Klimaneutrale Perspektiven für flüssige Energieträger

Vertriebswege und Qualitätssicherung weiterhin nutzbar

sup.- Flüssig bleiben: Das ist bekanntlich nicht das schlechteste Konzept für wirtschaftliche Unternehmungen. „Flüssig bleiben“ erweist sich in Industrie und Gewerbe aber auch ganz wörtlich als aussichtsreiche Perspektive der Energieversorgung. Die oft schon zum Auslaufmodell erklärten flüssigen Energieträger werden nämlich nach Einschätzung von Experten weiterhin eine wichtige Rolle beim Energie-Mix in Deutschland spielen. Auch in Sachen Emissionsminderung und sogar unter dem Aspekt der Treibhausgasneutralität dürften die leicht transportablen Energien zukünftig Maßstäbe setzen. Denn innovative Technologien wie Power-to-Liquid (PtL) oder Biomass-to-Liqid (BtL) erlauben mittlerweile die Erzeugung so genannter E-Fuels für eine klimaschonende Energieversorgung. Diese synthetischen Brenn- und Kraftstoffe erfordern heute zwar noch einen erheblichen Produktionsaufwand. Sie könnten aber schon bald zunächst als Beimischung zu fossilen Energien die Klimaziele und die Ressourcenschonung effektiv unterstützen.

Ein weiterer Vorteil: Die bundesweit bestehenden und bewährten Lager- und Vertriebsstrukturen für eine dezentrale Versorgung mit flüssigen Energieträgern wie Heizöl, Benzin oder Diesel sind problemlos auch für die neuen E-Fuels nutzbar. Weder Großtanklager oder Pipelines noch Schiffe, Lieferfahrzeuge, Tankstellen oder Verbrauchertanks müssen neu errichtet oder aufwändig umgerüstet werden. Auch die Motoren oder Heizungen der Nutzer können bei diesem Energiekonzept in Betrieb bleiben. Die Dimensionen solch einer „Bestandsgarantie“ werden bei einem Blick auf die gegenwärtige Nutzung flüssiger Energieträger in Deutschland deutlich: Im Verkehrssektor stellen sie 98 Prozent der gesamten Antriebsenergie, in rund 5,6 Mio. Gebäuden kommt darüber hinaus Heizöl zum Einsatz. Außerdem deckt die chemische Industrie 75 Prozent ihres organischen Rohstoffbedarfs mit Mineralöl. Es wäre sowohl klimapolitisch als auch volkswirtschaftlich verantwortungslos, die dafür seit Jahrzehnten gewachsenen Infrastrukturen beim angestrebten Umstieg auf eine möglichst treibhausgasneutrale Energieversorgung zu vernachlässigen.

Da die bestehenden Transportsysteme auch für diesen erweiterten Energie-Mix zur Verfügung stehen, bleiben die bewährten Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie deren Überwachung weiterhin relevant. So gibt es mit dem RAL-Gütezeichen Energiehandel ein anerkanntes Prädikat zur Absicherung von Brenn- und Kraftstofflieferungen per Tankwagen. Anbieter mit dieser Auszeichnung müssen ihre Zuverlässigkeit und Seriosität in einem umfangreichen Prüfverfahren unter Beweis stellen (www.guetezeichen-energiehandel.de). Solch ein Kontroll-Instrumentarium zur Qualitätssicherung, das auch die Produktgüte umfasst, bekommt gerade bei einer zukünftig erweiterten Beimischung regenerativer bzw. synthetischer Anteile in flüssigen Energieträgern eine immer größere Bedeutung.

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Redaktion Andreas Uebbing

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