Tag Archives: Abfindung

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Betriebsbedingte Kündigung des Arbeitgebers: Vorratskündigung unzulässig

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Betriebsbedingte Kündigung des Arbeitgebers: Vorratskündigung unzulässig

Fachanwalt Bredereck

Sind Arbeitnehmer über ein halbes Jahr bei einem Arbeitgeber tätig, der regelmäßig mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigt, findet das Kündigungsschutzgesetz Anwendung. In diesem Fall brauchen Arbeitgeber einen speziellen, gesetzlich anerkannten Kündigungsgrund. Als solcher kommt auch ein betriebsbedingter Grund, wie z. B. eine Stellenstreichung, in Betracht. Dann muss sich der Arbeitgeber aber auch sicher sein, dass er die Stelle nicht wieder besetzen will und den Arbeitnehmer somit wirklich nicht mehr benötigt. Ist er sich dagegen noch nicht sicher, ist eine Kündigung unzulässig, wie ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 29.09.2010 (Az.: 15 Sa 654/10) zeigt.

Kündigung wegen Stellenstreichung trotz Plan zur Neubesetzung: In dem konkreten Fall ging es um einen technischen Betriebsleiter, der bei einem Fernheizwerkbetreiber beschäftigt war. Er erhielt eine betriebsbedingte Kündigung mit der Begründung, die Arbeitgeberin habe durch eine unternehmerische Entscheidung die Hierarchieebene des Betriebsleiters zum Wegfall gebracht. Es war jedoch für den Fall, dass dieses Konzept scheitern sollte, eine Nachbesetzung der Stelle detailliert geplant.

Unwirksame Kündigung auf Vorrat: Angesichts dieses Umstandes ging das LAG davon aus, dass die Arbeitgeberin sich hinsichtlich der Stellenstreichung nicht sicher gewesen sein konnte. Es handele sich deshalb um eine unzulässige Vorratskündigung. Das LAG: Wer als Arbeitgeber einerseits eine Stellenstreichung plant, andererseits aber den Fall einer Nachbesetzung derart detailliert mit ins Auge faßt, dass sogar Festlegungen zum Verfahren getroffen werden, der kann sich in seiner Prognose zur Realisierbarkeit seiner Konzeption gerade nicht sicher gewesen sein (Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg, Urteil vom 29.09.2010 – 15 Sa 654/10).

Tipp für Arbeitnehmer: Im Falle einer betriebsbedingten Kündigung wegen einer Stellenstreichung muss sich der Arbeitgeber sicher sein, dass er den Arbeitnehmer tatsächlich nicht mehr beschäftigen kann. Er darf nicht zunächst kündigen und die Entscheidung darüber, ob die Stelle tatsächlich gestrichen wird, auf einen späteren Zeitpunkt verlagern. Hier ergibt sich also für Arbeitnehmer ein entscheidender Anknüpfungspunkt, um mit einer Kündigungsschutzklage erfolgreich gegen die Kündigung vorzugehen.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

13.02.2018

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Kündigungen von Air Berlin zugegangen – für eine Kündigungsschutzklage gilt die 3-Wochen-Frist!

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Kündigungen von Air Berlin zugegangen - für eine Kündigungsschutzklage gilt die 3-Wochen-Frist!

Fachanwalt Bredereck

Ewig konnte es nicht dauern: Air-Berlin-Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter haben Ende Januar die betriebsbedingte Kündigung erhalten. Das berichtet beispielsweise die Welt.de am 01.02.2018. Für die betroffenen Airberliner ist das eigentlich eine gute Nachricht. Schließlich können sie sich jetzt wehren mit einer Kündigungsschutzklage, und vor dem Arbeitsgericht für eine Abfindung kämpfen, vielleicht sogar ihre Weiterbeschäftigung erreichen. Welche Schritte jetzt wichtig sind, sagt Fachanwalt für Arbeitsrecht und Kündigungsschutz-Experte Alexander Bredereck.

Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung? In diesem Fall rate ich gekündigten Air-Berlin-Mitarbeitern regelmäßig zu einer Kündigungsschutzklage. Grundsätzlich dürfte man mehr aus einer Klage herausbekommen, als man in die Selbstbeteiligung der Rechtsschutzversicherung investiert hat. Und es ist nicht auszuschließen, dass Ihr Arbeitsverhältnis bei Air Berlin von einem Betriebsübergang zu einem Air-Berlin-Konkurrenten betroffen ist und dass Sie daraus Rechte ableiten können. Mit der nicht auszuschließenden Folge, dass eine hohe Abfindung ausgehandelt oder eine Wiedereinstellung erreicht werden kann bei einer anderen Fluglinie zu Ihren alten Vertragsbedingungen bei Air Berlin. Gemessen am „Einsatz“ der Selbstbeteiligung wäre das ein tolles Ergebnis!

Sie sind nicht rechtsschutzversichert? Dann wäre eine Kündigungsschutzklage durchaus mit finanziellen Risiken verbunden, vor allem, wenn man die Klage führen lässt von einem Anwalt für Arbeitsrecht. Denn: Die Kosten eines Anwalts oder Fachanwalts tragen die Parteien einer Kündigungsschutzklage im erstinstanzlichen Verfahren vor dem Arbeitsgericht grundsätzlich selbst. Dennoch rate ich Air-Berlin-Mitarbeitern dazu, sich nach einer Kündigung anwaltlich beraten zu lassen und die Chancen einer Kündigungsschutzklage professionell auszuloten.

Gekündigten Air-Berlin-Mitarbeitern biete ich folgendes an: In einem kostenlosen und unverbindlichen Telefonat setze ich Sie ins Bild über die Chancen Ihrer Kündigungsschutzklage und über Ihre Aussichten auf eine Abfindung. Rufen Sie mich gern an in meinen Fachanwaltskanzleien: 030.40004999. Meine Mitarbeiter vermitteln das Gespräch mit mir in der Regel noch am selben Tag. Zögern Sie nicht! Für eine Kündigungsschutzklage haben Sie nur 3 Wochen Zeit nach Zugang des Kündigungsschreibens. Falls Sie noch nicht herausgefunden haben, ob sich eine Klage für Sie lohnt, sollten Sie das unbedingt noch innerhalb der Klagefrist tun! Auf das Gespräch mit Ihnen freue ich mich!

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Dura: Betriebsbedingte Kündigung für 200 Mitarbeiter bis Ende Februar 2018?

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Dura: Betriebsbedingte Kündigung für 200 Mitarbeiter bis Ende Februar 2018?

Fachanwalt Bredereck

Die Karten sind auf dem Tisch bei Dura in Plettenberg: 200 weiteren Mitarbeitern soll gekündigt werden, zusätzlich zu den 270 Arbeitnehmern, die vom Automobilzulieferer aktuell bereits entlassen wurden. Das berichtet das regionale Online-Portal come-on.de am 19.01.2018, es beruft sich dabei auf einen Mitarbeiter der Gewerkschaft IG Metall. Und: Beim Arbeitsgericht seien bereits 150 Kündigungsschutzklagen anhängig, so das Online-Medium unter Berufung auf denselben Gewerkschafter. Ob sich solche Klagen lohnen, sagt Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Essen und Berlin.

Mit einem Wort: Regelmäßig ja! Und das Arbeitsgericht scheint die ersten Urteile bereits gesprochen zu haben: Das Online-Blatt berichtet von den ersten erfolgreichen Kündigungsschutzklagen. Für Dura bedeutet das in diesen Fällen: volle Lohnnachzahlung und Wiedereinstellung der gekündigten Mitarbeiter – regelmäßig zu alten Vertragsbedingungen! Wieder einmal zeigt sich, wie stark der Kündigungsschutz von Arbeitnehmern sein kann bei betriebsbedingten Kündigungen. Schließlich – und auch das geht aus dem Bericht hervor – waren die Kündigungsschutzklagen erfolgreich von Kollegen mit verhältnismäßig weniger „Sozialpunkten“: von ledigen und kinderlosen Arbeitnehmern. Man darf gespannt sein, wie die Chancen eines älteren 2-fachen Familienvaters sind. Schlechter jedenfalls nicht.

Was aber, wenn ein Dura-Mitarbeiter eine möglichst hohe Abfindung anpeilt? Welche Strategie ist ihm zu raten aus Sicht eines Anwalts für Arbeitsrecht? Warnen kann ich nur vor Aufhebungsvereinbarungen, wo man Arbeitnehmern Abfindungen anbietet als Gegenleistung für den Verzicht einer Kündigungsschutzklage. Diese Abfindungen sind regelmäßig deutlich geringer als die Summen, die ein Arbeitnehmer erzielen kann in einem gerichtlich protokollierten Abfindungs-Vergleich, nach einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht. Arbeitnehmer, die einen starken Kündigungsschutz genießen, können vor Gericht ihre Trümpfe ausspielen! Der Arbeitgeber muss dem gekündigten Mitarbeiter häufig eine ordentliche Summe anbieten und sich mit ihm einigen. Sonst riskiert er regelmäßig: hohe Lohn- und Gehaltsnachzahlungen und die Wiedereinstellung eines Mitarbeiters mit starkem Kündigungsschutz.

Setzt das Kündigungsschutzgesetz in Ihrem Betrieb die Messlatte für betriebsbedingte Kündigungen? Wie bei Dura in Plettenberg? Dann gilt: sich frühzeitig oder spätestens direkt nach der Kündigung anwaltlichen Rat holen, und mit einem Anwalt/Fachanwalt für Arbeitsrecht Kündigungsschutzklage einreichen vor dem Arbeitsgericht. Wichtig ist auch: sich keine arbeitsvertraglichen Fehltritte zu leisten, also keine Gründe zu liefern für eine verhaltensbedingte oder fristlose Kündigung. Man sollte spätestens 1-2 Tage nach der Kündigung „seinen“ Anwalt gefunden haben. Und man sollte die Klage unbedingt fristgerecht einreichen innerhalb einer Frist von 3 Wochen, die zu laufen beginnt nach Zugang des Kündigungsscheibens in Ihrem „Machtbereich“, beispielsweise in Ihrem Briefkasten zu Hause.

Worauf sollten Sie achten bei der Wahl Ihres Anwalts beziehungsweise Fachanwalts für Arbeitsrecht? Dass er Erfahrung und Expertise mitbringt in diesem Spezialgebiet des Arbeitsrechts, dem Kündigungsschutzrecht. Und ebenso wichtig: Dass er ein Experte ist bei Vergleichs-Verhandlungen und sich gegen große Unternehmen routinemäßig durchsetzen kann mit den Vorstellungen seiner Mandanten. Überzeugen Sie sich gern von meiner Expertise!

Dura-Mitarbeitern biete ich folgendes an: Rufen Sie mich an unter 0201-4532 0040 oder 030.40004999, kostenlos und unverbindlich nenne ich Ihnen die Chancen, die Ihre Kündigungsschutzklage hat. Und ich bespreche mit Ihnen die in Ihrem Fall realistische Abfindung. Mein Team und ich freuen uns auf Ihren Anruf!

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Neues Jobangebot während des Kündigungsschutzprozesses: worauf sollten Arbeitnehmer achten?

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Neues Jobangebot während des Kündigungsschutzprozesses: worauf sollten Arbeitnehmer achten?

Fachanwalt Arbeitsrecht

In der überwiegenden Zahl der Fälle, in denen Arbeitnehmer eine Kündigung erhalten haben, möchten sie nicht mehr bei ihrem Arbeitgeber bleiben. Der hat schließlich auch kein Interesse mehr an ihnen. Dennoch möchten sie sich zumindest noch eine möglichst hohe Abfindung sichern. Greift der Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz stehen die Chancen dafür sehr gut. Mit einer Kündigungsschutzklage lässt sich dann entsprechender Druck auf den Arbeitgeber aufbauen, der dann regelmäßig gegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Abfindung zahlt. Je besser der Kündigungsschutz bzw. je wackeliger die Kündigung des Arbeitgebers, desto höher fällt die Abfindung aus. Immer wieder stellt sich für Arbeitnehmer im Laufe des Prozesses dann aber die Frage, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie einen neuen Job in Aussicht bzw. schon ein konkretes Jobangebot vorliegen haben.

Abfindungsverhandlungen mit dem Arbeitgeber: Der Arbeitgeber zahlt deshalb eine Abfindung, um den Kündigungsschutzprozess zu beenden, weil er immer das Risiko trägt, dass die Kündigung letztlich unwirksam ist, das Gericht dies feststellt und er den Arbeitnehmer zurücknehmen und ihm sämtlichen Lohn für die Zwischenzeit nachzahlen muss (sog. Annahmeverzugslohn), ohne dass er dafür eine Arbeitsleistung erhalten hätte. Das gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Arbeitnehmer auch tatsächlich auf seinen Arbeitsplatz zurückmöchte bzw. das zumindest so artikuliert. Hat der Arbeitnehmer dagegen schon einen neuen Job, stellt sich für den Arbeitgeber naturgemäß die Frage, warum er ihm überhaupt noch eine stattliche Abfindung zahlen sollte. Zwar bleibt auch in solchen Fällen ein gewisses Risiko, dass der Betreffende im neuen Job schnell wieder ausscheidet und doch zurückkehrt, insgesamt fällt das finanzielle Risiko für den Arbeitgeber dann aber deutlich niedriger aus. Arbeitnehmer müssen sich dann nämlich jedenfalls auf ihren Annahmeverzugslohn den Verdienst aus dem neuen Job anrechnen lassen.

Verhandlungsposition entscheidend: Eine gute Verhandlungsposition ist somit entscheidend, wenn es darum geht, sich eine möglichst hohe Abfindung zu sichern. Ein neuer Job bedeutet dabei oft Zeitdruck, weil der Arbeitnehmer zu einem bestimmten Termin anfangen soll. Das wiederum sendet ein entsprechendes Signal an den Arbeitgeber und schmälert die Chancen auf eine hohe Abfindungssumme. Einen lukrativen neuen Job möchten Arbeitnehmer natürlich trotzdem gerne annehmen und sollten das auch tun. Der alte Arbeitgeber sollte dies jedoch nach Möglichkeit nicht unbedingt merken. So bewahrt man sich seine gute Verhandlungsposition im Rahmen des Kündigungsschutzprozesses. Noch besser für Abfindungsverhandlung ist es natürlich, wenn der Arbeitnehmer erst gar keinen neuen Job annimmt, sondern in der Zwischenzeit die Füße stillhält, sich vielleicht auch einfach mal etwas erholt und seine Bewerbungsunterlagen ordnet, sodass er wieder starten kann, wenn das Verfahren beendet ist.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter den angegebenen Rufnummern an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

9.1.2018

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Die Kündigung eines Kranken: Wie sich Arbeitnehmer am besten wehren gegen Ungerechtigkeiten

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Die Kündigung eines Kranken: Wie sich Arbeitnehmer am besten wehren gegen Ungerechtigkeiten

Fachanwalt Arbeitsrecht

Es heißt „Schwarzbuch sozial“ und führt Fälle sozialer Ungerechtigkeit auf (Wilhelmshavener Zeitung, 04.01.2018). Schwarzbuch-Autor Hans-Peter de Vries beschreibt dort ein Schicksal, das in der anwaltlichen Praxis häufig vorkommt und immer wieder für Empörung sorgt: Die Kündigung einer Angestellten wegen ihrer Krankheit. Wann darf der Arbeitgeber so etwas tun? Und wie sollte sich ein betroffener Arbeitnehmer verhalten? Antworten hat Anwalt Bredereck.

Kündigung wegen Krankheit: Ist das vereinbar mit dem Arbeitsrecht? Hier geht es nicht um Fälle, in denen der Arbeitnehmer eine vertragliche Pflichtverletzung begeht, es geht nicht um eine verhaltensbedingte Kündigung, denn: eine Krankheit kann man niemandem vorwerfen! Möglich ist dagegen eine personenbedingte Kündigung, da liegt der Kündigungsgrund in der „Person“ des Arbeitnehmers. Die Fälle sind vielfältig, da ist der Lastkraftfahrer, dem man die Fahrerlaubnis entzieht, oder die Fachkraft, die ihre Zusatzqualifikation verliert. Häufigster Fall aber ist: die Kündigung wegen Krankheit, die allerdings nur ausnahmsweise erlaubt ist, unter strengen Voraussetzungen.

Ein Arbeitgeber darf grundsätzlich nur in 3 Fällen wegen Krankheit kündigen: Den „dauerkranken“ Arbeitnehmer, der länger als ein Jahr arbeitsunfähig krankgeschrieben ist, den häufig Kurzzeiterkrankten, der über Jahre hinweg mehr als 6 Wochen im Jahr wegen Krankheit fehlt, und der Arbeitnehmer, der wegen einer Erkrankung nicht mehr voll einsatzbereit ist. Das sind die 3 Fallvarianten, um die sich eine umfangreiche arbeitsgerichtliche Rechtsprechung entwickelt hat, mit hohen Hürden für den Arbeitgeber: Oft kann er Voraussetzungen nicht beweisen, weil keine Information über die Krankheit vorliegt. Oder er scheitert an Formalitäten, beispielsweise an der korrekten Anhörung des Betriebsrats.

Kündigungen wegen Krankheit sind für Arbeitgeber riskant, in den allermeisten Fällen enden solche Fälle mit einem Abfindungs-Vergleich vor dem Arbeitsgericht: Der Arbeitnehmer bekommt dann eine hohe Abfindung als Ausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes. Erfahrungsgemäß sind Abfindungen bei Kündigungen wegen Krankheit besonders hoch. Das liegt zum einen an den arbeitsrechtlichen Hürden und den Schwierigkeiten, auf die der Arbeitgeber regelmäßig vor dem Arbeitsgericht stößt, wenn der Arbeitnehmer sich mit einer Kündigungsschutzklage wehrt. Und Arbeitnehmer sind häufig schon lange angestellt, bevor sie krankheitsbedingt gekündigt werden: Ein Grund mehr, dass der Chef tief in die Tasche greifen muss, um den Arbeitnehmer los zu werden.

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Womöglich wegen Ihrer Erkrankung? Dann kann es sein, dass Sie gute Aussichten auf eine hohe Abfindung haben! Rufen Sie mich noch heute an in meinen Fachanwaltskanzleien für Arbeitsrecht: Unter 030.40004999 erreichen Sie mich zeitnah. Erfahren Sie von mir, welche Chancen Ihre Kündigungsschutzklage hätte und welche Abfindungshöhe realistisch ist. Meine anwaltliche Ersteinschätzung Ihrer Kündigung ist kostenlos und unverbindlich. Auf Ihren Anruf freue ich mich!

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Kündigung und Arbeitslosengeld: Wann man die Sperrzeit vermeidet

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen

Kündigung und Arbeitslosengeld: Wann man die Sperrzeit vermeidet

Fachanwalt Bredereck

Kündigung durch den Arbeitgeber, Aufhebungsvertrag, Eigenkündigung – So gerät mancher in die Arbeitslosigkeit. Gut, dass es da einen finanziellen Puffer gibt, das Arbeitslosengeld, das einen über Wasser hält. Vielen Arbeitnehmern droht aber eine Sperrzeit, das heißt: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) blockiert die Auszahlung des Arbeitslosengeldes für die Dauer von bis zu einem Viertel des Bezugszeitraums, meistens sind das 12 Wochen. Wie vermeidet man diese Sperrzeit? Was tut man am besten, um das volle Arbeitslosengeld zu erhalten?

Wann es eine Sperrzeit gibt, ist nicht wirklich eindeutig geregelt. Im Gesetz steht sinngemäß, dass der Arbeitnehmer dafür an seiner Arbeitslosigkeit ohne Grund mitgewirkt haben muss. Das ist schwammig. Entsprechend zahlreich sind die Fälle, in denen der Arbeitnehmer darauf baut, keine Sperrzeit zu bekommen, die Bundesagentur für Arbeit die Sache aber anders sieht. Es bringt nicht wirklich viel, zu erklären, wann ein Abwicklungsvertrag oder ein Aufhebungsvertrag zu einer Sperrzeit führt, und wann nicht. Rechtssicherheit gibt es für den Arbeitnehmer nur, wenn man das Pferd quasi von hinten aufzäumt, wenn man klärt, wann es die Sperrzeit nicht gibt.

In welchen Fällen verhängt die BA keine Sperrzeit? Sicher ist das nur im Fall eines gerichtlich protokollierten Abfindungs-Vergleichs, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer abschließen während eines Kündigungsschutz-Prozesses vor dem Arbeitsgericht. Warum weiß man das so genau? Weil es bei der BA eine entsprechende interne Weisung gibt, in diesen Fällen auf die Verhängung einer Sperrzeit zu verzichten!

Wie sollte man als Arbeitnehmer am besten vorgehen? Vorsichtig sollte man sein bei Aufhebungsverträgen oder ähnlichen Abmachungen, mit denen man einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses „freiwillig“ zustimmt. Man sollte sich in jedem Fall Rat einholen von einem erfahrenen Experten im Arbeitsrecht, bevor man unterschreibt. Solche Verträge sollte man nur dann in Erwägung ziehen, wenn der Arbeitgeber vertraglich zusichert, den Nachteil einer Sperrzeit auszugleichen, was man ebenfalls vorher mit einem Spezialisten absprechen sollte.

Der sicherste Weg ist es, vom Arbeitgeber eine Kündigung zu erhalten und dann gegen diese Kündigung vor dem Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage einzureichen. Mit einem prozesserfahrenen Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht kann man dort eine Abfindung aushandeln, die häufig deutlich höher ist, als die Abfindungssummen, die der Arbeitgeber vorher angeboten hat, sei es im Rahmen eines Sozialplans oder als Teil eines individuellen Aufhebungsvertrags.

Wie kann ich Ihnen helfen? Arbeitnehmer, die man im Job loswerden will und die eine Kündigung erhalten haben oder denen man eine Abfindung anbietet, erhalten von mir eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung ihrer Chancen, gegen die Kündigung vorzugehen und eine Abfindung zu erhalten. Rufen Sie mich gern an unter 030.40004999: In meinen Fachanwaltskanzleien erreichen Sie meine Rechtsanwaltsfachangestellte Nadine oder meine wissenschaftlichen Mitarbeiter Philipp und Max; sie vermitteln das Gespräch mit mir zeitnah, in der Regel noch am selben Tag. Auf Ihren Anruf freue ich mich!

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Kündigung im Job: Wie Sie Ihre Rechte sichern

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Kündigung im Job: Wie Sie Ihre Rechte sichern

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Jeder Arbeitnehmer, der schon einmal eine Kündigung erhalten hat, kennt dieses Gefühl: Man zweifelt an sich selbst, ist wütend oder traurig, hat Angst vor der Zukunft. Diese Emotionen sind verständlich, sie sind aber kein guter Ratgeber. Ein kühler Kopf ist gefragt, denn: Wer klug taktiert, kann jetzt viel erreichen.

Was steht einem Arbeitnehmer jetzt im Weg?

Loyalität und Verbundenheit: Oft hängt man an seinem alten Arbeitgeber, hat Freundschaften geschlossen, hat sich identifiziert mit dem Unternehmen, oft über Jahre. Oder man verfällt in Schockstarre, zieht sich zurück und akzeptiert sein Schicksal. Von alledem sollten Sie sich lösen, denken Sie rational und wirtschaftlich!

Was kann man Arbeitnehmern nach einer Kündigung raten?

Jeder Arbeitnehmer sollte sich möglichst schnell informieren über seine Rechte und Ansprüche! Im Arbeitsrecht gibt es viele Vorschriften, die Arbeitnehmer schützen vor Ungerechtigkeiten und Willkür. Viele Kündigungen verstoßen gegen solche Arbeitnehmer-Schutzvorschriften, ein Beispiel ist das Kündigungsschutzgesetz. Seien Sie darüber im Bild! Rechte und Ansprüche kann man nur durchsetzen, wenn man sie kennt!

Mit einer Kündigungsschutzklage kann man sich zurückklagen auf seinen alten Arbeitsplatz, oder eine satte Abfindung aushandeln. Steht ein Arbeitgeber vor der Wahl, eine Abfindung zu zahlen, oder den Mitarbeiter wiedereinstellen zu müssen, wird häufig lieber die Abfindung gezahlt. Voraussetzung: Der Arbeitnehmer holt sich Hilfe bei einem Arbeitsrechts-Experten und legt eine Kündigungsschutzklage ein – und das rechtzeitig innerhalb der 3-Wochen-Frist!

Suchen Sie sich einen erfahrenen Experten im Arbeitsrecht, der sich auskennt mit Kündigungsschutzklagen, der regelmäßig mit Personalabteilungen und spezialisierten Anwälten verhandelt, vorzugsweise einen Fachanwalt für Arbeitsrecht. Kontaktieren Sie Ihren Experten möglichst 1-2 Tage nach der Kündigung. Wer länger wartet, geht das Risiko ein, dass seine Rechte verloren gehen. Man sollte einen Arbeitsrechtler auch aufsuchen, wenn der Arbeitgeber eine Abfindung anbietet oder einen Aufhebungsvertrag. Unterschreiben Sie nichts, ohne professionellen Rat! Abfindungen, die Unternehmen von sich aus anbieten, sind häufig deutlich zu gering.

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Schlägt man Ihnen einen Aufhebungsvertrag vor? Ich biete Ihnen folgendes an: Rufen Sie mich gern an in meiner Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht, unter 030.40004999 erreichen Sie meine Rechtsanwaltsfachangestellte und Mediatorin Nadine oder meinen wissenschaftlichen Mitarbeiter Philipp, die Sie sehr zeitnah mit mir verbinden. Kostenlos und unverbindlich bespreche ich Ihre Kündigung mit Ihnen oder das Abfindungsangebot Ihres Arbeitgebers. Gemeinsam werden wir klären, ob sich eine Kündigungsschutzklage lohnt und welche Abfindungshöhe realistisch ist. Meine Mitarbeiter und ich freuen uns auf Ihren Anruf!

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Kündigungen vor Weihnachten – Warum so oft?

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen

Kündigungen vor Weihnachten - Warum so oft?

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Kündigungen, Werkschließungen, Stellenabbau – besonders oft findet das vor Weihnachten statt, siehe Air Berlin-Insolvenz und Siemens-Stellenabbau. Generell gibt es bei Arbeitgebern eine Tendenz, Kündigungen zum Jahresende auszusprechen, oder zu der Zeit Aufhebungsverträge anzubieten. Warum ist das so? Und worauf sollten gekündigte Arbeitnehmer achten aus Sicht eines Arbeitsrechtlers?

Nur manchmal liegt es an den Kündigungsfristen: Einige Arbeitsverhältnisse sehen eine Kündigungsfrist zum Quartalsende vor, Kündigungen dieses Quartals führen dann quasi mitten in der Weihnachtszeit zur Arbeitslosigkeit – keine schöne Bescherung. Häufiger sind unternehmens-psychologische Gründe: Firmenchefs machen gern zum Jahresende reinen Tisch, man möchte einen guten Start ins neue Jahr, möglichst ohne Belastungen, mit weniger Personalkosten oder weniger Konflikten im Team. Die scheinbar einfache Lösung: Kündigungen zum Jahresende.

Was kann man Arbeitnehmern raten bei einer Kündigung in der Weihnachtszeit? Arbeitnehmer haut das regelmäßig um. Man ist durch die Vorweihnachtszeit schon gestresst genug, hat vielleicht private Sorgen, die vor Weihnachten ebenfalls gern hochkommen, nicht selten mit voller Wucht. Zum Jahresende ist dann auch noch das Bankkonto geplündert. Da ist es verständlich, wenn man davor zurückschreckt, sich nach einer Kündigung Rat zu holen bei einem Anwalt. Doch genau das sollte man tun.

Jede Kündigung sollte man besprechen mit einem erfahrenen Experten für Kündigungsschutz. Wehren Sie sich gegen die Kündigung! Erfahren Sie von einem Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht, ob es sich lohnt, gegen die Kündigung vorzugehen, mit einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht. Häufig lohnt es sich!

Viele Kündigungen verstoßen gegen das Kündigungsschutzgesetz oder gegen andere Arbeitnehmer-Schutzrechte. Arbeitgeber machen regelmäßig Fehler bei einer Kündigung: Mal sind es Form-Fehler, mal war die Sozialauswahl fehlerhaft, oder die Kündigung war unverhältnismäßig. Ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht deckt solche Fehler auf. Arbeitgeber zahlen dann regelmäßig lieber eine Abfindung, als vor Gericht zu verlieren. Und solche Abfindungen fallen oft überraschend hoch aus; Arbeitgeber vermeiden es regelmäßig (fast) um jeden Preis, einen einmal entlassenen Arbeitnehmer wiedereinzustellen.

Finden Sie heraus, ob Ihre Kündigungsschutzklage Aussicht auf Erfolg hat, und wie Ihre Chancen auf eine hohe Abfindung stehen im Fall einer Kündigung. Gekündigten Arbeitnehmern biete ich hierzu ein kostenloses und unverbindliches Telefonat an. Sie erreichen mich in meinen Fachanwaltskanzleien in Berlin und Essen. Meine Mitarbeiter vermitteln das Gespräch mit mir sehr zeitnah. Achten Sie bitte unbedingt auf die Fristen des Arbeitsrechts: Schon wenige Tage nach einer Kündigung kann man Rechte wegen Fristablaufs verlieren! Rufen Sie mich, oder einen anderen Experten Ihrer Wahl, bitte am Tag Ihrer Kündigung oder spätestens am darauf folgenden Tag an. Auf Ihren Anruf freue ich mich!

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Stellenabbau bei Siemens: Droht Arbeitnehmern betriebsbedingte Kündigung?

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Stellenabbau bei Siemens: Droht Arbeitnehmern betriebsbedingte Kündigung?

Fachanwalt Bredereck

Drohende Entlassungen bei Siemens: Aktuellen Medienberichten zufolge (z. B. Handelsblatt vom 07.11.2017) sind in der Kraftwerkssparte von Siemens massive Einschnitte geplant, die mit Kündigungen verbunden sein könnten. Was ist betroffenen Mitarbeitern in einer solchen Situation zu raten?

Angebot von Aufhebungsverträgen: Bei Kündigungen können Arbeitgebern immer Fehler passieren. Den einfacheren Weg stellen deshalb Aufhebungsverträge dar, die Mitarbeitern von Unternehmen, die einen Stellenabbau betreiben, oftmals angeboten werden. Um die Unterzeichnung verlockend zu machen, werden im Rahmen solcher Aufhebungsvereinbarungen oftmals Abfindungszahlungen sowie andere Anreize angeboten. Diese sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Oftmals können damit auch erhebliche Nachteile für Arbeitnehmer mit einhergehen.

Risiken bei Aufhebungsverträgen: Mit einem Aufhebungsvertrag wirkt der Arbeitnehmer an der Beendigung seines Arbeitsverhältnisses mit. Ohne seine Unterschrift kann dieser nämlich nicht zustanden kommen. Deshalb besteht immer die Gefahr einer Sperrzeit durch die Bundesagentur für Arbeit. Zusammen mit einem etwaigen Ruhen des Arbeitslosengeldanspruchs können damit die versprochenen Vorteile einer Aufhebungsvereinbarung schnell wieder in negativer Hinsicht ausgeglichen sein.

Kündigungsschutzklage bei betriebsbedingten Kündigungen: Kommt es zu betriebsbedingten Kündigungen, ist Arbeitnehmern in aller Regel das Vorgehen mit einer Kündigungsschutzklage zu raten. Hier gibt es ein erhebliches Fehlerpotential auf Arbeitgeberseite, das zu guten Erfolgsaussichten führt. Wird etwa nur ein Teil der Mitarbeiter entlassen, hat der Arbeitgeber eine Sozialauswahl durchzuführen. Das wird immer wieder vernachlässigt. Wird dann im Zuge des Prozesses ein Vergleich geschlossen, der ebenfalls eine entsprechend hohe Abfindungszahlung zum Gegenstand hat, droht zudem das Problem der Sperrzeit in aller Regel nicht mehr. Die Abfindung fällt zudem meist höher aus als im Rahmen eines außergerichtlichen Aufhebungsvertrages.

Keine Unterschrift ohne vorherige Beratung: Ich empfehle Arbeitnehmern, die sich in einer solchen Situation wie bei Siemens befinden, deshalb immer, sich vor der Unterzeichnung jeglicher Vereinbarung unbedingt rechtlich beraten zu lassen. Es ist wichtig zu wissen, dass der Arbeitgeber nicht ohne weiteres verpflichtet ist, den Arbeitnehmer bis ins Detail über die möglichen Nachteile der Aufführungsvereinbarung zu belehren. Zudem stehen regelmäßig entsprechende Hinweise in den vorgedruckten Aufhebungsvereinbarungen. Mündlich wird den Arbeitnehmern manchmal etwas anderes erklärt. Das lässt sich später nicht beweisen. Der Arbeitgeber ist den Arbeitnehmer günstig losgeworden, der Arbeitnehmer fühlt sich betrogen: Aus Sicht des Arbeitnehmers ist das kein schönes Ende für ein Arbeitsverhältnis.

Der sicherste Weg ist es immer, eine Kündigung abzuwarten und sich dann gegebenenfalls vor Gericht zu vergleichen. Auch wenn die Arbeitgeber regelmäßig anderes behaupten: In der Praxis ist es fast immer so, dass vor Gericht höherer Abfindungen erzielt werden und nicht wie vom Arbeitgeber zuvor gedroht, die Abfindungen abgeschmolzen werden.

Wer sich dem Druck des Arbeitgebers unbedingt beugen will oder persönliche Gründe für den zügigen Abschluss eines Aufhebungsvertrages hat, sollte sich zuvor unbedingt beraten lassen. Das gilt insbesondere dann, wenn später Arbeitslosengeld bezogen werden soll.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

13.11.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

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Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers – Was sollten Arbeitgeber beachten?

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers - Was sollten Arbeitgeber beachten?

Fachanwalt Bredereck

Wer als Arbeitgeber eine Kündigung ausgesprochen hat, wird sich wünschen, dass der Arbeitnehmer diese einfach akzeptiert und die Frist für die Kündigungsschutzklage verstreichen lässt. Dann wird die Kündigung nämlich automatisch wirksam und kann in der Regel nicht mehr angegriffen werden. Hat sich der Arbeitnehmer aber, oftmals nach Beratung durch einen Anwalt, zur Kündigungsschutzklage entschieden – eine entsprechende Mitteilung kommt vom Gericht – ist es an der Zeit, eine genaue Prüfung vorzunehmen.

Kündigung auf Fehler überprüfen: Eine Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers bedeutet natürlich nicht automatisch, dass wirklich durchschlagende Fehler bei der Kündigung gemacht wurden. Oftmals geht es dem Arbeitnehmer darum, die Kündigungsgründe des Arbeitgebers zu überprüfen. Die muss er ja in der Kündigung selbst nicht angeben, sondern dann erst im Prozess vor Gericht. Dennoch sollte man die Klage zum Anlass nehmen, die Kündigung von einem Experten auf etwaige Mängel überprüfen zu lassen. Das schlimmste, was Arbeitgebern passieren kann, ist, dass das Gericht am Ende die Kündigung für unwirksam erklärt und der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zurücknehmen und sämtliches Gehalt für die Zwischenzeit nachzahlen muss. Das gilt es zu verhindern.

Erneute Kündigung aussprechen: Sofern sich Punkte finden, die die Kündigung angreifbar machen, sollte diese deshalb unbedingt erneut ausgesprochen werden. Durch dieses Nachkündigen verhindert man, dass man sich am Ende ohne wirksame Kündigung in der beschriebenen misslichen Lage befindet.

Interessen des Arbeitnehmers berücksichtigen: Arbeitgeber sollten sich auch immer klarmachen, welches Ziel der Arbeitnehmer verfolgt. Die meisten Arbeitnehmer haben tatsächlich kein Interesse mehr daran, auf ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Ihnen geht es darum, eine möglichst hohe Abfindung herauszuholen. Ob bzw. zu welchem Zeitpunkt es sinnvoll ist, sich auf eine Einigung mit dem Arbeitnehmer einzulassen, sollte unbedingt von einem Experten für Arbeitsrecht im jeweiligen Einzelfall überprüft werden. Auch bei der Einigung selbst gibt es eine Reihe von Formalien, die unbedingt beachtet werden sollten. Hier ist dringend zu rechtlicher Beratung zu raten.

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

Spezialseite Kündigung für Arbeitgeber: Hier finden Sie umfassende Informationen über Ihre Möglichkeiten, einen Arbeitnehmer zu kündigen. Wann besteht Kündigungsschutz? Sie finden Musterkündigungen mit Ausfüllhinweisen. Daneben gibt es umfassende Informationen zur Betriebsratsanhörung und ein Musterformular mit Ausfüllhinweisen. Wir stellen den Ablauf des Kündigungsschutzprozesses dar und geben Beispiele für einen gelungenen Vortrag im Verfahren zu den jeweiligen Kündigungsgründen. Des Weiteren können Sie auf ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen zugreifen. Das besondere Angebot: der Onlinecheck für die von Ihnen vorbereitete Kündigung zum Preis von 250 EUR zuzüglich MwSt. Das alles hier: www.arbeitgeberanwalt-kuendigung.de

13.11.2017

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