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Walter schreibt Industriegeschichte seit 1919

Tübinger Zerspanungsunternehmen feiert 100 Jahre Innovation

Walter schreibt Industriegeschichte seit 1919

Seinen Sinn für die Innovation hat Richard Walter in die DNA seines Unternehmens weitergegeben. (Bildquelle: Walter AG)

Tübingen, 11. Dezember 2018 – Im Januar 2019 ist es soweit: Walter bringt die komplett neue Fräsergeneration Xtratec® XT in den Markt. Die neue Produktfamilie ist Ergebnis einer außergewöhnlichen Idee: Walter hat bei den Wendeschneidplatten die bisher branchenweit übliche Optimierungstaktik im Grunde umgedreht. Dadurch ändern sich Sitz, Stabilität und Zerspanungsverhalten. Die Zähnezahl lässt sich um bis zu 17 Prozent erhöhen, – ein deutlicher Zugewinn an Produktivität für die Anwender. Die Xtratec® Xtended Technology (XT) setzt die 100-jährige Innovationsgeschichte des Unternehmens fort. Gegründet wurde das Unternehmen 1919 von dem Ingenieur und Metallurgen Richard Walter. Bereits 1920 meldete er sein erstes Patent an. Walter macht mehr als 35 Prozent seines Umsatzes mit Produkten, die jünger sind als fünf Jahre: Damit gehört das Unternehmen zu den Zerspanungsexperten, die proaktiv auf Marktdynamiken eingehen. 2019 feiert das Unternehmen 100 Jahre Engineering Kompetenz und Innovation.

Als Richard Walter seine „Metallurgische Gesellschaft Richard Walter und Co.“ kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in Düsseldorf gründete, hatte er keineswegs das Ziel, ein weltweit agierendes Unternehmen aufzubauen. Walter hatte im Krieg schlechte Erfahrungen mit den Werkzeugen gemacht, die ihm für die Instandhaltung und Reparatur von Schiffsmotoren und -schrauben zur Verfügung standen. Sein Ziel war es, durch neue Konstruktionen und Legierungen den Wirkungsgrad, die Verschleißfestigkeit und Wärmebeständigkeit von Zerspanungswerkzeugen für Metall deutlich zu verbessern. Auch wenn das Unternehmen mit Richard Walters Erfindungen und Entwicklungen wichtige Marktlücken füllte und schnell sehr erfolgreich wurde, er selbst sah sich immer mehr als Erfinder denn als Unternehmer.

Forschergeist und Innovationsdynamik seit 100 Jahren
Eine der wichtigsten Entwicklungen Richard Walters war die Wolframkarbid-Hartmetalllegierung, die er unter dem Namen Dynit zum Patent anmeldete. Im Gegensatz zu den heute üblichen Entwicklungs- und Innovationsprozessen arbeitete Richard Walter wie man sich einen klassischen Erfinder vorstellt: allein oder nur mit wenigen Assistenten in einem eigenen Labor in Starnberg, weit entfernt vom aktuellen Firmensitz in Tübingen. Als er 1945 stirbt, hatte er mehr als 200 Patente zugesprochen bekommen. Seine Forscherleidenschaft und seinen Sinn für die Innovation hat Richard Walter in die DNA seines Unternehmens weitergegeben. In den 100 Jahren Unternehmensgeschichte haben Walter Mitarbeiter seine Erfindungen nicht nur weiterentwickelt, sondern weitere neue Legierungen, Werkzeuge, Beschichtungen und Herstellungsverfahren entwickelt.

Ergebnis schwäbischen Tüftlergeists: Xtratec® XT
Innovationen sind heute meist Teamarbeit, bei der neuen Fräsergeneration Xtratec® XT war aber auch noch einmal der sprichwörtliche Tüftlergeist am Werk: Die Grundidee für die neue Geometrie der Wendeschneidplatten und für das Werkzeug selbst stammt von einem Entwickler bei Walter. Ziel war es, die Bruchsicherheit der Fräswerkzeuge und der Wendeschneidplatten zu erhöhen. Mit diesem Ansatz, die bisherige Herangehensweise grundsätzlich zu überdenken, steht er in der Tradition von Richard Walter und der vielen anderen kreativen Köpfe, die Walter hundert Jahre lang innovativ gemacht haben.

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Die Walter AG, gegründet 1919, zählt zu den weltweit führenden Unternehmen in der Metallbearbeitung. Der Zerspanungsspezialist bietet ein umfassendes Spektrum an Präzisionswerkzeugen zum Fräsen, Drehen, Bohren und Gewinden. Gemeinsam mit seinen Kunden entwickelt Walter maßgeschneiderte Lösungen für die Komplettbearbeitung von Bauteilen in den Branchen Allgemeiner Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Automobil- und Energieindustrie. Die Engineering Kompetenz des Unternehmens umfasst dabei den gesamten Zerspanungsprozess. Als innovativer Partner für hocheffiziente, digitalisierte Prozesslösungen gehört Walter branchenweit zu den Vorreitern der Industrie 4.0. Die Walter AG beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter und betreut mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern Kunden in über 80 Ländern der Welt.

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Good Vibrations: Dunkle Erdhummel ist Gartentier des Jahres 2018

Zum Tag des Gartens am 11. Juni gibt die Heinz Sielmann Stiftung den Gewinner der Abstimmung bekannt.

Good Vibrations: Dunkle Erdhummel ist Gartentier des Jahres 2018

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Die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) wurde von 2.670 Teilnehmern zum Gartentier des Jahres 2018 gewählt. Zwischen dem 30. April und 10. Juni konnten Interessierte online für einen von sechs nützlichen Gartenhelfern abstimmen. Mit der Aktion möchte die Heinz Sielmann Stiftung auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft hinweisen. Mit 43,6% der Stimmen lief die Dunkle Erdhummel den anderen Kandidaten klar den Rang ab. Den zweiten Platz belegte mit 20,5% der Stimmen der Siebenpunkt-Marienkäfer, dicht gefolgt von der Hornisse, die knapp 14,4% der Stimmen bekam.

Das Gartentier des Jahres 2018 gehört zur Familie der Echten Bienen. Die Königinnen der Dunklen Erdhummel werden bis zu 23 Millimeter groß. Auf dem schwarzen Rumpf trägt sie eine ein Millimeter breite braungelbe Querbinde. Außerdem erkennt man sie an den grauweiß gefärbten Stellen am Hinterleib. Oft ist sie schon sehr früh im Jahr, ab Februar oder März, auf der Suche nach Nahrung und einem passenden Ort für ein Nest.

+++ Good Vibrations – Hummeln sind Spezialisten für Vibrationsbestäubung +++

Die Dunkle Erdhummel ist nicht sehr wählerisch. Auf ihrer Speisekarte stehen Nektar und Pollen unterschiedlichster Pflanzen. Sie wurde an über 220 Wildpflanzenarten beobachtet. Beim Pollensammeln wenden die Hummeln einen Trick an. Um nicht mühsam die einzelnen Staubbeutel mit dem Pollen ernten zu müssen, schütteln die Tiere die begehrten Pollenkörnchen aus der Blüte heraus. Durch verlangsamtes Flügelschlagen erzeugen sie eine Frequenz, die die Blüte erzittern lässt. Die Hummel wird von Kopf bis Fuß mit Pollen eingepudert. Viele unserer Nutzpflanzen sind auf Bestäuber angewiesen, die auf der richtigen Frequenz brummen. Nachtschattengewächse wie Tomate, Kartoffel, Zucchini, Kürbis, Paprika und Aubergine aber auch Blaubeeren und Preiselbeeren lassen vorzugsweise vibrierende Hummeln an den nahrhaften Pollen ran.

+++ Fleißige Hummel +++

Daher werden Erdhummeln auch im industriellen Maßstab als Bestäuber in der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion eingesetzt. Die Sammelhummeln arbeiten täglich von Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang. Auch bei schlechtem Wetter. So bestäuben sie zwischen 2.000 und 4.000 Tomaten- oder Paprikablüten, wenn sie in Gewächshäusern unterwegs sind. In der freien Natur werden ebenso viele Kirsch-, Himbeer-, Apfel-, Stachelbeer- oder Johannisbeerblüten besucht.

+++ Bestäuber schützen – Lebensgrundlagen sichern +++

Blütenbestäubende Insekten sind die Grundlage für die weltweite Ernährungssicherheit. „Die Dunkle Erdhummel ist Botschafterin für eine Vielzahl von Wildbienen und anderen Insekten, ohne die unsere Nahrungsmittelproduktion undenkbar wäre“, erklärt Michael Beier, geschäftsführender Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. „Um das Insektensterben aufzuhalten und unsere eigenen Lebensgrundlagen zu sichern, brauchen wir eine mutige und zukunftsfähige Agrarpolitik – in Deutschland und der Europäischen Union. Landwirtschaft und Naturschutz werden immer noch als Gegenspieler gesehen und instrumentalisiert. Eine neue EU-Agrarpolitik, die nennenswerte Umwelteffekte auslöst, ist überfällig. Die Lösung kann nur in der Verknüpfung des Agrarbudgets mit den Zielen des Umwelt- und Naturschutzes im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sein“, appelliert Beier an die politischen Entscheidungsträger.

+++ Jeder kann der Hummel helfen +++

Jeder Gartenfreund kann selbst etwas für das Gartentier des Jahres und all seine summenden Kollegen tun. Dr. Hannes Petrischak, Biologe bei der Heinz Sielmann Stiftung, erklärt: „Der Verlust der Insektenbiomasse und -Vielfalt ist auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Überdüngung sowie das Ausräumen der Landschaft zurückzuführen. Gärtner können mit einer naturnahen Gestaltung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.“ Insekten brauchen wilde Ecken mit einem vielfältigen Angebot an Blütenpflanzen. Außerdem sollten sandige Stellen oder Totholz erhalten bleiben, denn hier richten die Sechsbeiner oft ihre Kinderstuben ein. „Beim Einkaufen sollte man öfter zu regionalen Produkten aus biologischer Landwirtschaft greifen. Nur so können wir das, auch für uns Menschen bedrohliche, Insektensterben aufhalten“, schließt Petrischak ab.

+++ Und sie fliegen doch +++

Der Insektenexperte räumt zudem mit einem gängigen Vorurteil über Hummeln auf. „Seit den 1930er Jahren hält sich hartnäckig die Legende, dass Hummeln nach den Gesetzen der Aerodynamik gar nicht fliegen können“, erklärt Petrischak. Die zunächst als Scherz herangezogene Berechnung geht von falschen Grundannahmen aus. Kurz gesagt: Man postulierte, dass Hummelflügel zu klein sind, um den dicken Körper in die Luft zu heben. Richtig ist aber, dass kleine Luftwirbel entstehen, wenn die Hummel bis zu 200 Mal in der Sekunde mit den Flügeln schlägt. „Diese erzeugen tornadoartige Wirbel, die den Hummelkörper in die Höhe heben. Sie fliegen eben doch“, so Petrischak abschließend.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung vergibt seit 2010 die Auszeichnung zum Gartentier des Jahres. Im letzten Jahr gewann das Rotkehlchen den Publikumspreis. In diesem Jahr standen sechs Insekten zur Wahl.

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EURO für Natur- und Artenschutzprojekte, für Umweltbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen: https://nachhaltigkeit.sielmann-stiftung.de

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Zirpen, klopfen, stridulieren – Das Liebesleben der Insekten

Wie machen sie es? Zum internationalen Tag der Artenvielfalt gewährt die Heinz Sielmann Stiftung einen Einblick in das Liebesleben der Insekten.

Zirpen, klopfen, stridulieren - Das Liebesleben der Insekten

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Der 22. Mai ist der internationale Tag der Artenvielfalt. „Das Thema Insektensterben ist in aller Munde“, erklärt Dr. Hannes Petrischak, Biologe bei der Heinz Sielmann Stiftung. „Insekten stehen unter einem enormen Anpassungsdruck. Klimawandel, Umweltgifte und Verlust der Lebensräume machen es nötig, dass sie sich an Veränderungen anpassen, um zu überleben. Ein Anlass, sich einmal genauer anzuschauen, wie sich Insekten vermehren. Die Natur hält eine interessante Auswahl an Balzritualen bereit“, so Petrischak weiter.

+++ Wiesenmusik +++

Die Begleitmusik warmer Sommertage ist das Zirpen der Feldgrille (Gryllus campestris). Die männlichen Grillen versuchen, die Weibchen mit ihrer Musik anzulocken. Doch wie schaffen diese wenigen Zentimeter großen Tiere es, die Luft mit den hohen Tönen zu erfüllen? Viele Insekten sind in der Lage, durch Aneinanderreiben von Teilen ihres harten Außenskeletts Töne zu erzeugen. „Der Fachbegriff dafür ist Stridulation“, weiß Petrischak. „Die Evolution hat die Grillen mit einem eigenen Musikinstrument ausgestattet. Eine Ader auf den harten Deckflügeln ist zur sogenannten Schrillader umgeformt. Auf dem anderen Flügel gibt es ganz dünne Rippen. Bewegt die Grille beide Flügel gegeneinander, entsteht das typische Zirpen“, erklärt Petrischak. Und weiter: „Wir können das nachmachen, wenn wir mit dem Fingernagel über die Zähne eines Kamms streichen.“

+++ Trommelwirbel +++

Insekten, die nicht mit einem solch ausgeklügelten Instrumentarium ausgestattet sind, locken den Partner auf andere Weise an. Die Männchen der Steinfliegen schwärmen auf der Suche nach einem paarungsbereiten Weibchen umher. Wenn sie sich niederlassen, beginnen sie mit dem Hinterleib zu trommeln, wobei die unterschiedlichen Arten unterschiedliche Frequenzen und Rhythmen benutzen. „Das Weibchen antwortet dem Männchen mit einem Trommelwirbel“, so Petrischak. „Allerdings hören die Tiere die Töne nicht, sondern sie nehmen die Erschütterungen über empfindliche Sinneszellen wahr.“

+++ Die Totenuhr tickt +++

Wer in einem alten Haus wohnt, wundert sich nachts vielleicht über ein mitunter unheimliches Klopfen. Im Volksmund heißt es „die Totenuhr tickt“. Früher glaubte man fälschlicherweise, das mysteriöse Klopfen im Gebälk kündige das nahe Ableben eines Familienmitglieds an. „Die Erklärung für das Klopfen ist viel profaner. So verständigen sich Männchen und Weibchen der Klopfkäfer, besser bekannt als Holzwürmer“, erklärt der Biologe Petrischak. Um sich zu finden und zu paaren, schicken die Käfer die Morsezeichen durch das weit verzweigte Gangsystem im Holz. „Die Methode erscheint etwas rabiat. Der Käfer hebt den Körper und schlägt mit der Stirn auf den Boden und das etwa sechs Mal pro Sekunde.“

+++ Hochzeitsgeschenke +++

Auch bei den Insekten gibt es Kavaliere der alten Schule. Mit Geschenken soll die Auserwählte von der bevorstehenden Vereinigung überzeugt werden. Tanzfliegen-Männchen der Art Empis aerobatica verpacken ein Beutetier kunstvoll in einen Seidenballon, den sie dem Weibchen anbieten. Aber Vorsicht: Männchen anderer Tanzfliegen-Arten spinnen ungenießbares wie Samenkörner oder Holzstückchen ein, manche lassen den Ballon gleich ganz leer. Das rein optische Signal wirkt auf die Weibchen so anregend, dass sie sich paarungsbereit zeigen.

Die Weibchen der Gemeinen Skorpionsfliege (Panorpa communis) lassen sich allerdings nicht täuschen. Auch wenn sich Männchen und Weibchen zum Fortpflanzungsakt bereits verbunden haben, übergibt die männliche Skorpionsfliege bis zu sieben Speicheltropfen. „Die Eiweißkügelchen sind sehr nahrhaft und wirken sich positiv auf den Erfolg der Paarung aus“, erläutert Petrischak. „Die Skorpionsfliege ist im Übrigen keinesfalls so gefährliche, wie ihr Name es ankündigt. Die Benennung ist auf den verdickten Hinterleib der Männchen zurückzuführen, der an den Stachel eines Skorpions erinnert.“

+++ Insektensterben entgegenwirken +++

Der Rückgang der Insektenzahlen hängt also keinesfalls mit mangelnder Fantasie beim Werben und Paaren zusammen. Dr. Petrischak erklärt: „Der Verlust der Insektenvielfalt und -Biomasse ist vielmehr auf eine immer intensivere Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zurückzuführen, sowie auf die Flächenversiegelung und das Aufräumen der Landschaft.“ Für Männchen und Weibchen wird es immer schwieriger, sich für den Liebesakt überhaupt zusammen zu finden. Ist dies dennoch gelungen, finden die Larven später häufig zu wenig Nahrung. „Jeder kann etwas für eine vielfältigere Landschaft tun. Hausbesitzer und Unternehmen können mit einer naturnahen Gestaltung ihres Gartens oder Firmengeländes anfangen. Beim Einkaufen sollte man öfter zu regionalen Produkten aus biologischer Landwirtschaft greifen. Nur so können wir diesen, auch für uns Menschen bedrohlichen Trend aufhalten“, schließt der Insektenexperte Petrischak ab.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Sonderausstellung SIELMANN! gastiert ab 18. Mai in Eckernförde

CarlsArt präsentiert Ausstellung über den Naturfilmpionier Heinz Sielmann und das Engagement seiner Stiftung

Sonderausstellung SIELMANN! gastiert ab 18. Mai in Eckernförde

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In feierlichem Rahmen eröffneten Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, und Hausherr Wolfram Greifenberg die Sonderausstellung „Sielmann!“ in der Galerie CarlsArt in Eckernförde. Die Ausstellung erinnert an das Werk des legendären Tierfilmers und leidenschaftlichen Naturschützers. „Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt, ganz im Sinne ihres Stifters, unser bekanntes Filmfestival „Green Screen“. Auch deswegen ist Eckernförde Naturfilm-Hauptstadt. Nun können wir hier die Sonderausstellung „Sielmann!“ eröffnen. Ich freue mich über diese gelungene Kooperation“, so der Ministerpräsident Daniel Günther in seiner Eröffnungsrede. Stifter und Stadtteilentwickler Wolfram Greifenberg ist ebenfalls stolz, dass es gelungen ist, die Ausstellung nach Eckernförde zu holen. Zur Eröffnung sagte er: „Natur und Kunst sind in unserer Kulturgeschichte untrennbar miteinander verbunden. Mein Anliegen ist es, den Menschen beide Themen zugänglich zu machen. Mit der Ausstellung „Sielmann!“ wird dies gelingen.“

+++ Heimische Natur im Fokus +++

Wisent, Feldhamster und Fischotter hatten eine lange Reise hinter sich. Drei LKW brachten die Sonderausstellung über 380 Autobahnkilometer von Berlin nach Eckernförde. Die meisterhaft präparierten Tiere sind Botschafter für die heimische Natur. Die Ausstellung portraitiert die Landschaften, für deren Erhalt sich die Heinz Sielmann Stiftung einsetzt. Kurze Infotexte und lebensechte Tierpräparate werden von Filmausschnitten aus Sielmanns berühmten Naturdokumentationen ergänzt.

+++ Kinder begeistern +++

Heinz Sielmanns Motto „Nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie schützen!“ lebt in der Arbeit der Stiftung weiter. „Er wollte vor allem Kinder und Jugendliche für die Natur begeistern. In der Ausstellung gibt es daher Bereiche, die nur Kinder entdecken können. Sie nehmen die Themen anders wahr als ihre Eltern und erschließen sich die Exponate selbstständig“, erklärt Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung. „Dass dieses Konzept aufgeht, zeigen die Gästezahlen in Berlin und die positiven Rückmeldungen der Besucher. Ich bin sicher, dass „Sielmann!“ auch in Eckernförde ein großer Erfolg wird“, ergänzt Brickwedde.

Die innovativen Exponate begeisterten zuvor über eine halbe Million Besucher im Museum für Naturkunde Berlin. Bis zum 30. September haben Interessierte die Möglichkeit, die Ausstellung in der Galerie CarlsArt zu besuchen. Die Galerie hat mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Einzelpersonen 3 Euro, für Familien 5 Euro.

+++ Über die Ausstellung +++

„Sielmann!“ zeigt über 80 heimische Tiere, lebensecht und naturnah präpariert. Im Museum für Naturkunde Berlin sahen über 550.000 Besucher die Ausstellung. Highlight ist die „Entdeckerlinse“ – Die kleine Pappkarte ist mit einer speziellen Folie bezogen. Auf fast magische Weise zaubert die Entdeckerlinse Bewegtbilder auf die sonst leeren Bildschirme.

+++ Kulturstandort Carlshöhe +++

Software-Unternehmer Wolfram Greifenberg investiert seit 2007 in den Eckernförder Stadtteil Carlshöhe. Sein Anliegen ist es, einen Raum zu schaffen, in dem soziale und kulturelle Projekte Platz haben. Es gibt Wohnraum, günstige Ateliers, Proberäume, Büros und Veranstaltungsstätten. Die Galerie „CarlsArt“ bietet ein breites Kulturangebot für alle Altersgruppen an.

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1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Panasonic TOUGHBOOK feiert 100-jähriges Jubiläum der Panasonic Corporation

Die robusten Notebooks, Tablets und Handhelds von Panasonic TOUGHBOOK sind gut positioniert, um mobile Mitarbeiter bei heutigen und zukünftigen Anforderungen zu unterstützen.

Panasonic TOUGHBOOK feiert 100-jähriges Jubiläum der Panasonic Corporation

Panasonic feiert 2018 sein 100-jähriges Jubiläum (Bildquelle: Panasonic)

Wiesbaden, 16. März 2018 – Panasonic TOUGHBOOK Mitarbeiter in ganz Europa feiern den 100. Jahrestag der Gründung der Panasonic Corporation durch Konsuke Matsushita.

Seit der Gründung im Jahr 1918 hat sich Panasonic der Verbesserung des Lebens der Menschen verschrieben. Dieser Anspruch zeigt sich auch heute noch in der Vision des Unternehmens, „A Better Life, A Better World“. Vom ersten Anschlussstecker im Jahr 1918 über das elektrische Bügeleisen in den 1920er Jahren bis hin zu den ersten Waschmaschinen, Fernsehern und Kühlschränken in den 1950ern – die innovativen Produkte und Lösungen von Panasonic haben immer die Bedürfnisse der Menschen adressiert.

Die Markengeschichte von Panasonic TOUGHBOOK reicht 30 Jahre zurück bis 1987, als Panasonic mit der Produktion von tragbaren PCs begann. Nach der Markteinführung des ersten robusten Panasonic TOUGHBOOK CF-25 Notebooks im Jahr 1996 baute das Unternehmen in Kobe, Japan, eine eigene Fabrik für robuste Geräte auf.

Seit 20 Jahren führt Panasonic die europäischen Märkte für robuste Notebooks und Tablets an und hat derzeit laut der neuesten Analyse von VDC Research einen Marktanteil von 67 % bei robusten Notebooks und 56 % bei robusten Tablets (VDC, März 2017). Panasonic hat mit seinem Marken TOUGHBOOK und TOUGHPAD mehr Geräte in Europa verkauft als die gesamte Konkurrenz im Markt zusammen.

Mittlerweile erstreckt sich der Fokus auch auf Handheld-Geräte. Fast ein Drittel der Produktpalette ist mittlerweile auf diesen Markt zugeschnitten. Panasonic vermerkt hier ein Wachstum von 176 % bezüglich des Umsatzanteils im Jahresvergleich 2015 auf 2016.

„Vor zwei Jahrzehnten konzentrierte sich Mobile Computing sehr stark darauf, was IT für Manager in Büroumgebungen leisten kann“, sagt Kevin Jones, Managing Director von Panasonic Mobile Solutions Business in Europa. „Panasonic nahm eine andere Perspektive ein. Unsere Idee war, mobile Computer zu entwerfen und zu bauen, die Außendienstmitarbeiter in ihren oftmals rauen Arbeitsumgebungen unterstützen und gleichzeitig die Produktivität durch strapazierfähige sowie leistungsorientierte Geräte verbessern. Die Marke TOUGHBOOK war geboren!“

„Der Erfolg von Panasonic TOUGHBOOK auf dem europäischen Markt für robuste mobile Computer basiert auf den gleichen Prinzipien wie der Erfolg des globalen Mutterunternehmens“ erklärt Jones. „Wir hören unseren Kunden zu und fertigen darauf aufbauend Produkte, die ihren Bedürfnissen entsprechen und ihnen das Leben erleichtern. Unsere robusten Business-Geräte werden in vielen Branchen eingesetzt, um das Leben der Menschen weiter zu verbessern. Unsere Geräte helfen beispielsweise Piloten dabei, Passagiere zu fliegen, unterstützen Architekten bei der Planung der neuesten Gebäude der Welt und Außendienstingenieure profitieren bei der Instandhaltung von Wasser- und Stromnetzen vom unseren Mobile Computing Lösungen.“

Einige Höhepunkte der 100-jährigen Geschichte von Panasonic:

Panasonic wurde 1918 von Konosuke Matsushita gegründet. In diesem Jahr stellte Panasonic seine erste Innovation vor, den verbesserten Anschlussstecker. Von diesem Tag an führte das Unternehmen eine Reihe von Neuheiten ein:

1927: Panasonic stellt sein erstes Haushaltsgerät vor, ein elektrisches Bügeleisen.
1937: Panasonic-Haartrockner sind seit der Markteinführung des ersten Modells des Unternehmens weltweit beliebt.
1952: Panasonic stellt seinen ersten Fernseher vor.
1958: Panasonic bringt seine erste Fensterklimaanlage auf den Markt.
1965: Panasonic bringt sein erstes Produkt der Marke Technics auf den Markt.
1977: Panasonic kombiniert einen Umluft- mit einem Mikrowellenherd.
1982: Panasonic stellt seine erste Consumer-Videokamera mit tragbarem Recorder vor.
1996: Panasonic stellt das erste robuste Notebook TOUGHBOOK CF-25 vor.
2008: Panasonic bringt mit der Lumix G die weltweit erste digitale spiegellose Systemkamera auf den Markt, eine Erfindung, die die Fotografie grundlegend verändert hat.
2018: Panasonic bringt Sprachsteuerung für Entertainment-Systeme im Auto

Mehr Informationen über weitere Innovationen und wichtige Meilensteine von Panasonic in den letzten 100 Jahren finden Sie unter https://www.panasonic.com/global/100th.html

Weitere Informationen zu Panasonic Computer Product Solutions finden Sie unter http://business.panasonic.de/computerloesungen

Über Panasonic System Communications Company Europe (PSCEU)

Panasonic System Communications Company Europe (PSCEU) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Arbeit von professionellen Anwendern zu optimieren und ihren Organisationen dabei zu helfen, die Effizienz und Leistungsfähigkeit mit weltweit führender Technologie zu erhöhen. Wir helfen Unternehmen dabei, alle Arten von Informationen zu erfassen, zu verarbeiten und zu übertragen: Bild, Ton, Text und elektronische Daten im Allgemeinen. Mit rund 350 Mitarbeitern, einem großen Erfahrungsschatz in der Entwicklung und im Design, der Möglichkeit für weltweites Projektmanagement und einem großen europäischen Partner-Netzwerk, bietet PSCEU konkurrenzlose Leistungsfähigkeit in seinen Märkten.

PSCEU besteht aus sechs Unternehmenseinheiten:

– Broadcast & ProAV bietet qualitativ hochwertige Produkte für reibungslose Abläufe
im Segment der professionellen Broadcast- und Videolösungen. Endanwender aus den Bereichen Remote-Kamerasysteme, Mischer- und Kontroll-Lösungen, Studiokameras und P2, können vom exzellenten Preis-Leistungsverhältnis profitieren. Des Weiteren umfasst die VariCam Linie professionelle digitale Videokameras, die echtes 4K und High Dynamic Range (HDR) bieten. Sie eignet sich ideal für Film- und Fernsehproduktion, Dokumentationen und Live Events.

– Communication Solutions bietet weltweit führende Kommunikationslösungen inklusive professioneller Scanner-Systeme, Telekommunikationslösungen und SIP-Endgeräte.

– Computer Product Solutions verbessern die Produktivität mobiler Mitarbeiter mit robusten TOUGHBOOK Notebooks und 2-in-1 Geräten, TOUGHPAD Tablets und Handhelds sowie Electronic Point of Sales (EPOS) Systemen. Panasonic ist Marktführer in Europa und hatte im Jahr 2016 mit der Marke TOUGHBOOK einen Umsatz-Marktanteil von 67% im europäischen Markt für robuste Notebooks/Convertibles und mit der Marke TOUGHPAD 56% im Markt für robuste Tablet PCs (VDC, März 2017).

– Industrial Medical Vision bietet Applikationen für verschiedene Segmente wie Medizin, Life Science, ProAV oder Industrie. Das Portfolio umfasst komplette und OEM-Kameralösungen. Endanwender, Systemintegratoren und Distributoren können aus einer Vielzahl an kompletten Produkt- und Komponentenlösungen wählen.

– Security Solutions umfassen Videoüberwachungskameras und -rekorder, Gegensprechanlagen (Video Intercom) und Systeme für Einbruchfrüherkennung.

– Visual System Solutions umfassen professionelle Projektoren und professionelle Displays. Panasonic bietet die größte Bandbreite an visuellen Lösungen und ist europäischer Marktführer im Bereich von Hochleistungsprojektoren mit einem Umsatzanteil von 37,20% (Futuresource, > 5.000 lm (April 2015-März 2016) exklusive 4K & Digital Cinema).

Die Panasonic Corporation ist weltweit führend in der Entwicklung elektronischer Technologien und Lösungen für Kunden in den Geschäftsfeldern Consumer Electronics, Wohnwesen, Automotive und B2B.
Im Jahr 2018 feiert das Unternehmen seinen hundertsten Geburtstag. Seit seiner Gründung expandierte das Unternehmen weltweit und unterhält inzwischen über 500 Konzernunternehmen auf der ganzen Welt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende am 31. März 2017) erzielte Panasonic einen konsolidierten Netto-Umsatz von 61,711 Milliarden EUR. Das Unternehmen hat den Anspruch, durch Innovationen über die Grenzen der einzelnen Geschäftsfelder hinweg Mehrwerte für den Alltag und die Umwelt seiner Kunden zu schaffen. Weitere Informationen über das Unternehmen sowie die Marke Panasonic finden Sie unter www.panasonic.net

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Heinz Sielmann Stiftung: Wer wird Gartentier des Jahres 2018?

Auch 2018 ruft die Heinz Sielmann Stiftung wieder zur Wahl des „Gartentier des Jahres“ auf und startet am 30. April die Online-Abstimmung.

Heinz Sielmann Stiftung: Wer wird Gartentier des Jahres 2018?

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Mit der Aktion möchte die Stiftung auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft hinweisen. Vor allem Insekten und Vögel leiden unter dem Verlust ihrer Lebensräume oder dem Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. „In strukturreichen und naturnahen Gärten fühlt sich eine Vielzahl von Insekten wohl. Jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen, den teils gefährdeten Arten eine Heimat zu geben“, erläutert Insektenspezialist Dr. Hannes Petrischak von der Heinz Sielmann Stiftung.

+++ Sechs Kandidaten stehen ab sofort im Internet zur Wahl +++

In diesem Jahr stehen sechs für Gartenfreunde nützliche Insekten zur Wahl. Die Larven des Siebenpunkt Marienkäfers fressen etwa Blattläuse. Auch der Nachwuchs der Hainschwebfliege vertilgt die lästigen Pflanzenläuse mit großem Appetit. Die imposanten Hornissen interessieren sich nicht für Kuchen und Süßgetränke, sondern erbeuten unangenehme Plagegeister wie Wespen, Bremsen oder Stubenfliegen.

Andere Insekten tragen maßgeblich dazu bei, die Gemüse- und Obsternte zu steigern. „Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter sind natürlich einfach schön anzusehen! Auch der Glänzende Blütenprachtkäfer macht seinem Namen alle Ehre“, so Petrischak weiter. Doch die Blütenbesucher übernehmen eine wichtige Funktion im Ökosystem. Viele Pflanzen sind auf die Bestäubung von Insekten angewiesen. Auch Nutzpflanzen sind hiervon nicht ausgenommen. Es ist zum Beispiel bekannt, dass die Qualität der Erdbeerernte deutlich gesteigert wird, wenn Insekten von Blüte zu Blüte fliegen. Erdbeerblüten können auch durch den Wind bestäubt werden, die Früchte sind dann allerdings verformt und bleiben klein. Auch die Dunkle Erdhummel fliegt auf Erdbeeren und natürlich viele andere Gartenpflanzen.

Naturfreunde können unter www.sielmann-Stiftung.de/gartentier aus den sechs Kandidaten wählen. Unter allen Teilnehmern verlost die Stiftung attraktive Preise. Die Abstimmung endet am 10. Juni. Das Gartentier des Jahres wird am 11. Juni 2018 bekannt gegeben.

Die Kandidaten stellen sich vor:

Die Heinz Sielmann Stiftung vergibt seit 2010 die Auszeichnung zum Gartentier des Jahres. Im letzten Jahr gewann das Rotkehlchen den Publikumspreis. In diesem Jahr stehen sechs Insekten zur Wahl. Insektenspezialist Dr. Hannes Petrischak erklärt Wissenswertes zur Lebensweise der Kandidaten:

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) trägt klassisch rote Flügeldecken. Sicher zu erkennen ist er an den sieben schwarzen Punkten. Die Larven ernähren sich von Blatt- und Schildläusen, Spinnmilben, Wanzen und anderen Insekten. Im Garten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer ein nützlicher Helfer.

Die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) gehört zur Familie der echten Bienen. Die Königinnen werden bis zu 23 Millimeter groß. Auf dem schwarzen Rumpf trägt die Erdhummel eine ein Millimeter breite braungelbe Querbinde. Außerdem erkennt man sie an den grauweiß gefärbten Stellen am Hinterleib. Sie sammelt Nektar und Blütenpollen. Oft ist sie schon sehr früh im Jahr, ab Februar oder März, auf der Suche nach Nahrung und einem passenden Ort für ein Nest. Dafür wählt sie gern verlassene Mäusenester aus.

Der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist mit einer maximalen Flügelspannweite von 27 Millimetern tatsächlich eher ein Zwerg unter den Tagfaltern. Zu erkennen ist er an den orange-roten Vorderflügeln, die mit einem breiten, dunkelbraunem Rand abschließen. Er besiedelt schnell neue Lebensräume. Um ihm im eigenen Garten Nahrung anzubieten, kann man Berg-Aster (Aster amellus), Roß-Minze (Mentha longifolia), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), Heidekraut (Calluna vulgaris), Wasserdost (Eupatorium cannabinum) oder Thymian (Thymus vulgaris) pflanzen.

Die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) ist die wohl bekannteste Schwebfliege. Man erkennt sie gut an ihrem langen schlanken Körper, dem dunkel geringelten Hinterleib und dem gelben Gesicht. Mit ihrer Färbung imitiert sie Wespen und Bienen und hofft so, von Feinden verschont zu bleiben. Die Weibchen der Hainschwebfliege können hier überwintern. Die meisten Tiere treten aber eine weite Wanderung über die Alpen oder die Pyrenäen bis in den warmen Süden Europas an, um den kalten Temperaturen zu entfliehen. Die Larven schlüpfen im Frühjahr und fressen unter anderem Blattläuse.

Die Hornisse (Vespa crabro) fällt auf Grund ihrer Größe besonders auf. Mit bis zu 35 Millimetern Körperlänge sind die Hornissen-Königinnen deutlich größer als Wespen. Doch das ist kein Grund sich vor Ihnen zu fürchten. Hornissen gelten als deutlich friedfertiger als die kleineren Verwandten. Die ausgewachsenen Tiere ernähren sich von Nektar und Pflanzensäften. Die Larven werden mit Insekten gefüttert. Dabei stehen auch Fliegen, Bremsen oder Wespen auf dem Speiseplan. Das kunstvolle und filigrane Papiernest bauen die staatenbildenden Insekten am liebsten in hohle Bäume hinein. Fehlen diese, weichen die Tiere auch auf Dachbalken oder Nistkästen aus.

Mit nur etwa sieben Millimetern Körperlänge ist der Glänzende Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) leicht zu übersehen. Doch die fehlende Körpergröße macht er mit seinem metallisch glänzenden Körper wett. Die Weibchen sind goldgrün, messingfarben oder purpurrot, ihre Flügeldecken sind blaugrün. Die Männchen schillern von Kopf bis Fuß grünlich. Die Käfer sind tagaktiv und fressen gern an den Blüten von Wildrosen, haben aber auch eine Vorliebe für gelbe Wiesenblumen.

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Über die Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms bewahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

Weitere Informationen: https://nachhaltigkeit.sielmann-stiftung.de

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Heinz Sielmann Stiftung: Landräte vom Bodensee mit Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet

Lothar Wölfle, Landrat des Landkreises Bodenseekreis, und Frank Hämmerle, Landrat des Landkreises Konstanz, wurden heute Abend in Berlin mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis geehrt. Erfolgsprojekt „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ demnächst bundesweit.

Heinz Sielmann Stiftung: Landräte vom Bodensee mit Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet

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Dr. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, würdigte mit dem alle zwei Jahre vergebenen Ehrenpreis das herausragende Engagement der beiden Landräte für den Aufbau von Sielmanns Biotopverbund Bodensee. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

„Mit großem Weitblick haben die beiden Landräte als Kuratoriumsmitglieder des Biotopverbunds Bodensee das Projekt gefördert und damit auch den Grundstein für die bundesweite Ausweitung des Projekts „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ gelegt“, erklärte Dr. Fritz Brickwedde im Museum für Naturkunde in Berlin vor 200 Gästen. Die beiden Preisträger stünden für eine gelungene Kooperation von privatem und öffentlichem Engagement für die Artenvielfalt.

Aufgrund des großen Erfolgs von Sielmanns Biotopverbund Bodensee hat die Heinz Sielmann Stiftung beschlossen, das Projekt auf ganz Deutschland auszudehnen. Das Vorzeigemodell „Bodensee“ bildet das Fundament für die nationale Ausweitung.

+++ Jeder Gemeinde ihr Biotop +++

Mit dem Ansatz „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ schafft die Heinz Sielmann Stiftung seit 2004 ein Netz von neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen in der Bodenseeregion. Möglichst engmaschig soll es werden, damit sich Tier- und Pflanzenbestände erholen und verschwundene Arten zurückkehren können.

Etwa hundert Biotopbausteine an 31 Standorten konnten bereits gemeinsam mit Städten und Gemeinden geschaffen werden, darunter vor allem neu angelegte Stillgewässer, aufgewertete Streuobstwiesen und extensive Weideprojekte. Innerhalb kürzester Zeit besiedelten zahlreiche Vogelarten, Amphibien, Tagfalter und Libellen die neu geschaffenen Biotope. In 2014 wurde das Projekt von der UN Dekade Biologische Vielfalt als vorbildlich ausgezeichnet.

+++ Heinz Sielmann Ehrenpreis +++

Seit 1994 verleiht die Heinz Sielmann Stiftung den Heinz Sielmann Ehrenpreis an Einzelpersonen, öffentliche Institutionen, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen, die sich um den Naturschutz und den Erhalt der Artenvielfalt verdient gemacht haben. Außergewöhnliche Leistungen in der Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sowie bei der Verwirklichung des Nachhaltigkeitsgedanken in Wirtschaft und Gesellschaft werden mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet.

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1. Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen.
2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
3. Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren.
4. Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms wahren.

2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Heideblüte wichtig für bedrohte Wildbienenarten

Die Heideblüte erreicht derzeit Ihren Höhepunkt und wird zum Ausflugsziel vieler Touristen. Noch wichtiger ist die Heideblüte aber für die Heidekraut-Bienen. Einen Einblick in deren Lebensraum gibt ein aktuelles Video der Heinz Sielmann Stiftung.

Heinz Sielmann Stiftung: Heideblüte wichtig für bedrohte Wildbienenarten

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+++ Spätflieger im rosaroten Heideblütenteppich +++

Bundesweite Bekanntheit erlangte die Kyritz-Ruppiner Heide (auch bekannt als Wittstock-Ruppiner Heide) durch den dort gelegenen Truppenübungsplatz, das sogenannte Bombodrom. Dieser wurde schon vor Jahren aufgegeben und so erobert sich die Natur ihr Refugium zurück.

+++ Seltene Heidekrautbienen überleben dank Pflege geschützter Heideflächen +++

Nicht nur Honigbienen und Hummeln nutzen jetzt das reiche Blütenangebot, sondern auch zwei hübsche Spezialisten unter den Wildbienen: Die Heidekraut-Sandbiene (Andrena fuscipes) und die Heidekraut-Seidenbiene (Colletes succinctus). Erst wenn im Spätsommer das Heidekraut (Calluna vulgaris) blüht, sind diese beiden seltenen Wildbienenarten mit etwas Glück in großen Calluna-Beständen zu finden. Beide Arten sammeln den Pollen in Haarbürsten an den Beinen. Ihre Nester und Brutkammern legen sie unterirdisch im Sandboden zwischen den Heidekrautbüschen an.

„Aufgrund ihrer engen Bindung an das Heidekraut sind diese beiden Spezialisten unter den Wildbienen relativ selten und auf den Erhalt großer Heidebestände, wie von der Heinz Sielmann Stiftung in den brandenburgischen Landschaften gewährleistet, angewiesen“, erklärt Dr. Hannes Petrischak, Leiter des Geschäftsbereichs Naturschutz bei der Heinz Sielmann Stiftung.

+++ Kyritz-Ruppiner Heide – eine der größten zusammenhängenden Heideflächen +++

Ohne das spätblühende Heidekraut können die Heidekraut-Sandbiene und die Heidekraut-Seidenbiene nicht überleben. Der Erhalt ihrer Art ist von der Pflege großer zusammenhängender Heideflächen abhängig. Eine der größten zusammenhängenden Heideflächen der Bundesrepublik ist mit über 700 Quadratkilometern die Kyritz-Ruppiner Heide im nordwestlichen Brandenburg. Dort sowie in Sielmanns Naturlandschaften Döberitzer Heide und Tangersdorfer Heide sorgt die Heinz Sielmann Stiftung durch vielfältige Pflegemaßnahmen für den Erhalt und die Regeneration des Heidekrautbewuchses. Ohne Pflege würden die Gebiete vergrasen und verwalden.

+++ Flug über die Heide +++

Um die einzigartige Schönheit der Heideblüte auch aus der Vogelperspektive zeigen zu können, hat die Heinz Sielmann Stiftung eine hochauflösende Kamera aufsteigen lassen. Diese hat dabei beeindruckende Aufnahmen gemacht.

Die Aufnahmen stehen als 90-sekündiges Video (119 MB) in HD unter folgendem Link zum Download bereit:

https://www.pr4you.de/pressefaecher/sielmann-stiftung/grafiken/Heidebluete.mp4

Oder auf YouTube unter: https://www.youtube.com/watch?v=dc_e4nj3hHY&t=1s

Die Veröffentlichung des Videos im TV bzw. die Einbindung in Webseiten oder Blogs ist mit dem Hinweis „Copyright Heinz Sielmann Stiftung“ kostenfrei möglich.

+++ Rosaroten Heideblütenteppich erleben +++

Der riesige rosarote Heideblütenteppich ist in jedem Jahr sowohl Futter für Wild- und Honigbienen als auch ein grandioser Anblick für Naturfreunde. Auf den Wanderwegen der Heinz Sielmann Stiftung durch die Döberitzer und Kyritz-Ruppiner Heide kann das Spektakel zu Fuß oder bei einer Kutschfahrt genossen werden. Mehr dazu unter https://www.sielmann-stiftung.de/natur-erleben-schuetzen/kyritz-ruppiner-heide/

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Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Prof. Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Unter dem Leitsatz „Vielfalt ist unsere Natur“ verfolgt sie vier Ziele:

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2016 hat die Heinz Sielmann Stiftung als erste private Stiftung einen Nachhaltigkeits-Report nach GRI G4 Standard veröffentlicht. Die Stiftung verwendet jährlich rund 8 Mio. EUR für Natur- und Artenschutzprojekte, für Aufklärung und Umweltbildung sowie für die Information der Öffentlichkeit.

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Heinz Sielmann Stiftung: Rotkehlchen klarer Sieger bei der Wahl zum Gartentier des Jahres 2017!

Das Rotkehlchen hat die von der Heinz Sielmann Stiftung durchgeführte Wahl zum „Gartentier des Jahres 2017“ klar gewonnen. Die Stiftung veranstaltete die Wahl mit dem Ziel, das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit für die einheimische Tierwel

Heinz Sielmann Stiftung: Rotkehlchen klarer Sieger bei der Wahl zum Gartentier des Jahres 2017!

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Im Frühjahr rief die Heinz Sielmann Stiftung zur Wahl des „Gartentier des Jahres 2017“ auf. Unter den insgesamt 1.037 Abstimmungen, die bei der Onlinewahl eingingen, war das Rotkehlchen mit 36,9% aller Wählerstimmen der klare Favorit. Platz 2 erreichte die Blauschwarze Holzbiene mit 25%. Den 3. Platz belegte die Zwergfledermaus mit rund 13,3%.

Dr. Hannes Petrischak, Leiter des Bereichs Naturschutz bei der Stiftung, freut sich über das Ergebnis. „Das Rotkehlchen kommt häufig in unseren Gärten vor. Mit seinem perlenden Gesang verschönt es uns den Tag, es brütet bodennah und kann sehr zutraulich werden“, sagt der Biologe. „Vor allem bei Kindern ist es sehr beliebt.“ In der Brutzeit, die Anfang April beginnt, vertilgt der nützliche kleine Vogel Insekten und Larven, Käfer, Ameisen und vor allem Blattläuse.

+++ Freikarten für die die „SIELMANN!“ Ausstellung +++

Unter den Teilnehmern der Wahl zum „Gartentier des Jahres“ hat die Heinz Sielmann Stiftung 20 Freikarten für die „SIELMANN!“ Ausstellung im Museum für Naturkunde in Berlin verlost. Die Ausstellung wird noch bis zum 5. November in Berlin zu sehen sein. Anschließend geht die Sonderausstellung „SIELMANN!“ auf bundesweite Tour. Erste Station nach Berlin ist das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg wo die Ausstellung bis April 2018 zu sehen sein wird. Informationen zur Ausstellung sind unter www.sielmann-stiftung.de/sielmann!/ zu finden.

+++ Sechs Kandidaten aus der heimischen Tierwelt +++

Neben dem Rotkehlchen standen die Zwergfledermaus, die Erdkröte, der Schwalbenschwanz (Schmetterling), die Blauschwarze Holzbiene sowie die gepanzerte Kellerassel zur Wahl. Nach den drei Erstplatzierten belegte der Schwalbenschwanz den 4. Platz mit 9,6%. Auf Platz 5 folgte die Erdkröte mit 8,4% aller Stimmen. Die Kellerassel belegte mit 6,8% den letzten Platz.

Um die Einzigartigkeit der Tierwelt zu erkunden, muss man nicht in die Ferne schweifen, auch die heimische Fauna hat etliches zu bieten. Um darauf aufmerksam zu machen und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die einheimische Tierwelt zu sensibilisieren, wird die Heinz Sielmann Stiftung auch im kommenden Jahr wieder zur Wahl des „Gartentier des Jahres“ aufrufen.

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2. Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.
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Tierfilmlegende Heinz Sielmann wird posthum zum 100. Geburtstag gewürdigt

Der berühmte Tierfilmer Heinz Sielmann wäre am 2. Juni 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass würdigt die Heinz Sielmann Stiftung das Leben und Wirken der TV-Legende mit Veranstaltungen und Ausstellungen.

Tierfilmlegende Heinz Sielmann wird posthum zum 100. Geburtstag gewürdigt

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Der 2. Juni 2017 ist für die Heinz Sielmann Stiftung ein wichtiger Anlass, dieses denkwürdige Datum mit zahlreichen Veranstaltungen zu feiern. Berühmt geworden ist Heinz Sielmann vor allem durch die Sendung „Expeditionen ins Tierreich“, die 1965 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Bis 1991 produzierte und moderierte Heinz Sielmann die beliebte Sendung fur das Erste Deutsche Fernsehen. In 171 Folgen hielten ihm die Zuschauer die Treue. Die Produktionen lagen in der Verantwortung des Norddeutschen Rundfunks (NDR).

1917 im nordrheinwestfälischen Rheydt (Mönchengladbach) geboren, verstarb der renommierte Tierfilmproduzent, Fernsehstar und Naturschützer nach einer langen und erfolgreichen Laufbahn im Alter von 89 Jahren am 6. Oktober 2006 in München. Bereits als Kind entwickelte Sielmann den Wunsch die Tierwelt zu erforschen, um sie auf Celluloid zu bannen. Mit seinen aufwändigen Tierdokumentationen schrieb er in den darauffolgenden Jahrzehnten Kino- und Fernsehgeschichte. Fünf Kontinente hat Heinz Sielmann bereist und unzählige Filmproduktionen realisiert. Seine Werke brachten ihm als Kameramann, Regisseur, Produzent und Autor zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter fünf Bundesfilmpreise, die Goldene Kamera, den Bambi und den Silbernen Bären. Zu seinen berühmtesten Kinofilmen zählen bis heute: „Herrscher des Urwalds“ und „Galapagos – Trauminseln im Pazifik“.

Für Generationen von Naturfilmern wurde der „Pionier des deutschen Tierfilms“ damit zum Idol. „Heinz Sielmann war für mich als Kind ein großes Vorbild. Einerseits war er der Naturexperte schlechthin; glaubhaft und sympathisch. Andererseits trat er nie vor riesigen Teleobjektiven oder am Steuer hochgerüsteter Geländewagen vor die Kamera, sondern im karierten Hemd vor Holzstativ und VW-Käfer. Das gefiel mir schon damals“, sagt Tierfilmer Jan Haft.

Seine Bekanntheit nutzte er dafür, die Öffentlichkeit für den Schutz der Natur zu sensibilisieren. Sein innigster Wunsch, Natur auch für künftige Generationen zu erhalten, mündete in die Gründung der Heinz Sielmann Stiftung. Diese rief er gemeinsam mit seiner Frau Inge im Jahr 1994 ins Leben.

+++ Auftakt des Heinz Sielmann Jubiläumsjahrs +++

Ausstellung SIELMANN! im Museum für Naturkunde Berlin

Datum: 02.06.2017 bis 05.11.2017

Ort: Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin

Veranstalter: Museum für Naturkunde in Kooperation mit der Heinz Sielmann Stiftung

Zu Ehren seines 100. Geburtstages präsentiert die Heinz Sielmann Stiftung gemeinsam mit dem Museum für Naturkunde Berlin die Ausstellung SIELMANN! Die Ausstellung gliedert sich in sechs Themenbereiche. In einer spannenden Inszenierung wird nicht nur auf die Person Heinz Sielmann eingegangen, sondern es werden Landschaften in Deutschland vorgestellt, in denen die Heinz Sielmann Stiftung aktiv ist. Gezeigt werden vor allem Tiere, die auf besondere Weise durch Objekte und Filmbeiträge dargestellt werden. Die Ausstellung spiegelt das Leitbild von Heinz Sielmann wider: „Nur wer die Natur kennt und liebt, wird sie schützen“.

Dr. Fritz Brickwedde, der am 1. Juni Inge Sielmann als neuer Vorsitzender des Stiftungsrats nachfolgen wird, zeigt sich vom Ausstellungskonzept begeistert: „Die Chance, Heinz Sielmann und sein Lebenswerk durch eine Ausstellung im Berliner Museum für Naturkunde zu präsentieren, ist eine einmalige Gelegenheit für uns, das Anliegen Heinz Sielmanns auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“.

+++ Sonderbriefmarke zum 100. Geburtstag Heinz Sielmanns +++

Anlässlich des 100. Geburtstags Heinz Sielmanns würdigt das Bundesfinanzministerium den großen Naturfilmer mit einer Sonderbriefmarke. Das Wertzeichen zu 45 Cent ist ab 8. Juni an allen Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich. Die Marke zeigt den Tierfilmer bei der Arbeit, wie er eine Schneegans mit ihren Küken filmt. Schneegänse brüten überwiegend im nordwestlichen Grönland, im nördlichen Kanada, im nordöstlichen Sibirien oder in den Vereinigten Staaten. Selten findet man sie auch in Europa. Gestaltet wurde die Briefmarke von dem Münchner Fotografen und Grafik-Designer Thomas Mayfried. Inge Sielmann, die Frau des verstorbenen Tierfilmers, freut sich über die besondere Ehre, die ihrem Mann posthum zuteilwird: „Nie hätte er zu Lebzeiten mit solch einer Ehre gerechnet. Aber er hätte sich natürlich sehr darüber gefreut.“

+++ Presseakkreditierung +++

Am 31.05. um 13:00 Uhr laden das Museum für Naturkunde und die Heinz Sielmann Stiftung die Medien zu einem Presserundgang durch die Ausstellung ein.

Akkreditierungen für den Presserundgang richten Sie bitte bis zum 30.05. per Mail an die folgende Adresse: alicia.rust@sielmann-stiftung.de

Weitere Informationen:
https://www.sielmann-stiftung.de/Veranstaltungen
https://www.sielmann-stiftung.de/sielmann100/medien-downloads/

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