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Monotype und MIT AgeLab mit neuer Untersuchungsmethode zur Lesbarkeit von Schriften

Neue psychophysikalische Methode verbessert den Design-Prozess von digitalen Benutzeroberflächen durch das reine Testen der Lesbarkeit von lateinischen und nicht-lateinischen Schriften auf Displays bei Streifblicken.

Monotype und MIT AgeLab mit neuer Untersuchungsmethode zur Lesbarkeit von Schriften

Bad Homburg, 26. Juni 2014 – Im Anschluss an ein Forschungsprojekt aus dem Jahr 2012, hat Monotype, gemeinsam mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) AgeLab, eine neue, vereinfachte Methode entwickelt, mit der sich die Lesbarkeit von Schriften auf Bildschirmen bei Streifblicken testen lässt. Diese ist beispielsweise auf Navigationssystemen in Fahrzeugen unbedingt erforderlich. Die Ergebnisse der neuen Studie korrelieren mit denen vorheriger Untersuchungen in Fahrsimulatoren. Jedoch setzt man nun eine angepasste Stimulus Onset Asynchrony (SOA)-Methode ein. Sie gibt Designern die Möglichkeit, die spezifische Lesbarkeit von Schriften für alle Anwendungen, die nur einen kurzen Blick auf den Bildschirm zulassen, flexibel, kostengünstig und zeiteffektiv zu testen. Das hilft auch OEMs wie Automobilherstellern und HMI (Human Machine Interface)-Designern bei der Auswahl einer lesbaren Schrift für Fahrzeug-Displays. Die Ergebnisse der neuen Tests zeigen, dass eine humanistische Schrift (Frutiger®) im Durchschnitt in kürzerer Zeit richtig gelesen werden kann (8,8 Prozent) als eine eckige Grotesk-Schrift (Eurostile®) – das bestätigt die Vorteile hinsichtlich der Lesbarkeit der Frutiger aus der vorangegangenen Studie.

SOA ist eine psychophysische Methode, die von der Forschungsgruppe angepasst wurde, um subtile, ästhetische Eigenschaften des Typografie-und Grafikdesign durch die Verwendung einer relativ reinen Messung der Lesbarkeit zu untersuchen. Die Methode konzentriert sich auf die typografischen Variablen, die sich auf die Lesbarkeit auswirken, und nutzt einen Standard-Desktop-PC an Stelle eines Fahrsimulators. Das reduziert die Komplexität, Verwaltungszeit, Datenmenge und Analysekosten, die notwendig sind, um verschiedene Wege der Darstellung von typografischen Informationen auf Bildschirmen zu untersuchen.

„Die neue Studie zeigt, dass grundlegende psychophysische Untersuchungsinstrumente Designern und Ingenieuren dabei helfen können, einen optimalen Kompromiss zwischen Typografie und Eigenschaften der Benutzeroberfläche auf Displays zu finden. Dabei wird gleichzeitig versucht, die Anforderungen an den Fahrer zu verbessern“, sagt Bryan Reimer, Wissenschaftler am MIT AgeLab und einer der Forschungsleiter des Projekts. „Durch den zunehmenden Einsatz von digitalen Displays in Fahrzeugen bedarf es objektiver Bewertungsmethoden für die Lesbarkeit von Schriften in Zusammenhang mit anderen Charakteristika der Benutzeroberfläche. So können Automobilhersteller die vorgegebenen Richtlinien bezüglich der Ablenkung im Straßenverkehr besser einhalten und den Fahrern gleichzeitig ein angenehmes Leseerlebnis bieten.“

In der aktuellen Studie mussten die Probanden lexikalische Entscheidungsaufgaben lösen, um die minimale Zeit zu erfassen, die dafür notwendig ist, zu erkennen, ob eine Folge aus Buchstaben ein richtiges Wort ergibt (im Gegensatz zu einem unsinnigen Wort). Die Wissenschaftler stellten die Hypothese auf, dass besser lesbare Schriften in kürzerer Zeit erkannt werden. Die Methodik ermöglicht es, das Verhalten bei einem Blick auf ein Display zu erfassen und ist ähnlich zu Okklusions-Test-Methoden, die mehrheitlich in der Verkehrsforschung eingesetzt werden. Die Ergebnisse der SOA-Methodik führten die Wissenschaftler zu der Annahme, dass durch das Entfernen von äußeren Faktoren, wie beispielsweise der unterschiedlichen Aufmerksamkeit beim Autofahren, die Vorteile einer humanistischen Schrift hinsichtlich ihrer Lesbarkeit jetzt für beide Geschlechter übereinstimmen.

Das Forschungsteam hat die Methodik auch bei Teilnehmern einer nachfolgenden Studie angewendet, um die Lesbarkeit von fünf Schriftdesigns in vereinfachtem Chinesisch, die in verschiedenen neuen Navigationssystemen und Automotive HMIs genutzt werden, zu testen. Die am besten lesbare Schrift, die in der Studie verwendet wurde, konnte im Vergleich zur am schlechtesten lesbaren Schrift in kürzerer Zeit (33,1 Prozent) korrekt gelesen werden. Das zeigt, dass die Methodik auch für unterschiedliche Sprachen – das ist ein kritischer Faktor für Designer von Benutzeroberflächen im Automotive-Bereich – angewendet werden kann.

„Obwohl noch mehr Forschung notwendig ist, glauben wir, dass der SOA-Ansatz auch auf weitere Fragestellungen anwendbar ist, die relevant sind für Typografen und Grafikdesigner, die sich mit HMIs beschäftigen. Die vorliegende Untersuchung kann leicht auf andere Sprachen und Schriften übertragen werden, so wie wir es in der chinesischen Studie gemacht haben“, sagt Dr. Nadine Chahine, Spezialistin für die Lesbarkeit von Schriften, Schriftdesignerin bei Monotype und eine der Co-Autoren und führenden Wissenschaftler/innen des Projektes. „Unsere Ergebnisse lassen die Vermutung zu, dass die Methodik für verschiedene Leseumgebungen geeignet ist, wo es darauf ankommt, nur einen möglichst kurzen Augenblick auf ein Display zu schauen. Das gilt nicht nur für die Displays von Autos, sondern auch für medizinische Apparaturen, Smartphones und andere Geräte.“

Nach Aussagen der Wissenschaftler kann die Verbesserung intrinsischer und extrinsischer Merkmale von Schrift- und Grafikdesign, in denen Texte präsentiert werden, dazu beitragen, dass die Anforderungen an den Fahrer reduziert werden, wenn dieser auf das Display blickt. Das macht es für Automobilhersteller und Zulieferer leichter, Richtlinien zur Sicherheit im Straßenverkehr zu erfüllen.

Alle Ergebnisse der aktuellen Lesbarkeitsstudie sind als MIT AgeLab Whitepaper verfügbar – sowohl für die englische als auch die chinesische Studie. Zudem wird Dr. Nadine Chahine einige Ergebnisse auf der „CAR HMi Concepts and Systems“ Konferenz vorstellen. Diese findet vom
26.-27. Juni 2014 in Berlin statt.

CAR HMi Concepts & Systems, Ramada Hotel Berlin
Vorstellung der Studienergebnisse zur SOA-Methodik
Vortrag von:Dr. Nadine Chahine, Spezialistin für die Lesbarkeit von Schriften, Schriftdesignerin bei Monotype und eine der Co-Autoren und führenden Wissenschaftler des Projektes
Zeit:27. Juni 2014, 8:30 Uhr
Dr. Nadine Chahine steht Ihnen im Anschluss an ihren Vortrag sehr gerne für ein Interview zur Verfügung.
Bei Interesse kontaktieren Sie bitte monotype@maisberger.com.

Über Monotype
Monotype ist ein weltweit führender Anbieter von Schriften, Technologie und Expertise in deren Umsetzung in print- sowie digitaler Form. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Woburn, Massachusetts, ermöglicht mit seinem Expertenwissen die beste Benutzererfahrung und Markenintegrität. Monotype bietet Kunden in aller Welt Schriftlösungen für eine große Bandbreite an kreativen Anwendungen und Consumer Geräten. Die Schriftenbibliotheken und e-Commerce-Seiten des Unternehmens beherbergen viele der am meisten verwendeten Schriften. Dazu zählen die Helvetica®, Frutiger® und Univers® Schriftfamilien sowie die Schriftdesigns von morgen. Weitere Informationen finden Sie unter www.monotype.com. Folgen Sie Monotype auch auf Twitter, Instagram, LinkedIn und dem Monotype Type Case Blog

Bildrechte: Monotype Bildquelle:Monotype

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Monotype, Helvetica und Frutiger sind Marken von Monotype Imaging Inc., die beim U.S. Patent and Trademark Office eingetragen sind und in anderen Jurisdiktionen registriert sein können. Univers ist eine Marke der Monotype GmbH, die beim U.S. Patent and Trademark Office eingetragen ist und in anderen Jurisdiktionen registriert sein können. Gridset und Typecast sind Marken von Monotype Imaging Inc. Alle anderen Marken sind Eigentum der jeweiligen Markeninhaber. ©2014 Monotype Imaging Holdings Inc. Alle Rechte vorbehalten.

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