohl die Intralogistik als auch die Supply Chain transparent überwacht und gesteuert werden. In zehn Jahren soll eine weitgehende Autonomie von Logistikprozessen realisiert sein, in 15 Jahren schließlich die intelligente integrierte Kooperation dezentralisierter Lösungen – sprich: autonomer Systeme – durch die sich selbst steuernde Produkte und Materialien agil durch die Wertschöpfungskette bewegt werden.

Was sind aber nun die ersten Schritte der Umsetzung für Unternehmen? „Jede Logistik 4.0 Umsetzung sollte mit einer Statusbestimmung des Unternehmens hinsichtlich IT und Technologie sowie einer davon abgeleiteten strategischen Zielrichtung begonnen werden“, macht Maj-Britt Pohlmann deutlich. „Anschließend ist eine Befähigung der Systeme Voraussetzung dafür, die weiteren Entwicklungsstufen zu erreichen.“

„Quick-Wins“ können kurzfristig realisiert werden

Die hohe Bedeutung einer nachhaltigen Befähigung der Systeme bedeutet keinesfalls, dass nicht schon heute „Quick-Wins“ bei der Entwicklung von Logistik 4.0-Lösungen realisiert werden könnten. Um Transparenz bezüglich der Materialflüsse, Durchsätze und Engpässe zu erhalten, bieten sich Business Intelligence Cockpit-Lösungen an. „Alle Unternehmen haben heute schon Datenschätze, die sie aktuell nicht nutzen, da sie nicht als intelligent aufbereitete Informationen vorliegen“, so Maj-Britt Pohlmann. „Bisher werden Daten oft dezentral genutzt, manuell verkettet und nur für einen eingeschränkten Adressatenkreis aufbereitet. Die Cockpit-Lösung ermöglicht die zielgerichtete Anwendung von Business Intelligence, etwa indem allen betroffenen Instanzen, also Management, Führungskraft und Werker, die Tools über ihre Boards oder Smartphones zur Verfügung stehen, natürlich nur mit den jeweils für ihre Funktion relevanten Informationen.“ Auch hier sei einer kurzfristigen Realisierung von Pilotanwendungen der Vorzug vor komplexen Gesamtlösungen zu geben, da schnelle Erfolge für die weitere Motivierung wichtig seien.

Die Zukunft im Blick – aus allen Perspektiven betrachtet

Nach den hochkarätigen Impulsvorträgen teilten sich die Teilnehmer für die angekündigten Workshops in zwei Gruppen auf. Maj-Britt Pohlmann übernahm die Gruppe „Perfekte Informationsbereitstellung“, Ingenics Manager Industry Ulf Jochymski die Gruppe, die den „Faktor Mensch“ im Zeitalter von Logistik 4.0 erfassen wollte. Beiden erfahrenen Workshop-Leitern gelang es aus dem Stand, eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre zu schaffen und – angesichts der kurzen Zeit von 45 Minuten – zu verblüffend umfassenden Ergebnissen einschließlich Visualisierung zu gelangen.

Am Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung – die meisten Gäste folgten gerne der abschließenden Einladung zum entspannten Get-together – stand die Erkenntnis, dass es genügend Ansätze für den Start in Logistik 4.0-Projekte gibt, wobei es für alle Beteiligten hilfreich ist, klare Visionen und Zielvorgaben zu formulieren und diese systematisch zu bearbeiten. Dass auf dem Weg hin und wieder Perspektivwechsel sinnvoll sind, damit niemand auf der Strecke bleibt, ist zwar keine neue, aber eine umso wichtigere Erkenntnis, die durch die Methodik der Workshops bekräftigt wurde.

„Wir haben erlebt, dass das neue Format ,Innovation Circle“ gut gestartet ist und sehr positiv aufgenommen wird“, sagt Andreas Hoberg. „Wir planen, bedarfsorientiert weitere Veranstaltungen in verschiedenen Städten durchzuführen.“ In diesem Jahr soll noch mindestens eine weitere folgen.

Über Ingenics
Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, in den Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für hocheffiziente Material- und Informationsflüsse entlang der gesamten Supply Chain – von der Planung bis zur Realisierung.
Derzeit beschäftigt Ingenics 515 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.450 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Ingenics: Lotse für Industrie 4.0 im Mittelstand

Statement des Vorstands zur Hannover Messe 2017

Ingenics:  Lotse für Industrie 4.0 im Mittelstand

Andreas Hoberg, Vorstand Vertrieb der Ingenics AG (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm/Hannover) – Auf der Hannover Messe 2017 sieht Andreas Hoberg, Vorstand Vertrieb, viele Positionen bestätigt, mit denen sich die Ingenics AG in den vergangenen Jahren regelmäßig zu Wort gemeldet hat. Dennoch sieht er dringenden Handlungsbedarf – als Lotse:

„Über 500 Aussteller zum Thema Industrie 4.0 sind für jeden, vor allem aber für Mittelständler eine gewaltige Herausforderung. Selbstverständlich ist Hannover die weltweit wichtigste Messe zum Thema Digitale Transformation der Industrie, für mich ist sie freilich in erster Linie die entscheidende Leitmesse und Leistungsschau für deutsche Innovatoren und Entscheider. Als Vorstand eines Unternehmens mit vielen internationalen Kunden und Niederlassungen ist für mich deutlich wie nie, dass Deutschland, wenn seine Unternehmen es schaffen, ihre Automatisierungs- und Vernetzungsinitiativen in praktikable Anwendungsfälle zu bringen, bei der Digitalen Transformation mit Recht behaupten darf: Germany first. Die spezifisch deutsche Innovationsfähigkeit drückt sich nicht zuletzt in einem Investitionsplus bei Industrie 4.0-Technologien von über 20 Prozent im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automobilindustrie aus. Zu den bisherigen Milliarden-Investitionen in Produktion und Logistik werden weitere massive Investitionen in Sensortechnologie, kollaborierende Roboter, neue Formen der Arbeitsorganisation sowie in die 3D Additive Fertigung, Data Dashboards etc. kommen.

Wir, das heißt in diesem Fall: die ganze Digitalisierungsbranche, können Entscheider, die noch immer zögern, mit einer beachtlichen Zahl von beeindruckenden Anwendungsfällen überzeugen. Fernab der spektakulären Tagesschau-Bilder gibt es Anwendungen, die Experten viel nachhaltiger beeindrucken als Ping Pong spielende Maschinen. Siemens etwa hat sehr stark branchenorientierte Anwendungsfälle vorgestellt, deren Nutzen niemand bezweifeln wird; ebenso Robotik-Anbieter wie Fanuc und Kuka, die nicht nur Lösungen für ihre Hauptkunden, die Automobilindustrie, anbieten. Beeindruckt hat mich die als Plattformlieferant ausgegründete Trumpf-Tochter Axoom, die sich nach weniger als zwei Jahren vor Aufträgen nicht retten kann. Die Profiteure von Industrie 4.0 sind bisher, wie diese Beispiele zeigen, meist Unternehmen, die auch in der analogen Vergangenheit der Automatisierungs-, Sicherheits- und Sensortechnik eine bedeutende Rolle spielten.

Orientierung zum praktischen und wirtschaftlichen Nutzen

Was ich vermisse, sind Strategien zur Orientierung für kleinere Mittelständler. Dieses Manko haben mir zahlreiche Gespräche bestätigt. Für Ingenics leite ich daraus ab, dass auch wir unser Leistungsspektrum noch übersichtlicher ordnen müssen. Weil sich alle Messebesucher für Industrie 4.0 interessieren, viele aber keine Experten sind, die den Markt überblicken, muss unsere Aufgabe als Berater die Orientierung sein: Wir müssen uns als Lotsen im Industrie 4.0-Dschungel anbieten und das allein schon durch seine Größe unübersichtliche Angebot greifbar machen. Natürlich sollen unsere Kunden selbst zur Messe gehen und die Erfahrung machen, unmittelbar am Puls der Zeit zu sein. Die meisten haben ja eine recht klare Vision davon, wo sie hinwollen – aber nicht immer die Erfahrung, aus der Menge der Möglichkeiten die Entscheidungen abzuleiten, die den gewünschten Effekt – einen praktischen und einen wirtschaftlichen Nutzen – bringen. In der Orientierungshilfe sehe ich für die kommenden Jahre eine unserer wichtigsten Aufgaben.“

Über Ingenics
Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch 3]. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 495 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.450 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Stephan Großfuss ist neuer Manager Industry Aerospace

Ingenics baut Beratungskompetenz für Luft- und Raumfahrtindustrie aus

Stephan Großfuss ist neuer Manager Industry Aerospace

Der neue Ingenics Manager Industry Aerospace Stephan Großfuss (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Die Ingenics AG baut ihre Beratungskompetenz im Industriesegment Luft- und Raumfahrt konsequent weiter aus. Als neuer Manager Industry Aerospace hat Stephan Großfuss zum Jahreswechsel zentrale Aufgaben übernommen.

Für Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie ist es ebenso wichtig, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten und neue Absatzmärkte zu erschließen wie für Unternehmen der Automobilindustrie und des Maschinenbaus. Vor dem Hintergrund von weit mehr als 5.000 Beratungs-, Optimierungs- und Effizienzsteigerungsprojekten, die Ingenics in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich realisiert hat, ist die Luft- und Raumfahrtindustrie eines der zentralen Geschäftsfelder für das weitere Wachstum der Ingenics Group geworden.

Vielfältige Expertise trägt Früchte

Mit dem 41-jährigen Stephan Großfuss hat sich Ingenics zusätzliches Know-how ins Team geholt. Als Manager Industry Aerospace wird der gebürtige Ostwestfale, der mit seiner Familie bei München lebt, auch Vertriebsvorstand Andreas Hoberg unterstützen, der als Director Global Key Account zahlreiche Projekte bei namhaften Unternehmen in der Aerospace Branche durchführt und in weiteren Funktionen und Projekten unterwegs ist. „Stephan Großfuss wird von unserer Münchner Niederlassung aus arbeiten, da wir im Großraum München und in der Bodensee-Region immer mehr mittelständische Kunden aus der Luftfahrtindustrie von unserer Expertise überzeugen können“, erklärt Andreas Hoberg.

Zuletzt arbeitete Stephan Großfuss, der bei namhaften Unternehmen im In- und Ausland, darunter in Projekten in Nordamerika und Singapur, Erfahrungen sammeln konnte, bei Diehl Aircabin in Laupheim bei Ulm, einem bedeutenden Systemlieferanten für Flugzeugkabinen und -klimaverrohrungen. Seine umfassende Ausbildung kommt Stephan Großfuss auch bei Ingenics zugute: Nach seinem Maschinenbaustudium an der TU Darmstadt und einer intensiven Beschäftigung mit Automobilbau und Luftfahrt, Triebwerkstechnik, Leichtbau und Faserverbundstoffen entschied er sich für die ergänzende Ausbildung zum REFA Industrial Engineer und REFA Ingenieur. In diesem Zusammenhang konnte er Expertise in Arbeitswissenschaft, Zeiterfassung, Ergonomie, Lean Management, Prozessoptimierung und Logistikplanung erwerben – durchweg Themen, die auch bei Ingenics relevant sind. „Das wird mir in meiner Querschnittsfunktion die Zusammenarbeit mit unserem Center-of-Competence-Team wesentlich erleichtern“, so Stephan Großfuss.

„…weil wir die Branche kennen und verstehen“

Die wichtigsten Herausforderungen werden zunächst in den Bereichen
– Einführung von Lean Management bzw. Lean Production
– Coaching von Lean-Projekten und KVP-Prozesse
– Absicherung der Ratenfähigkeit in den Programmen
– Aufsetzen und Betreuen von Industrial-Engineering-Projekten
– Professionalisierung der Produktionsplanung unter Berücksichtigung von One-Touch-, Pull- und Line-Back-Prinzipien
– zielgerichtete Entwicklung von Innovationsbausteinen im Hinblick auf die Digitale Revolution der Industrie 4.0
– Übertragung von Know-how aus erfolgreichen Digitalisierungsprojekten auf Unternehmen der Luftfahrtindustrie
– Support bei Industrie-4.0-Anwendungen
– Support bei Entwicklung und Einführung neuer Materialien
– Einführung weiterer Ingenics Tools zur Optimierung der Prozesse in Produktion und Logistik
– Profilierung von Kommunikationsstrukturen
liegen.

Für Andreas Hoberg, geht es jetzt darum, die Gunst der Stunde optimal zu nutzen: „Die Luftfahrtindustrie steht heute an einem ganz entscheidenden Punkt. Im Zuge der Digitalisierung wird sich die Branche so schnell und so radikal verändern wie nie zuvor, Industrialisierung und Digitalisierung werden noch mehr Einfluss auf Produktions- und Logistiksysteme haben als in der Automobilindustrie.“

Auch deshalb sei die Neuorientierung bei Ingenics unerlässlich gewesen. „Wir wollen und werden in dieser Branche weiterwachsen, weil wir die Branche kennen und verstehen – und auch weil es uns gelingt, weitere Spezialisten zu gewinnen, um die Basis dieser Expertise zu verbreitern.“

Dass der neue Manager Industry Aerospace neben seinen Erfahrungen in der Luft- und Raumfahrtindustrie auch über Kompetenzen verfügt, die er in Funktionen im Vertrieb und als Manager für Operational Excellence in einem Pharmazeutischen Unternehmen erworben hat, klingt wie die ideale Ergänzung. „Tatsächlich sehe ich mich auf der Position des Managers Industry Aerospace als Experten, wenn es darum geht, Potenziale von Querschnittsaufgaben zu erkennen und zu nutzen“, so Stephan Großfuss.

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Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch 3]. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 495 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.450 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Themen besetzt

Internationale Zuliefererbörse IZB 2016 ganz im Zeichen der Digitalisierung – Ingenics als gefragter Partner

Zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Themen besetzt

Andreas Hoberg, Ingenics Vorstand Vertrieb (Bildquelle: Ulrike Schacht)

(Ulm/Wolfsburg) – Ingenics ist mit einem eigenen Stand auf der Internationalen Zuliefererbörse IZB 2016 in Wolfsburg vertreten. Angesichts des großen Interesses an den entsprechenden Tools sieht CSO Andreas Hoberg die Strategie der Ingenics AG im Bereich der Digitalisierung, insbesondere bei der Mensch-Roboter-Kollaboration, umfassend bestätigt.

„Wahrscheinlich stand noch nie eine Automobilzulieferermesse so voll und ganz im Zeichen der Digitalisierung“, sagte Andreas Hoberg, Ingenics Vorstand Vertrieb auf der Internationalen Zuliefererbörse IZB 2016 in Wolfsburg. Genau diese – für Experten durchaus absehbare – Entwicklung war es, die Ingenics bewogen hatte, sich als Aussteller mit eigenem Stand zu präsentieren. Die Digitalisierung sei aber nicht nur hier omnipräsent, so Andreas Hoberg, es gebe inzwischen immer mehr konkrete Anwendungsbeispiele – vor allem aus der Montage. „Die digitalisierte Mensch-Roboter-Kollaboration im Zeichen von Industrie 4.0 ist in der Automobilindustrie ganz stark im Kommen.“

Die schon vor Jahren beschlossene Strategie, die Digitale Transformation sowohl durch Aktivitäten in Forschung und Entwicklung als auch mit neuen Produkten voranzutreiben, hat sich längst als richtig und erfolgreich erwiesen. „Mit unseren Tools zur Optimierung der MRK, insbesondere auch mit der MRK-Checkliste zur Ermittlung der potenziellen Rentabilität von MRK-Lösungen in der Montage, spielt Ingenics gerade im Zuliefererumfeld eine zunehmend wichtige Rolle“, so Andreas Hoberg. „Die Gespräche auf der IZB haben uns einmal mehr bestätigt, dass wir im Zuliefererumfeld zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Themen besetzt haben, sodass wir heute als kompetenter, innovativer und verlässlicher Partner angesprochen werden.“

Über Ingenics
Ingenics berät Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese drei Kernleistungen erbringt Ingenics in den drei Bereichen Fabrik, Logistik und Organisation und steht deshalb für Effizienzsteigerung [hoch 3]. Eine dezidierte Industrie 4.0 Expertise, ein erwartungsgerechtes Interim-Management sowie bedarfsorientierte Ingenieurs- und Servicedienstleistungen runden das Leistungsportfolio ab.
Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 455 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Auto Verkehr Logistik

Differenzierung und Kundenindividualisierung als Stellhebel für Wachstum und Erfolg

Statement des Ingenics Vorstands zur IAA Nutzfahrzeuge 2016

Differenzierung und Kundenindividualisierung als Stellhebel für Wachstum und Erfolg

Andreas Hoberg, Ingenics Vorstand Vertrieb (Bildquelle: Ulrike Schacht)

(Ulm/Hannover) – Diversifizierung und Kundenindividualisierung sind aus der Sicht von Ingenics die wirklichen Themen auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016. Im Übrigen werden zwar viele Ideen diskutiert und Studien gezeigt, auf deren Serienreife aber noch Jahre zu warten ist. Einleuchtende Lösungen für Elektromobilität außerhalb der Städte sind kaum in Sicht.

VDA-Präsident Matthias Wissmann hatte seine Ansprache zur Eröffnung der 66. IAA Nutzfahrzeuge, die mit mehr als 2.000 Ausstellern aus 52 Ländern die weltweit wichtigste Messe für Transport, Logistik und Mobilitätist, unter das Motto „Ideen sind unser Antrieb“ gestellt. Tatsächlich wurden in den Hallen der Hannover Messe jede Menge Ideen und Projekte vorgestellt, von denen aber ungewöhnlich viele noch Jahre von der Serienreife entfernt sind. Insbesondere das Thema Elektromobilität wird in vielen Bereichen noch lange brauchen, um den Diesel- und Benzinmotoren ernsthaft Konkurrenz machen zu können. Nur wo die Reichweite nicht die entscheidende Rolle spielt, etwa im Einsatz bei kommunalen Dienstleistern, können E-Fahrzeuge heute schon gut mithalten.

Viele Hersteller müssen deshalb mehrgleisig fahren und produzieren nur noch kleine Stückzahlen. „Unter den Bedingungen einer noch stärkeren Diversifizierung müssen sich die Unternehmen auf einen permanenten Spagat zwischen Serienfertigung und Auftragsfertigung bis zur Stückzahl eins einstellen“, sagte Andreas Hoberg, Ingenics Vorstand Vertrieb in Hannover. „Um das zu schaffen, brauchen sie das am besten geeignete Produktionssystem.“

Dr. Andreas Strecker, Vorstandsvorsitzender des polnischen Busherstellers Solaris Bus & Coach S.A., stimmt entschieden zu: „Der Omnibusmarkt wird sich noch weiter individualisieren, was höchste Ansprüche an die Produktflexibilität stellt.“ Mit E-Bussen für Stadtverkehre habe man bereits gute Erfahrungen gemacht. „Aber vom Test-Bus mit einer Reichweite von bis zu 200 km zum regulären Flottenbetrieb kann der Weg für Neueinsteiger noch lang sein.“ Auch Dr. Strecker macht zunehmend die Erfahrung, dass das Interesse an Nutzfahrzeugen „von der Stange“ zugunsten von flexibel und individuell zusammengestellten Bussen zurückgeht.

Auch ein Bereichsleiter eines bedeutenden Herstellers von Nutzfahrzeugkomponenten bestätigt Andreas Hoberg ohne Einschränkung: „Der Trend zur umfassenden Diversifizierung bei den Produkten ist definitiv irreversibel. Wir reagieren auf den zunehmenden Kostendruck unter anderem durch absolute Kostentransparenz gegenüber den OEMs, um angepasste Margen zu rechtfertigen.“

„Wir erleben täglich, dass die Zulieferer auf Optimierung angewiesen sind, um durch Effizienzsteigerung noch so viel herauszuholen, dass die Rentabilität gesichert ist“, sagt Philipp Schmid, Manager Industry bei
Ingenics. „Wir sehen, dass diejenigen auch unter veränderten Bedingungen Erfolg haben, die sich durch ein effizientes auf ihre Bedürfnisse angepasstes Gesamtsystem von der Produktplanung bis zur Fertigung optimieren, so dass sie sich Investitionen in neue Felder erlauben können. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dazu zu verhelfen.“ Dies gelte zumindest bei OEMs und Tier1-Zulieferern, für nachrangige Zulieferer gebe es allerdings noch keine verallgemeinerbaren Erkenntnisse.

Trotz vieler interessanter Anregungen, habe die IAA Nutzfahrzeuge 2016 als Leitmesse für Elektromobilität, Digitalisierung, Vernetzung etc. auf einige der wichtigsten Fragen wenig Antworten geben können, sagt Andreas Hoberg. „Diese IAA hat viele Aspekte der industriellen Wertschöpfungskette beleuchtet, aber auch deutlich gemacht, dass wir noch für eine unabsehbare Zeit mit einem breiten Mix aus verschiedenen Antriebsarten leben müssen. Hybrid- und Elektroantriebe werden zwar wichtiger, bleiben aber weitgehend auf den lokalen Einsatz beschränkt, solange die Leistungsfähigkeit der Batterien so begrenzt ist, wie wir das heute erleben. Insofern spiegelt die IAA den aktuellen Trend zum Antriebsmix wieder und wird ihn womöglich noch verstärken.“

Ingenics werde mit der gewohnten Konsequenz mit Lösungen für wirtschaftlich vernünftige Strategien reagieren, jeden weiteren Schritt begleiten und nach Kräften helfen, die Entwicklung voranzutreiben. „Wir beschäftigen uns seit zwei Jahren intensiv mit der Batteriethematik und arbeiten aktuell in mehreren Projekten zur Entwicklung und Produktion neuer Batterien mit“, so Andreas Hoberg.

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Zu den Ingenics Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist Ingenics für Großunternehmen wie für den Mittelstand auch ein gefragter Partner für weltweite Suche, Wahl, Planung und Realisierung neuer Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa.
Derzeit beschäftigt Ingenics 455 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich abgeschlossen.

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Neue starke Position in der erweiterten Führung

Andreas Hoberg ist neuer Vorstand Vertrieb der Ingenics AG – drei neue Associate Partners berufen

Neue starke Position in der erweiterten Führung

Anderas Hoberg ist neuer Vorstand Vertrieb der Ingenics AG (Bildquelle: Ulrike Schacht)

(Ulm) – Die Ingenics AG informiert über Veränderungen im Vorstand sowie im erweiterten Führungskreis. Andreas Hoberg, Leiter der Hamburger Niederlassung, wird neuer Vorstand Vertrieb. Maj-Britt Pohlmann, Johann Kablutschkin und Alexander Stolz sind neue Associate Partners.

Die Ingenics AG setzt ihren Kurs des organischen Wachstums fort und baut ihre starke Position im In- und Ausland kontinuierlich weiter aus. Daraus ergeben sich neue Führungsaufgaben und Verantwortungsbereiche. Der bisher aus CEO Prof. Oliver Herkommer, CFO Carlos Schmidt und CHRO Manfred Loistl bestehende dreiköpfige Vorstand wird um die Position des Vertriebsvorstands erweitert. „Unser langjähriger Partner Andreas Hoberg ist für diese wichtige Position zweifellos die Idealbesetzung“, sagt Prof. Herkommer.

Der neue Vorstand Andreas Hoberg (35) ist seit 2005 bei Ingenics beschäftigt und wurde bereits Anfang 2011 in den Partnerkreis berufen. Als Partner und Leiter der Hamburger Niederlassung sowie in zahlreichen weiteren Funktionen und Projekten hat sich Andreas Hoberg große Verdienste um das Unternehmen erworben. Seine Erfolge in der Erschließung von Neukunden und im Ausbau bestehender Kundenbeziehungen trugen in den vergangenen Jahren maßgeblich zur positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe bei. Sein strategisches Know-how war für die Weiterentwicklung der Organisation und der Geschäftsbereiche von erheblicher Bedeutung. „Ich freue mich, dass unser neuer Vorstandskollege die Verantwortung für die Business Unit Industries sowie für die Auslandsgesellschaften in Mexiko, ICM, Tschechien, ICP, und Frankreich, ICF, übernimmt“, sagt Prof. Herkommer.

Andreas Hoberg ist zuversichtlich, diese Aufgaben bewältigen zu können. „Ich weiß, dass ich auf ein hervorragendes Team bauen kann und bin mir sicher, dass mich die zusätzliche Verantwortung nicht davon abhalten wird, weiterhin engen Kontakt zu unseren Kunden zu halten.“

Auch auf der Partner-Ebene werden sich weitere Kolleginnen und Kollegen in neuen, noch verantwortungsvolleren Rollen für die Entwicklung der Ingenics Gruppe engagieren. So werden die erfahrenen Senior Consulter Maj-Britt Pohlmann, Johann Kablutschkin und Alexander Stolz ab sofort als Associate Partners zusätzliche Verantwortung übernehmen. „Unsere Associate Partners tragen wesentlich zur Unternehmensentwicklung bei, sie sind zentrale Ansprechpartner der Kunden auch auf Geschäftsführungs- bzw. Vorstandsebene“, erklärt Prof. Herkommer.

Die Ingenics AG ist ein international tätiges innovatives technisches Beratungsunternehmen, das weltweit erfolgreich führende Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsaufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette berät. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Kernbereichen Fabrik, Logistik und Organisation. Zu den Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa. Derzeit beschäftigt Ingenics 420 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

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Wirtschaft Handel Maschinenbau

„Wenn der Wind des Wandels weht…“ – Praxis macht Mut

Ingenics Hamburg im Dialog 2016: „Vision wird Wirklichkeit – intelligente Lösungen für die digitale Transformation von Montage, Produktion und Logistik durch Industrie 4.0“ – Erste Ergebnisse der neuen 4.0-Studie

"Wenn der Wind des Wandels weht..." - Praxis macht Mut

B. Aunkofer, Dr. C. Bönsch, Prof. O. Herkommer, U. Brucker, Prof. T. Bauernhansl, A. Hoberg (Bildquelle: Ingenics AG (Fotografin: Ulrike Schacht))

(Hamburg/Ulm) – Mit topaktuellen Themen und hochkarätigen Experten hat sich die Ingenics AG bei ihrem 6. Hamburg im Dialog einmal mehr als Partner für alle innovativen Unternehmungen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation von Montage, Produktion, Logistik und Services empfohlen. Konkrete Beispiele aus der Praxis von Industrie 4.0-Anwendungen spielten bei diesem Event am 23. Juni erstmals die Hauptrolle. Darüber hinaus bekamen die 60 Gäste die ersten Ergebnisse der zweiten großen Industrie 4.0-Studie, die Ingenics gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO durchgeführt hat, präsentiert. Die vollständige Auswertung soll in einigen Wochen zur Verfügung stehen.

Die rund 60 Führungskräfte aus der Wirtschaft, die der Einladung der Ingenics AG nach Hamburg gefolgt waren, erlebten eine faszinierende Mischung aus hochkarätigen Expertenvorträgen, Diskussionen über Top-Themen und jener außergewöhnlichen Atmosphäre, die vielen Teilnehmern früherer Hamburg-im-Dialog-Veranstaltungen unvergesslich geblieben ist: Im schwimmenden Konferenz- und Eventcenter „The Floating Experience“ (Postanschrift: „Am Kai 10“ mit Tagungsraum „Kaizen“, was bekanntlich kontinuierliche Verbesserung bedeutet, eine japanische Managementmethode und ein Kernelement vieler Ingenics Strategien) – entsteht die ideale Verbindung aus Konzentration und Kommunikation wie von selbst.

Als Andreas Hoberg, Ingenics Partner und Leiter der Niederlassung Hamburg, die Gäste offiziell willkommen hieß, hatte sich die produktive Arbeitsatmosphäre bereits eingestellt. Das Interesse am Ingenics Jahresthema „Die digitale Transformation für Montage, Produktion und Logistik – Chancen und Herausforderungen“, das aktuell im Mittelpunkt der Unternehmenskommunikation steht und für Hamburg mit dem Zusatz „Vision wird Wirklichkeit“ endgültig zur programmatischen Aussage wurde, war förmlich greifbar.

Andreas Hoberg nutzte die Begrüßung zu einer kurzen Standortbestimmung der Ingenics Unternehmensgruppe – insbesondere machte er deutlich, warum es ebenso logisch wie konsequent war, die Marken Ingenics Management Consulting, Ingenics Interim Management, Ingenics Engineering und Ingenics Services durch die neue Ingenics Digital Solutions zu ergänzen, die sich mit neuen digitalen Geschäftsmodellen beschäftigt und umfangreiche Angebote zu den Themenfeldern Digitalisierung, Industrie 4.0, Business Intelligence, Lean Data Management, Lean Data Logistics sowie Lean IT Management macht.

Zukunftsthema wird entlang der gesamten Supply Chain angepackt

Die beinahe inflationär anmutende Verwendung der Begriffe Industrie 4.0, Internet der Dinge, Big Data etc. sei keinem Selbstzweck geschuldet, sagte Andreas Hoberg. „Wir werden heute nicht das Hohelied der Visionen anstimmen, sondern Ihnen konkrete Anwendungsbeispiele von Industrie 4.0 zeigen und darüber diskutieren.“ Weil die Kernkompetenzen von Ingenics das Planen, Optimieren und Qualifizieren seien, werde das einzigartige Innovations- und Zukunftsthema entlang der gesamten Supply Chain konsequent angepackt. „In Deutschland wird immer viel über neue Entwicklungen geredet, allerdings fehlt dann oft der Mut, sie auch umzusetzen“, so Andreas Hoberg. „Es ist höchste Zeit, zu erkennen, was in vielen Unternehmen bereits ‚State of the art‘ ist und sich über konkrete Umsetzungsmodelle und deren systematische Verbesserung auszutauschen.“

Deshalb durften die von Andreas Hoberg vorgestellten Experten als Garanten für den angemahnten Austausch auf höchstem Niveau gelten: Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart sowie des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart; Dr. Christof Bönsch, Geschäftsführer der Komet Group mit Sitz in Besigheim (Baden-Württemberg); Benjamin Aunkofer Geschäftsführer der DatanomiQ aus Berlin. Als Novum bei Hamburg im Dialog stellte der Gastgeber die kleine aber hoch interessante Ausstellung wichtiger Ingenics Partnern vor, darunter das Laserzentrum Nord mit Beispielen aus der Praxis additiver Fertigungsverfahren (3D-Druck); Mojix als Pionier aktiver und passiver RFID-Technologien; iTiZZiMO, u. a. Anbieter von Datenbrillen für Augmented Reality Anwendungen.

Bei Übergabe des Moderatoren-Mikrofons an Ute Brucker (ARD Weltspiegel) hatte Andreas Hoberg bereits die Linie vorgegeben und die Erwartungen weiter in die Höhe getrieben.

Falls sich jemand noch gefragt haben sollte, warum Prof. Bauernhansl seit Jahren zu den Themen- und Meinungsführern zum Thema Industrie 4.0 gehört, dürfte die Antwort bereits nach wenigen Minuten gefunden haben. An der Schwelle zur 4. Industriellen Revolution führe die steigende Komplexität zu neuen Wertschöpfungssystemen in der durchgängig digitalisierten der Welt des Internet of Everything und der neuen Business Ecosystems. Dabei werde sich die Zahl der Internetnutzer von drei Milliarden Menschen im Jahr 2014 bzw. der 17 Milliarden über das Internet vernetzten Dinge bis 2020 mindestens verdoppeln. In den entstehenden neuen Formen des Wirtschaftens, vorangetrieben beispielsweise durch den sich am Personalisierungsprozesses beteiligenden Kunden („Prosumer“), zu dem sich in der „Shared Economy“ der Consumer entwickelt, komme es bei zunehmende Vernetzung und Personalisierung zum Wandel der gesamten Produktarchitektur, so Prof. Bauernhansl. Offene Architekturen in Verbindung mit cyberphysischen Systemen legten die Basis für „Big Bang Disruptions“.

Als erstes Beispiel für den Aufbau eines Business Ecosystems berichtete Prof. Bauernhansl von „365FarmNet“, einer von 27 Partnern getragenen Initiative aus dem Landmaschinenbranche zur Digitalisierung durch Vernetzung von Maschinen, Auswertung der Kundendaten zur Optimierung des landwirtschaftlichen Betriebs und Nutzung von Serviceapplikationen im Farmmanagement.

Geschäftsmodell-Innovation – Wandel hin zu offenen servicebasierten Plattformen

Heutige IT-Systemarchitekturen seien gekennzeichnet durch über Schnittstellen gekoppelte starre Systeme. Das mache die Einführung bzw. Änderung einer übergreifenden Zusammenarbeit schwierig, so Prof. Bauernhansl. Deshalb müssten zukünftige IT-Architekturen alle notwendigen Anforderungen abbilden, schnelle und einfache Anpassung ermöglichen und den gemeinsamen Zugriff auf relevante Daten sicherstellen.

Als weiteres Praxisbeispiel führte Prof. Bauernhansl den Greifsystemehersteller Schunk (Lauffen/Neckar) an, wo seit Anfang 2015 durch Integration von Kunden in den Entwicklungsprozess eine erhebliche Verkürzung der Bestell- und Lieferzeiten bei gleichzeitig erhöhtem Kundennutzen realisiert wurde. Die Kommunikation erfolgt über eine Online-Plattform, die eigentliche Fertigung im 3D-Druck-Verfahren übernimmt ein Partnerunternehmen.

Ebenfalls 2015 machte Trumpf (Ditzingen) mit der in Karlsruhe angesiedelten digitalen Geschäftsplattform für Fertigungsunternehmen Axoom einen bedeutenden Schritt auf dem Weg des Wandels zum Softwareanbieter. Das Ecosystem mit acht Partnern (u. a. Klöckner, Linde, Sick, Zeiss) rund um die Blechfertigung wird zum offenen, herstellerunabhängigen Betriebssystem für Datentransport sowie Speicherung und Analyse von Daten für die durchgängige Auftragsbearbeitung. „Die Digitalisierung der Geschäftsmodelle verändert die Industriesektoren insgesamt“, so Prof. Bauernhansl. „Rechenleistung und Vernetzung bestimmen heute und künftig die Möglichkeiten und den Wert eines Unternehmens.“

Guter Rat in zehn Folgen

Um die Gestaltung von wandlungsfähigen Wertschöpfungssystemen zu optimieren, rät Prof. Bauernhansl zur Beachtung von zehn Richtlinien:

1. Integriere Produktions- und Logistiksystem zu einem Wertschöpfungssystem.
2. Löse Band und Takt in Abhängigkeit der Wertschöpfungskomplexität auf (universelle Prozessmodule, keine klassischen Gewerkegrenzen, keine organisatorische Zergliederung in Linien und Bandabschnitte).
3. Gestalte Prozesse und Strukturen mobil und skalierbar.
4. Gestalte intelligente Systeme (sich selbst steuernde Elemente des Wertschöpfungssystems mit Fähigkeit zur Selbstheilung).
5. Mache Hilfsprozesse wertschöpfend.
6. Ersetze Material- durch Informationsfluss (Reduzierung von Beständen und Verschwendung).
7. Verlagere Prozesskomplexität an die Stelle, an der sie am effizientesten handhabbar ist (mit Integration von Lieferanten und Kunden als produktiv tätige Partner).
8. Bilde Systemelemente und Prozesse kontinuierlich im digitalen Schatten ab (z. B. Cloud).
9. Optimiere die Produktion mit Big Data Analysemethoden (in komplexen Systeme ist Korrelation wichtiger als Kausalität; smarte Optimierung der Produktivität, z. B. automatisierte Erkennung von Abhängigkeiten zwischen Prozessen und Ableiten von Verbesserungspotenzialen).
10. Fokussiere die Rolle des Menschen auf Gestaltung und Optimierung

Auch zu diesen wohl begründeten Richtlinien hatte Prof. Bauernhansl Beispiele parat; z. B. zu These 2 – mobile Objekte in der Fabrik – die Audi R8-Fertigung mit dem Fahrerlosen Transportsystemen (FTS), das Karosserien ohne Fließbänder autonom durch die Montagelinie transportiert.

Den Wandel im Verhältnis von Mensch und Arbeitswelt sieht Prof. Bauernhansl als Entwicklung vom Beherrscher zum Kapitän und schließlich zum Dirigenten – wobei ein Schiff mit mehreren Kapitänen fahrtüchtig bleiben kann, ein Orchester aber definitiv nicht mehr als einen Dirigenten benötigt. So werden durch das Zusammenwachsen der Aufgaben von Produktions- und Wissensarbeitern neue Formen der Kooperation und Kommunikation entstehen und die Entscheidungsspielräume der mit umfassender Digitalkompetenz ausgestatteten Mitarbeiter sehr viel größer. Höherwertigere Arbeitsplätze entstehen, ihre Zahl aber wird begrenzt sein. „Alle Experten erwarten von Industrie 4.0 eine Gesamt-Performance-Steigerung von 30 bis 50 Prozent in der Wertschöpfung; Deutschland hat alle Chancen, weltweit vorne dabei zu bleiben“, fasste Prof. Bauernhansl zusammen – und bringt mit einem chinesischen Sprichwort die Optionen auf den Punkt: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.“

In der digitalen Welt ändern sich die Geschäftsmodelle

Daran, dass er ein entschiedener Verfechter der digitalen Transformation durch Industrie 4.0 ist, lässt Dr. Christof Bönsch von Anfang an keinen Zweifel aufkommen. Im Bereich der zerspanenden Fertigung hat die Komet Group, Technologie- und Innovationsführer bei der Bohrungsbearbeitung, längst Produkte im Portfolio, die ohne additive Fertigung auf der Basis von präzisen Kundendaten nicht denkbar wären. „Kundenorientierung durch Digitalisierung“, nennt das Dr. Bönsch, der es geschafft hat, individualisierte Standardprodukte mit Losgröße 1 zu realisieren und dabei die Kosten um 30 Prozent senken. „Bei Komet ist die Digitalisierung der Innovationsmotor; wir entwickeln uns vom Produktanbieter zum Anbieter von Prozesslösungen“, erklärt Dr. Bönsch, der vier Ansätze für eine erfolgreiche Digitalisierung nennt:

1. Einsatz von Assistenzsystemen von der Kollisions- bis zur Qualitätsüberwachung
2. Digitalisierung der Produktentstehung
3. Additive Fertigung
4. Einsatz von Risikokapital für die Frühphasenfinanzierung von Start-ups, um interessante Entwicklungen voranzubringen.

Hacker-Mentalität und künstliche Intelligenz für Data Science

Benjamin Aunkofer brachte ein wenig Start-up-Flair aufs Schiff. Sein Thema, die Instrumente und Möglichkeiten von Big Data Analytics und Data Science in der Industrie 4.0 und der Aufbau von künstlichen neuronalen Netzen erweiterte den Blickwinkel noch einmal erheblich. Die Arbeit von Data Scientists bei DatanomiQ erfordere eine Art Hacker-Mentalität – etwa bei der Schwachstellenanalyse von Systemen und dem auf Prozesse ausgerichteten Data Mining. Dass Menschen angesichts der Potenz von Big Data Anwendungen Vorbehalte haben können – „alles zwischen Phobie und Euphorie“, – versteht Benjamin Aunkofer. An dem Umstand, dass künstliche neuronale Netze und dezentrale Produktionssteuerung Fertigung und Jobprofile grundlegend verändern und Unternehmen künftig auch nach Umfang und Qualität der zur Verfügung stehenden Daten bewertet werden, lässt er aber ebenso wenig Zweifel aufkommen wie an dem Umstand, dass die Zeit der herkömmlichen ERP-Systeme bald vorbei sein dürfte. Die folgenreichste Erkenntnis ist aber wohl die, dass künstliche neuronale Netze trainierbar sind und zur Reduzierung von Durchlaufzeiten, zur Optimierung von Lagerbeständen, zur Optimierung von Gewährleistungskosten bis hin zur Vorhersagbarkeit von Maschinenausfällen sehr viel beitragen können. „Industrie 4.0 generiert Big Data und die wirklich entscheidenden Schritte zur Smart Factory bestehen aus der Nutzung von Daten“, so Benjamin Aunkofer.

Podiumsdiskussion: Ab 2030 bauen Maschinen Maschinen

Im Mittelpunkt der von Ute Brucker moderierten Podiumsdiskussion mit Prof. Bauernhansl, Dr. Bönsch, Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer und Benjamin Aunkofer stand zunächst die Frage: Wo steht Deutschland?

Prof. Bauernhansl ist sich sicher, dass die deutsche Industrie, insbesondere die Maschinenbauer, deutlich weiter ist als die Wettbewerber in den USA. Wenn es aber darum gehe, gemeinsame Plattformen zu schaffen, laufe man durchaus Gefahr, „von den Amis abgehängt zu werden“. Die Unternehmen müssten entschlossener und konsequenter kooperieren, wofür es allerdings aktuell vielversprechende Ansätze gebe.

Dr. Bönsch sieht sich mit seinem Engagement von der Politik nicht angemessen unterstützt. „Die Infrastruktur hinkt weit hinter dem Bedarf her; dass in Baden-Württemberg heute noch Kupferkabel verlegt werden, ist unfassbar. Aber wir gehen Schritt für Schritt voran, da den Deutschen das disruptive Denken offenbar nicht liegt.“

Menschen seien zwar in kreativen Problemlösungsprozessen den Maschinen überlegen, räumte Prof. Bauernhansl ein. Dennoch glaubt er, dass „ab 2030 Maschinen Maschinen bauen“.

Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen den Umgang mit Daten neu austarieren

Abgesehen davon, dass die Folgen sich selbst optimierender Maschinen noch nicht ausreichend untersucht sind, müssten die deutschen Unternehmen in erster Linie schnell genug ihre Lernfähigkeit weiterentwickeln, sagte Prof. Herkommer. Gleichzeitig müssten Arbeitgeber und Gewerkschaften den Umgang mit Daten ganz neu austarieren.

Dass es beim Vorantreiben der Digitalisierung nicht nur erfreuliche Entwicklungen geben kann, räumt Dr. Bönsch ein: „Aber der Nutzen ist viel größer als der Schaden, selbst da wo bei der Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette so hohe Investitionen erforderlich sind, dass sie sich rein betriebswirtschaftlich gesehen vielleicht nicht rechnen.“ Letzteres hält Benjamin Aunkofer allerdings für ausgeschlossen. Wer Recht behalten wird, lässt sich aktuell nicht sagen, da es inzwischen zwar viele erfolgreiche Industrie 4.0-Anwendungen gibt, die vollständige Digitalisierung der Wertschöpfungskette aber noch in keinem Unternehmen vollzogen ist. Dr. Bönsch ist mit einem Start in einzelnen Bereichen und in kleinen Schritten durchaus einverstanden, dabei aber überzeugt: „Am Ende werden alle alles digitalisieren.“

Prof. Herkommer sieht kein Problem darin, dass ein großer Teil der heutigen Industrie 4.0-Projekte bei Investitionsvolumina unter 20.000 Euro liegen. Auch Prof. Bauernhansl rät zu einem nutzenorientierten Vorgehen. Beide betonen, wie wichtig es sei, die Studiengänge der Hochschulen umzubauen und zum Beispiel die Integration von Mathematik, Informatik und Maschinenbau anzubieten.

Die Studie – Hinweise, wo es sich weiterzumachen lohnt

In seinem umfangreichen Schlusswort berichtete Prof. Herkommer erstmals ausführlich von den ersten Auswertungen der neuen Industrie 4.0-Studie, die Ingenics gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO durchführt.

Im Vergleich zur ersten Ingenics IAO Studie von 2013/14 haben sich diesmal fast doppelt so viele Unternehmen (ca. 900 nach 518) aller Größen beteiligt. Mehr als die Hälfte hat eine explizite Industrie 4.0-Strategie, somit 22 Prozent mehr als zum Zeitpunkt der ersten Studie. Auch die Zahl der genannten Industrie 4.0-Anwendungsfälle ist beeindruckend und reicht von 326 Projekten in einer Größenordnung von über 1 Mio. Euro bis zu 1.005 Projekten mit einem Volumen von unter 10.000 Euro.

Möglicherweise überraschend ist die Erkenntnis, dass Projekte in etwas mehr als der Hälfte aller Fälle vom Management angeregt wurden, der Anteil der von Mitarbeitern vorgeschlagenen Projekte aber kaum geringer ist. Zu den wichtigsten Ergebnissen der erfassten Projekte gehören die verbesserte Transparenz und Informationsbereitstellung bei knapp 50 Prozent und die reduzierten Durchlaufzeiten von durchschnittlich über 14 Prozent. „Schon die ersten Auswertungen sind sehr aufschlussreich“, sagt Prof. Herkommer und verspricht, die gesamte Studie auf der Ingenics Homepage zum Download bereitzustellen, sobald sämtliche Ergebnisse vorliegen und aufbereitet sind. Außerdem werden sie bei den „Ulmer Gesprächen“ im Oktober eine wichtige Rolle spielen. „Gerade die Zahlen zu den kleinen Projekten zeigen, wie wichtig es ist, erste Pilotanwendungen zu initiieren, die dann auch Hinweise darauf geben, wo es sich weiterzumachen lohnt“, so Prof. Herkommer. „Wir sind längst umgeben von Industrie 4.0-Ideen und Industrie 4.0-Anwendungen, die ebenso von großen Industrieunternehmen kommen wie von innovationstreibenden Mittelständlern. Als Beispiele für interessante Projekte, die Ingenics zuletzt betreut hat, nannte er das Projekt Mensch-Roboter-Kollaboration bei der Audi AG und das Big Data-Projekt bei BMW. Mit der Botschaft „Unser Anliegen ist es, unseren Kunden einen echten Mehr-Wert zu vermitteln, wir stecken mitten in der 4. industriellen Revolution und sind alle gefordert, sie auszugestalten. Bei diesem Schritt werden wir gerne strategischer Partner, Berater und Projektmanager sein“, bedankte sich der Ingenics CEO und lud die Gäste zum Abendessen an Bord des schwimmenden Konferenz-Centers ein.

Die Ingenics AG ist ein international tätiges innovatives technisches Beratungsunternehmen, das weltweit erfolgreich führende Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Planungs-, Optimierungs- und Qualifizierungsaufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette berät. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Kernbereichen Fabrik, Logistik und Organisation. Zu den Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Mexiko, China, den USA und Osteuropa. Derzeit beschäftigt Ingenics 420 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 35 Jahren mehr als 5.300 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

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